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Döbeln Steffi Robak zeigt Momente des Erinnerns
Region Döbeln Steffi Robak zeigt Momente des Erinnerns
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00:19 12.07.2017
Steffi Robak (2.v.r.) zur Eröffnung ihrer Ausstellung . Quelle: S. Bartsch
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Leisnig

„Das ist ’ne Kuchengabel“, ruft Angelika Dorias laut aus und die Fotografin lacht: „Da muss ich das Bild erst hierhin hängen, um das zu erfahren.“ Als Steffi Robak die – wie nun klar ist – zerbrochene Kuchengabel an einem verlassenen Ort zum ersten Mal sah, hatte sie spontan eine Assoziation: die Schöne und das Biest. Der Titel ziert nun das Motiv, das seit Sonnabend gemeinsam mit elf anderen Fotografien in der Kaplanstube auf Burg Mildenstein zu sehen ist.

Seit 20 Jahren fängt die DAZ-Redakteurin Steffi Robak mit ihrer Kamera „Momente des Erinnerns“ – so auch der Name ihrer Ausstellung – ein. „Doch den Gedanken auszustellen, hatte ich nie. Es war einfach schön, diese Bilder zu haben.“

Der Begriff „urban exploration“, also Stadtentdeckung, war noch nicht geboren, da schon tat Steffi Robak mit ihrer Kamera genau das: In verlassene Bauten einsteigen und festhalten, was zu sehen bleibt. „Ich bin von der alten Gilde. Ich lichte die Räume nicht im Ganzen ab, ich suche mir kleinteilige Motive. Man wird in meinen Bildern selten etwas finden, das auf den genauen Standort hinweist.“ Das, so die Fotografin, mache ihre Fotoausbeute auch so interessant: „Es sieht jeder etwas anderes darin.“

Genau da, in der Assoziation zum Bild, liegt der Kern ihrer Kunst „und am meisten von mir selbst drin“, sagt Steffi Robak. Was den Bildern die Namen gab, ist Ausdruck ihrer Prägung, ihrer Erfahrungen, ihres Wissens – Dinge, die uns manchmal auch auf den Holzweg führen. Zum Beispiel das Bild „jesus liebt dich“: „Als ich den Raum betrat, fiel mir ganz weit hinten an einer Wand das Bild eines Mannes auf. Lange Haare, Bart – das ist Jesus“, erzählt Steffi Robak die Entstehungsgeschichte. Ein Jesus, der dem Betrachter den Stinkefinger zeigt? Erst bei näherem Hinsehen erkannte die Fotografin, dass es sich um eine Fotoserie von Rockern und Rebellen handelte. Auch für den Betrachter korrigierte Steff Robak ihre Assoziation nicht: „Warum sollten wir uns nicht auch mal bewusst auf den Holzweg führen lassen?“

Für die Gäste ihrer Ausstellungseröffnung jedenfalls war es ein großer Spaß, die Motive gemeinsam zu entdecken und die Bedeutung der Titel zu entschlüsseln. Daraus könnte demnächst auch ein kleines Projekt mit Schülern der Peter-Apian-Oberschule entstehen. Was assoziieren die Kinder und Jugendlichen mit den Bildern – eine spannende Frage, findet Steffi Robak und war begeistert.

Die Ausstellung ist bis 31. Oktober zu sehen. Bei der Vorbereitung und Organisation der Ausstellung halfen Olga Schek und das Ehepaar Plötz.

Von Antje Krieger

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