Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Steht die Rettungswache auf der Kippe?
Region Döbeln Steht die Rettungswache auf der Kippe?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 31.08.2018
Ab April 2019 soll der Mietvertrag für die Rettungswache in der Alten Post gelten. Einzuhalten ist dieses Datum bauseitig inzwischen nicht mehr. Ein Anwohner-Einspruch legt das Projekt auf Eis. Quelle: Foto: Sven Bartsch
Rosswein

Bis Ende September wird die Alte Post in Roßwein komplett belegt sein. Zumindest das Haupthaus, in dem bereits Allgemeinmediziner Clemens Otto im April das Erdgeschoss bezogen hat. Bautechnisch läuft am neuen Ärzte- und Gesundheitszentrum der Stadt alles nach Plan, sodass die Ergo- und Logopädie Schröder und das Rehazentrum Roßwein bis Ende September in die sanierten Räumlichkeiten folgen können. Ein dickes Fragezeichen allerdings steht derzeit noch hinter dem vorgesehenen Einzug der Rettungswache in das Nebengebäude. Der Widerspruch eines Anwohners hat das Projekt bis dato auf Eis gelegt.

Vor ziemlich genau zwei Jahren hatte Projektleiterin Gabi Zemmrich vom Waldheimer Immobilienservice, die den Umbau für die Grundstücksgesellschaft des Döbelner Arztes und Krankenhauschefs Ralf Lange leitet, mit Gesprächen zu einem möglichen Einzug der Rettungswache ins Nebengebäude der Alten Post begonnen. Nachdem das Landratsamt Mittelsachsen recht schnell zumindest mündlich eine Zusage zum Umzug der Wache aus dem aktuellen Objekt bei Naußlitz gegeben hatte, segnete im November 2017 dann schließlich der Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistages den Mietvertrag ab. Beginnen soll dieser zum 1. April 2019, laufen mindestens 15 Jahre.

Nicht vor 2020 fertig mit dem Bau

Einzuhalten ist dieses Datum auf keinen Fall, sagt Gabi Zemmrich. Selbst dann nicht, wenn die Rettungswache in Roßwein Wirklichkeit werden sollte. Die Baugenehmigung ist zwar da. Doch aufgrund des Nachbarschaftswiderspruchs, der inzwischen bei der Landesdirektion Chemnitz gelandet ist, ist viel Zeit ins Land gegangen. Zeit, in der Bauaufträge gestoppt werden mussten. „Selbst wenn es jetzt losgehen würde, werden wir nicht vor 2020 fertig“, sagt die erfahrene Projektleiterin. „Es muss alles neu ausgeschrieben werden und die Handwerksfirmen haben kaum Kapazitäten.“

Ob und wann es überhaupt weitergeht, hängt davon ab, ob der Anwohner gegen die durch die Landesdirektion erteilte Ablehnung seines Widerspruchs Klage einreicht. Dazu hat er bis zum 14. September die Gelegenheit. „Falls das passiert“, sagt Gabi Zemmrich, „kann sich das Jahre hinziehen. Die Zeit ist unser größter Feind.“ Sie bezweifelt, dass das Landratsamt so lange mit einem Umzug der Wache warten kann oder auch will. „Das Landratsamt muss entscheiden, ob es weiter am Objekt festhalten will.“ Abgesehen davon: „Wir müssen irgendwann auch mal Mieteinnahmen haben.“ Nicht zuletzt deshalb gäbe es inzwischen auch einen Plan B für die Nutzung des Nebengebäudes.

Offizielle Einweihung im Oktober

In der ehemaligen Paketannahme sind bis dato Sicherungsmaßnahmen vorgenommen worden. Zwei neue Decken mussten eingezogen werden, weil die Stahlträger so angerostet waren, dass die Tragfähigkeit nicht mehr gegeben war. Nächste Maßnahme an der Alten Post wird sein, die restlichen alten Fenster komplett auszutauschen. Im Oktober, so Gabi Zemmrich, soll es für das Haupthaus eine offizielle Einweihung geben. Bis dahin nämlich ist es voll belegt. Bis Mitte September zieht die Ergo- und Logopädie in der ersten Etage ein, bis zum 30. September das Rehazentrum Roßwein unters Dach.

Mittlerweile ist auch der Aufzug im Haupthaus installiert, so dass der seitliche Haupteingang in Betrieb genommen werden kann. Bis Ende September soll auch das passiert sein, momentan fehlt noch die Automatiktür. Deshalb werden die Patienten der Ergo- und Logopädie noch den selbe Eingang nutzen, der momentan zur Praxis von Facharzt Clemens Otto führt.

Von Manuela Engelmann-Bunk

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Arbeite ich gern mit meinen Händen?“ „Hab ich’s mit Zahlen, oder eher nicht?“ Welche persönlichen Stärken Schülerinnen und Schüler haben, können sie zurzeit auf einem Parcours im Welwel Döbeln entdecken. Das soll ihnen bei der Berufsorientierung helfen.

28.08.2018

Der Döbelner Stadtrat beschließt eine Investitionsliste mit sechs schulischen Bauprojekten.

28.08.2018

Wegen eines Feuerwehreinsatzes ist die gesamte Goethestraße in Hartha gesperrt. Dort ist eine Gasleitung gebrochen. Es bestand Explosionsgefahr. Mittlerweile ist das Loch gefunden.

28.08.2018