Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Steinkonservierer in Zschaitz am Werk
Region Döbeln Steinkonservierer in Zschaitz am Werk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 12.10.2017
Joachim Weigel, Steinmetz und Steinrestaurator in Chemnitz, arbeitet an der Kirche in Zschaitz die Sandstein- und Porphyrteile auf. Quelle: Foto: Sven Bartsch
Anzeige
Zschaitz

In den nächsten Tagen geht die Post raus: Für die Kirchensanierung in Zschaitz wird Geld benötigt, denn ein großer Teil der Sanierungskosten soll von Spendenmitteln abgedeckt werden. Die Sanierung der Kirche wird etwas aufwendiger und dauert länger als geplant. Die Gemeinde werde das schultern, ist Pfarrer Reinhard Mehnert sicher.

Ein Posten, der die Sanierung umfangreicher werden ließ, war der Putz. Der alte musste abgehackt werden, und es war von vorn herein geplant, dass Gemeindeglieder das erledigen. Ursprünglich sollte an Stellen der Putz ab, wo er tatsächlich hätte erneuert werden sollen. Doch letztlich musste er großflächig runter. Knapp 20 Leute, Kirchenmitarbeiter wie Gemeindeglieder, waren rund drei Wochen damit beschäftigt, den Putz abzuhacken und wegzufahren.

Gerüst im Innenbereich soll in zwei Wochen fallen

Bis Weihnachten sollte das Gotteshaus wieder gerüstfrei sein, doch daran ist momentan nicht zu denken. Das mache aber nichts, sagt der Pfarrer, Weihnachten werde trotzdem gefeiert. Momentan steht innen noch ein Gerüst, an der Rückwand. Dort hatten sich Risse gezeigt, die ein Unternehmen mittlerweile verschlossen hat. Für den neuen Anstrich sorgen auch die Kirchgemeindemitglieder. Mehnert: „Wo wir das können, erledigen wir die Arbeiten selbst.“ Wenn sich die Sanierungskosten für das neue Kirchenschiff erhöhen, muss die Gemeinde versuchen, das mit einem höheren Anteil an Eigenleistungen zu kompensieren oder eben durch mehr Spenden. Das Gerüst im Innenbereich der Kirche soll innerhalb der nächsten 14 Tage abgebaut werden.

Sandstein und Porphyr werden aufgearbeitet

Je schneller die Malerarbeiten erledigt sind, um so weniger Geld muss für die Gerüststandzeit ausgegeben werden. Während die Gemeindeglieder mit Pinsel und Farbe souverän umgehen können, wird in speziellen Dingen auf Fachleute vertraut. So hat der Steinmetz, Steinkonservierer und -restaurator Joachim Weigel die steinernen Teile unter seinen Fittichen. Jüngst hat er die schadhaften Teile der Sandsteingewände der Fenster in Ordnung gebracht. Für den Chemnitzer ist es nicht der erste Einsatz für die Kirchgemeinde. Auf dem Friedhof restaurierte hat er mehr als 50 Grabsteine. Die Aufarbeitung der steinernen Fassadenteile umfasst auch die Stellen, wo Porphyr verbaut wurde, so die Eckquaderungen und das Sockelgesims. Dort werden wie auch am Dachgesimsen die Fugen erneuert.

Kirche war weiß und soll wieder weiß werden

Zum Schluss wird es noch um den neuen Farbanstrich des Kirchenschiffes gehen. Doch das wird erst im Frühjahr erledigt werden können, wenn die Temperaturen hoch genug dafür sind. Die künftige Farbe des Kirchenschiffs ist bisher noch nicht festgelegt. Wie sich herausstellte, muss die Ursprungsfarbe des zuletzt zu Beginn der 70er Jahre angestrichenen Gotteshauses ins Gelbliche gegangen sein. Der bereits sanierte Turm ist weiß angestrichen worden.

Damit es ein ordentliches einheitliches Bild ergibt, soll auch für den Außenanstrich des Kirchenschiffes diese Farbe gewählt werden. Die Entscheidung obliege den Denkmalpflegern sowie dem Kirchenbauamt. In die Sanierung sollen rund 282 000 Euro fließen, wobei das Landeskirchenamt 184 000 Euro trägt. 60 000 Euro kommen von der Europäischen Union. Die knapp 1000 Mitglieder starke Kirchgemeinde will rund 24 000 Euro in Form von Eigenleistungen aufbringen, wozu das Abhacken von Putz und das Streichen von Wände gehört. Spenden müssen zudem gesammelt werden. 7000 Euro müssen laut Plan mindestens kommen.

Von Steffi Robak

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Bauarbeiten rund um den Mischwasserkanal in Hartha halten nun schon seit 2015 an. Der letzte Abschnitt soll im Frühjahr 2018 angepackt werden – wenn die Finanzen stimmen.

11.03.2018

Einmal mehr hat es am Montagmorgen einen Unfall auf der A14 bei Grimma gegeben. Ein Lastwagenfahrer hatte den Rückstau hinter einem verunfallten Lkw vor der Abfahrt Klinga übersehen und war in die Mittelleitplanke gekracht. Es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau.

09.10.2017
Döbeln 50 Jahre Kita Unter den Linden in Roßwein - Zusammenhalt als Grundlage für Erfolg

Die Kindertagesstätte Unter den Linden besteht nunmehr 50 Jahre. 50 Jahre in denen nicht immer alles einfach war. Eine Erzieherin und die Leiterin, die schon 1967 Bestandteil des Teams waren, kommen zu Wort.

08.10.2017
Anzeige