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Steinkonservierer in Zschaitz am Werk

Kirchensanierung Steinkonservierer in Zschaitz am Werk

In Zschaitz wird derzeit die Kirche saniert. Der Turm ist bereits fertig. Jetzt ist das Kirchenschiff dran. Bis zum Frühjahr wird es noch dauern, dann kommt auch der neue Farbanstrich. Über den ist nämlich noch gar nichts entschieden.

Der Chemnitzer Steinmetz Joachim Weigel arbeitet derzeit an der Kirche von Zschaitz.

Quelle: Sven Bartsch

Zschaitz. In den nächsten Tagen geht die Post raus: Für die Kirchensanierung in Zschaitz wird Geld benötigt, denn ein großer Teil der Sanierungskosten soll von Spendenmitteln abgedeckt werden. Die Sanierung der Kirche wird etwas aufwendiger und dauert länger als geplant. Die Gemeinde werde das schultern, ist Pfarrer Reinhard Mehnert sicher.

Ein Posten, der die Sanierung umfangreicher werden ließ, war der Putz. Der alte musste abgehackt werden, und es war von vorn herein geplant, dass Gemeindeglieder das erledigen. Ursprünglich sollte an Stellen der Putz ab, wo er tatsächlich hätte erneuert werden sollen. Doch letztlich musste er großflächig runter. Knapp 20 Leute, Kirchenmitarbeiter wie Gemeindeglieder, waren rund drei Wochen damit beschäftigt, den Putz abzuhacken und wegzufahren.

Gerüst im Innenbereich soll in zwei Wochen fallen

Bis Weihnachten sollte das Gotteshaus wieder gerüstfrei sein, doch daran ist momentan nicht zu denken. Das mache aber nichts, sagt der Pfarrer, Weihnachten werde trotzdem gefeiert. Momentan steht innen noch ein Gerüst, an der Rückwand. Dort hatten sich Risse gezeigt, die ein Unternehmen mittlerweile verschlossen hat. Für den neuen Anstrich sorgen auch die Kirchgemeindemitglieder. Mehnert: „Wo wir das können, erledigen wir die Arbeiten selbst.“ Wenn sich die Sanierungskosten für das neue Kirchenschiff erhöhen, muss die Gemeinde versuchen, das mit einem höheren Anteil an Eigenleistungen zu kompensieren oder eben durch mehr Spenden. Das Gerüst im Innenbereich der Kirche soll innerhalb der nächsten 14 Tage abgebaut werden.

Sandstein und Porphyr werden aufgearbeitet

Je schneller die Malerarbeiten erledigt sind, um so weniger Geld muss für die Gerüststandzeit ausgegeben werden. Während die Gemeindeglieder mit Pinsel und Farbe souverän umgehen können, wird in speziellen Dingen auf Fachleute vertraut. So hat der Steinmetz, Steinkonservierer und -restaurator Joachim Weigel die steinernen Teile unter seinen Fittichen. Jüngst hat er die schadhaften Teile der Sandsteingewände der Fenster in Ordnung gebracht. Für den Chemnitzer ist es nicht der erste Einsatz für die Kirchgemeinde. Auf dem Friedhof restaurierte hat er mehr als 50 Grabsteine. Die Aufarbeitung der steinernen Fassadenteile umfasst auch die Stellen, wo Porphyr verbaut wurde, so die Eckquaderungen und das Sockelgesims. Dort werden wie auch am Dachgesimsen die Fugen erneuert.

Kirche war weiß und soll wieder weiß werden

Zum Schluss wird es noch um den neuen Farbanstrich des Kirchenschiffes gehen. Doch das wird erst im Frühjahr erledigt werden können, wenn die Temperaturen hoch genug dafür sind. Die künftige Farbe des Kirchenschiffs ist bisher noch nicht festgelegt. Wie sich herausstellte, muss die Ursprungsfarbe des zuletzt zu Beginn der 70er Jahre angestrichenen Gotteshauses ins Gelbliche gegangen sein. Der bereits sanierte Turm ist weiß angestrichen worden.

Damit es ein ordentliches einheitliches Bild ergibt, soll auch für den Außenanstrich des Kirchenschiffes diese Farbe gewählt werden. Die Entscheidung obliege den Denkmalpflegern sowie dem Kirchenbauamt. In die Sanierung sollen rund 282 000 Euro fließen, wobei das Landeskirchenamt 184 000 Euro trägt. 60 000 Euro kommen von der Europäischen Union. Die knapp 1000 Mitglieder starke Kirchgemeinde will rund 24 000 Euro in Form von Eigenleistungen aufbringen, wozu das Abhacken von Putz und das Streichen von Wände gehört. Spenden müssen zudem gesammelt werden. 7000 Euro müssen laut Plan mindestens kommen.

Von Steffi Robak

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