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Stemke stemmt Neubau

Stemke stemmt Neubau

Die Stemke Kunststofftechnik platzt am Döbelner Standort an der Waldheimer Straße 1 aus allen Nähten. Mit einem längst fälligen Schachzug wird jetzt die Produktionsfläche verdoppelt - allerdings an anderer Stelle.

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So soll die künftige Produktionshalle mit Sozial- und Bürotrakt der Firma Stemke Kunststofftechnik aussehen. Das Gebäude im Mochauer Gewerbegebiet Fuchsloch wird eine Grundfläche von rund 5200 Quadratmetern haben, wobei den größten Anteil die Produktionsfläche mit 4500<2005>Quadratmetern einnehmen wird. An der Halle soll es Parkplätze und eine gestaltete Außenanlage geben. Das von Stemke erworbene Areal im Fuchsloch bietet mit 23 500 Quadratmetern die Option, das Unternehmen auch in Zukunf

Quelle: Stemke

Mochau/Döbeln. Für die neue Betriebsstätte war gestern im Mochauer Gewerbegebiet Fuchsloch erster Spatenstich.

 

Schon im vergangenen Jahr war der Kaufvertrag für das 23 500 Quadratmeter große Areal neben der Baywa-Niederlassung geschlossen worden. Am Montag soll nun durch die Max Bögl Bauunternehmung mit dem Bau des neuen Produktionsgebäudes mit Büro- und Sozialtrakt begonnen werden. Betriebsstart am neuen Standort ist für Sommer des nächsten Jahres geplant.

 

"Wir haben hier gute Perspektiven. Wenn wir in der neuen Umgebung sind, können wir besser die Leistungen erbringen, die die Kunden von uns fordern", spielte Kunststofftechnik-Geschäftsführer Klaus Bauer auf die beengte Situation in Döbeln an. "Mit dem Neubau verfolgen wir das Ziel, weiter zu wachsen. Ein Stamm von bis zu 120 Mitarbeiter ist denkbar", so Bauer weiter.

 

Zurzeit zählt die Stemke Kunststofftechnik 68 Beschäftigte inklusive dreier Azubis. Ziemlich sicher ist laut kaufmännischer Leiterin Roswitha Knabe schon jetzt, dass mit Produktionsstart in Mochau 16 Mitarbeiter hinzu kommen. Die Investitionen für den neuen Betrieb betragen 7,8 Millionen Euro, fünf Millionen Euro für den Gebäudebau und den Rest für technische Ausrüstung. Vermutlich fördern Freistaat und EU das Vorhaben. "Jetzt in Döbeln haben wir keine Möglichkeit, Kräne einzusetzen, die mehr als eine Tonne heben können. Hier in Mochau werden wir Hebetechnik für bis zu 12,5 Tonnen haben. Es wird eine neue große Fräsmaschine geben und durch Hochregale bessere Lagermöglichkeiten", zählt Knabe einige Vorteile durch die geplanten Neuerungen auf.

 

An seinen drei Standbeinen will das Unternehmen festhalten, wie der technische Leiter Timo Schüssler erklärt. Das sind die Stemke-Kühlung - ein patentiertes System zur Werkzeugkühlung, der Werkzeugbau für Prototypen und Serien in der Kunststoffproduktion und die Herstellung von Kunststoffspritzgussteilen. "Im neuen Betrieb werden wir deutlich effizienter und ohne Barrieren arbeiten können", sagte Schüssler gestern.

 

Der erste Beigeordnete des Landkreises Mittelsachsen, Dr. Manfred Graetz (CDU), bezeichnete die Neubau- und Erweiterungspläne von Stemke als "erfreulichen Lichtblick" für die Region. Er erinnerte an das Desaster mit Signet Solar im Gewerbegebiet Fuchsloch und an die anstehende Werksschließung von Autoliv in Döbeln. "Es sind eben mittel- und bodenständige Unternehmen wie Stemke, die das Rückgrat der mittelsächsischen Wirtschaft ausmachen", so Graetz.

 

Neben dem bisherigen Hauptstandort in Döbeln verfügt Stemke Kunststofftechnik noch über eine Produktionsstätte in Technitz und über ein Lager in Lüttewitz. Das alles soll im neuen Betrieb im Fuchsloch konzentriert werden. Die alten Gebäude sollen aber vorerst bei Stemke bleiben. Wie die Nachnutzung erfolgen wird, sei derzeit noch nicht bekannt.

 

Die Stadt Döbeln hatte der Firma Stemke für ihre Expansion ein Grundstück in Masten, neben Henwi, angeboten. Roswitha Knabe: "Das ist aber für unser Vorhaben nicht geeignet. Es ist zu klein und zu abgelegen, weshalb wir uns für das Mochauer Gewerbegebiet entschieden haben."

 

Olaf Büchel

Büchel, Olaf

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