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Steppkes weihen Harthaer Tartanbahn ein

Steppkes weihen Harthaer Tartanbahn ein

Immer wieder geht der Blick in Richtung Einfahrt des Harthaer Sportplatzes an der Wiesenstraße. Besucher und auch die Vereinsmitglieder des LSV 99 Hartha e.V. zählten schon die Minuten als er endlich einfährt: David Storl, Vizeolympiasieger und zweifacher Weltmeister im Kugelstoßen.

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Ein Unterschied wie Tag und Nacht: Die Leichtathleten aus Hartha - ob groß oder klein - sind sich einig. Auf der neu errichteten Tartanbahnanlage lässt es sich viel effizienter trainieren. Fotos (3): Sven Bartsch

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Gestern war er der Ehrengast bei der offiziellen Einweihung der neu errichteten Tartanbahnanlage in Hartha. Nach über einem Jahr Bauzeit konnte die nun endlich von den Leichtathleten in Besitz genommen werden. Vereinsvorsitzender Rene Geipel gab die Bahn standesgemäß mit einem Schuss aus der Pistole frei. Da trainierten die großen und kleinen Leichtathleten schon auf ihrer neuen Trainingsstrecke. Beobachtet von zahlreichen neugierigen Besucheraugen, die sich das Spektakel - und den populären Ehrengast - nicht entgehen lassen wollten. Um 17.26 Uhr war es schließlich so weit: David Storl betrat Harthaer Trainingsboden. Der 1,98 Meter große und 120 Kilogramm schwere Hüne hinterließ einen bleibenden Eindruck. "Das ist etwas ganz besonderes für unseren kleinen Verein, eine solche Sportgröße bei uns begrüßen zu dürfen", formulierte es der Vereinsvorsitzende stolz.

 

Der Vizeolympiasieger, der ursprünglich aus Rochlitz stammt, durfte dann auch gleich aktiv werden. Doch bevor er selber die Kugel in die Hand nahm, ließ er dem Nachwuchs den Vortritt. Nacheinander bewiesen die Leichtathleten aus Hartha, dass sie die Kugel auch ziemlich gut beherrschten. Storls Trainer, Sven Lang, gab Hilfestellung und Anweisungen. Hier ein bisschen mehr eindrehen, da etwas fester stehen. Zur Orientierung steckte der Verein David Storls aktuelle Weite mit einer Fahne ab: 21,72 Meter. Und schließlich zog auch Storl seine Jacke aus, schnappte sich die 7,5 Kilogramm-Kugel (mit einer Leichtigkeit, die so manchen mit offenem Mund staunen ließ) und bugsierte sie mit aller Kraft in Richtung 20-Meter-Marke. Großes Staunen, Ahs und Ohs - die Harthaer waren begeistert.

 

"Mein Saisonstart war gut. Jetzt versuche ich mich Stück für Stück weiter zu verbessern", erklärte der zweifache Weltmeister bescheiden. Auf die Frage, ob er in dieser Saison die 22-Meter-Marke knacken wird, schmunzelte der Hüne und antwortete knapp mit einem "Na, schauen wir mal." Der Verein bekam von David Storl eine Kugel in den Farben des Harthaer Vereins inklusive Unterschriften von Storl und Lang. Der LSV überreichte seinerseits Proviant für Storls zweitgrößte Leidenschaft, wie sein Trainer verriet: Essen. "Wir haben dir und deinem Trainer zwei Sporttaschen zusammengestellt, in denen ihr Produkte von Unternehmen der Region findet." Zum Schluss durfte sich die Sportgröße noch ins goldene Buch der Stadt Hartha eintragen.

 

Für die Nachwuchs-Leichtathleten war der Tag ein ganz besonderer. Da war die neue Tartanbahnanlage fast nur noch Nebensache, wenn auch eine schöne. "Der Unterschied im Training ist riesengroß. Hier rutscht man weniger weg", weiß Anton Ziegler (16), der in Zukunft über die neue Anlage sprinten wird. Florian Schmidt (13) pflichtet ihm bei. "Man hat einen viel besseren Start und kann besser rennen." Sein Trainer Andreas Foth ist sich sicher: "Das ist kein Vergleich zu vorher. Von der Aschebahn zur Dreckbahn und jetzt auf einer professionellen Anlage - das ist toll." Auch die beiden Trainerinnen der Bambinigruppe der vier- bis sechsjährigen, Maren Klunker und Sindy Emmrich, freuen sich schon jetzt auf das erste Training auf der neuen Bahn. "Endlich sind wir nicht mehr wetterabhängig. Sobald es geregnet hat, konnten wir nicht trainieren, weil die Anlage unter Wasser stand", erinnert sich Maren Klunker. "Und die Schuhe werden auch nicht mehr dreckig vom vielen Staub der Strecke." 17 Kinder trainieren derzeit in dem Harthaer Verein. Der Nachwuchs ist damit schon einmal gesichert. Für den Bundestrainer Sven Lang ist die Errichtung der Tartanbahnanlage schon längst überfällig: "Das sollte mittlerweile zur Standardausführung jeder Sportanlage gehören."

 

Jetzt heißt es nur noch ordentlich trainieren, denn wie Vereinsvorsitzender Rene Geipel erklärt: "Schnelle Beine bekommt man nicht von alleine oder durch eine neue Bahn. Nutzt die neuen Möglichkeiten."

Stephanie Jankowski

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