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Still ruht der Deich in Klosterbuch: Stadt zeigt insolvente Firma an

Still ruht der Deich in Klosterbuch: Stadt zeigt insolvente Firma an

.Erst mussten die Klosterbucher zwölf Jahre warten auf den Baubeginn für den Ringdeich, der ihren Ort vor Hochwasser schützen soll. Jetzt stehen die Arbeiten still, die Baumaschinen sind abgezogen.

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Untätigkeit kann man der Deichbaufirma nicht vorwerfen: Nahe dem Kloster ist die Deichanlage gebaut. Doch jetzt steht der Bau wegen Insolvenz still.

Quelle: Sven Bartsch

Das beauftragte Unternehmen ist insolvent. Dies bestätigt auf Anfrage der DAZ Katrin Schön von der Pressestelle der sächsischen Landestalsperrenverwaltung (LTV). Die LTV ist Auftraggeber der Arbeiten.

 

Die Finanzierung des Hochwasserschutzvorhabens Klosterbuch sei abgesichert, so die Sprecherin weiter. Bisher sei etwa die Hälfte des Bauprojektes abgearbeitet. "Wir werden alles dafür tun, dass der Bau des Ringdeiches zügig weitergeht", so Schön. Insgesamt handelt es sich um vier Bauabschnitte mit einem finanziellen Gesamtvolumen von 3,7 Millionen Euro. Gebaut wird seit November. Die gesamte Deichbaumaßnahme soll 2017 abgeschlossen sein.

 

Zuletzt war der Ringdeichbau in einer Sitzung des Leisniger Stadtrates Thema. Bau- und Ordnungsamtsleiter Thomas Schröder hatte schon Kenntnis davon, dass es der Baufirma wirtschaftlich schlecht gehe. Außerdem habe die Stadt Anzeige erstattet: Während für den Transport diverser Erdmassen eine Sondergenehmigung für die Strecke über die S36 von Hartha-Kreuz nach Klosterbuch vorlag, nutzte das Unternehmen den Weg über die "Hohle" in Minkwitz. Das war untersagt. Auf dem Streckenabschnitt kam es nach Schröders Worten zu mehreren Beschädigungen. Das zeigte die Stadt Leisnig an. In welchem Maße überhaupt noch Geld von dem insolventen Unternehmen für die Reparatur dieser Schäden zu erwarten ist, steht in den Sternen.

 

Für die jetzt noch anstehenden Arbeiten muss ein neues Unternehmen gefunden werden.

 

So etwas gestaltet sich generell schwierig: In eventuellen Gewährleistungsfällen ist später zumeist schwer abgrenzbar, welches Unternehmen in die Pflicht genommen werden kann: Das in Insolvenz geratene oder das, welches die Baustelle später übernommen hat. Wie weit der Bauherr LTV in den Bemühungen um den Fortgang der Arbeiten schon gekommen ist, war nicht zu erfahren. Im Planfeststellungsverfahren hatte sich die LZV als Bauherr sehr bemüht, die Auswirkungen der Bauarbeiten auf Klosterbuch möglichst gering zu halten. Damit der Baustellenverkehr nicht durch den Ort fließen muss, wurde beispielsweise eine Baustraße um den Ort herum gebaut. Sie musste asphaltiert sein, damit die Klosterbucher nicht unter Staubbelastung leiden müssen. Zudem war das beauftragte Unternehmen Betam Infrastructure GmbH dazu angehalten, dass für Großveranstaltungen auf dem Gelände des Klosters Buch auch während der Bauzeit Stellfläche für die Autos Tausender Besucher zur Verfügung stehen mussten. Bauernmärkte, Himmelfahrt und auch das Konzert der Puhdys gingen in dieser Hinsicht wie gewünscht über die Bühne. Erste Teile für eine Spundwand setzte das Unternehmen bereits im Frühjahr im unmittelbaren Anströmbereich der Mulde aus Richtung Westewitz. Dabei hatte sich der Bauuntergrund unterm künftigen Deich als instabil erwiesen. Er müsse aufbereitet werden, mit Bodenaustausch oder gegebenenfalls speziellen Bindemitteln, hatte Wolfgang Stützer von der Landestalsperrenverwaltung geäußert. Ob diese Begleiterscheinungen zu den finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens führten, kann gegenwärtig nicht sicher festgestellt werden.

Steffi Robak

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