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Döbeln Buttersäure-Attacke in Döbeln-Ost: Rettungskräfte evakuieren Wohnhaus
Region Döbeln Buttersäure-Attacke in Döbeln-Ost: Rettungskräfte evakuieren Wohnhaus
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Mit speziellen Fluchthauben holt die Feuerwehr die Bewohner des Hauses an der Givorser Straße aus der Gefahrenzone. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Neugierig verfolgten die Anwohner das Geschehen. Manche fragten, ob es sich um eine Übung handelt. Schließlich reihte sich Feuerwehrauto an Feuerwehrauto auf der Unnaer Straße im Wohngebiet Döbeln-Ost II. 50 Kameraden waren im Einsatz. Dazu jede Menge Polizei. Eine junge Frau fragte den Reporter, was passiert sei. Sie machte sich Sorgen um ihre gehörlose Mutter, die in einer Wohnung des betroffenen Hausaufgangs lebt. Der Reporter verwies an die Polizei.

Gegen 11 Uhr beginnt der Großeinsatz

Die Wohnung der gehörlosen Frau liegt an der Givorser Straße. Hier haben bisher unbekannte Täter mit einer übelriechenden Flüssigkeit für den Großeinsatz gesorgt. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Landkreises waren im Einsatz. Dort hatte eine Mieterin am Mittwoch gegen 11 Uhr den Gestank bemerkt und dem Vermieter, der TAG Wohnen, gemeldet. Dessen Mitarbeiterin rief die Polizei und der Großeinsatz lief an.

Kinder kommen ins Krankenhaus

Wie die Polizeidirektion Chemnitz zunächst mitteilte, handelt es sich bei der Flüssigkeit um eine bisher nicht näher identifizierte Säure. Spezialkräfte der Feuerwehr untersuchten die Substanz. „Wir gehen zu 95 Prozent von Buttersäure aus“, sagte Lutz Hesse, der den Einsatz der Feuerwehr leitete, am Mittwochabend auf Nachfrage der DAZ. Die Retter holten 28 Menschen aus den Wohnungen. Drei Personen kamen Lutz Hesse zufolge ins Krankenhaus. Wie die Polizei mitteilt, waren darunter zwei Kinder mit dem Verdacht auf Reizung der Atemwege.

Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung

In Schutzanzügen und mit Atemgeräten ausgerüstete Feuerwehrleute reinigten am Mittwochmittag Mittag zunächst Briefkästen des Aufgangs eines Mehrfamilienhauses. Sie nahmen unter anderem Post heraus, die von der stinkenden Flüssigkeit benetzt war. „Wir haben Proben gezogen und müssen herausfinden, um was es sich bei der Flüssigkeit handelt“, sagte Lutz Hesse vor Ort, der den Einsatz der Döbelner Feuerwehr leitete. Zu diesem Zeitpunkt war noch völlig unklar, um welche Substanz es sich handelte. Um sicher zu gehen, ließ die Feuerwehr den Hauseingang dann evakuieren. Weil sich der Geruch auch in die Nachbaraufgänge ausgebreitet hatte, mussten auch deren Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung. Womöglich kommt noch Körperverletzung dazu.

Rettung mit Atemschutz-Haube

Die Bewohner bekamen von der Polizei per Durchsage über den Lautsprecher den Hinweis, sich in ihren Wohnungen mit warmer Kleidung bereit zu halten. Schließlich holten die Kameraden die Bewohner aus dem Haus. Jeder bekam eine Atemschutz-Haube auf. In einem bereitgestellten Bus fanden die Mieter vorübergehend Zuflucht. Dieser stand im Kreuzungsbereich mit der Unnaer Straße, wie auch die Rettungswagen.

Inzwischen konnten die Mieter in ihre Wohnungen zurückkehren.

50 Kameraden waren am Mittwoch an der Givorser Straße im Einsatz. Jemand hatte Säure in einem Hauseingang versprüht.

Von Dirk Wurzel

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