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Döbeln Stockhausener Rinder sorgen für Strom und Wärme
Region Döbeln Stockhausener Rinder sorgen für Strom und Wärme
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21:52 13.11.2014
Architekt Wolfgang Klopfer, Geschäftsführerin Cornelia Zeibig und Feldbauchef Thomas Wilsdorf führen Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) die Großinvestition vor. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln/Stockhausen

KG die neue Anlage mit einer elektrischen Leistung von 770 Kilowatt in Betrieb nehmen. Neben dem erzeugten Strom, der ins Netz der EnviaM fließt, beheizt die entstehenden Wärme das Stockhausener Schloss und eine Wohnanlage an der Bergstraße.

Jeweils 28 Meter Durchmesser haben die beiden Betonbehälter, die je 4,50 Meter tief in den Boden eingelassen sind. "Wir haben die Anlage aufwendig tiefer gelegt und werden am Ende auch noch einen begrünten Wall rundherum anlegen", kündigt Geschäftsführerin Cornelia Zeibig an. Damit soll die Biogasanlage auf dem Gelände des Landwirtschaftsunternehmens nicht wie ein Fremdkörper in der Landschaft wirken. Sie fällt praktisch gar nicht mehr auf.

Radlader werden künftig den anfallenden Mist aus den Rinderställen und die Silage als feste Inhaltsstoffe in den großen Fermenter-Behälter transportieren. Die Gülle der derzeit 250 Milchkühe und insgesamt rund 500 Rinder wird direkt aus den Ställen in den Behälter gepumpt. Das unter dem runden Kuppeldach durch Gärung entstehende Methangas treibt zwei Generatoren an, die Strom erzeugen. Für die Nutzung der Abwärme werden gerade die Leitungen zum Herrenhaus des Schlosses und den Wohnungen dahinter verlegt. "Ein solches sinnvolles Wärmenetz ist Bedingung für eine solche Anlage", sagt Architekt Wolfgang Klopfer, der den Bau der Anlage und die Sanierung des Schlosses betreut, die gerade parallel zum Biogasanlagenbau läuft. In dem zweiten großen Behälter der Biogasanlage, dem Separierer, werden Feststoffe und Flüssigkeiten wieder getrennt. Die entstehende Trockenmasse kann dann als Einstreu in den Ställen oder als Dünger auf den Feldern dienen.

In den Ställen des Gestütes Sachsen in Stockhausen stehen aktuell 35 Pferde. Die traditionsreiche Pferdezucht wird wegen der derzeitigen Marktlage im Moment nicht betrieben. Das Unternehmen erzeugt mit 250 Kühen Milch. Weitere 250 Kühe und Kälber dienen der Nachzucht. Die Zahl der Milchkühe soll nächstes Jahr auf 320 steigen. Zudem betreibt das 20-Mitarbeiter-Unternehmen Landwirtschaft auf einer Fläche von rund 400 Hektar.

Thomas Sparrer

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