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Döbeln Stollengeld für Josefine – Achtjährige macht Fortschritte dank Therapie
Region Döbeln Stollengeld für Josefine – Achtjährige macht Fortschritte dank Therapie
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14:42 13.02.2019
Einen Scheck über 1000 Euro konnten Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (hinten, v.l.) und Franziska Seyffarth, Chefin der Bäckerei Körner, an Familie Stuber überreichen. Quelle: Olaf Büchel
Döbeln

So groß war der Erlös aus der Riesenstollen-Aktion des Döbelner Weihnachtsmarktes noch nie. Trotz schlechten Wetters war das 20 Meter lange Backwerk der Bäckerei Körner „in einem Affenzahn“ verkauft, wie Chefin Franziska Seyffarth den 2. Advent noch einmal Revue passieren lässt. Die Einnahmen aus dem nun schon 26. Riesenstollenanschnitt und -verkauf betrugen 711 Euro. „Das liegt auch sicherlich daran, dass viele Döbelner sehr spendabel waren und gleich mal zehn Euro zusätzlich gaben“, sagt Seyffarth. Der gute Zweck, für den die Bäckerei den Stollen jedes Jahr zur Verfügung stellt, war bereits vor dem Anschnitt verkündet worden: Die erzielten Einnahmen gehen diesmal an Josefine Stuber aus Döbeln – also für die Doman-Therapie, die das schwerstbehinderte achtjährige Mädchen benötigt.

Auf 1.000 Euro aufgestockt

Die Stadtverwaltung Döbeln stockte bei der Gemeinschaftsaktion den Betrag auf 1.000 Euro auf. Und so konnten jetzt Franziska Seyffarth und Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) diesen Betrag an Familie Stuber übergeben. „Wir sind sehr dankbar – der Bäckerei Körner, der Stadt Döbeln und allen, die gespendet haben“, sagt Josefines Vater, Ingolf Stuber.

Viele Spenden gesammelt

Für die Familie war 2018 ein sehr aufregendes, anstrengendes, aber auch gutes Jahr. Es gab zahlreiche Spendenaktionen für die kleine Josefine und so sind bisher rund 62.000 Euro auf das extra eingerichtete Konto eingegangen. „Das Geld wird für die Löhne des Pflegepersonals gebraucht, das für die Therapie benötigt wird, für die regelmäßigen Kurse und für Zusatzmedikamente“, erklärt Ingolf Stuber. Die Krankenkassen in Deutschland übernehmen diese Kosten nicht.

Josefine macht Fortschritte

Auch die DAZ-Aktion „Ein Licht im Advent“ widmete sich Josefine und ihrer Therapie. Ganz konkret hatten unsere Leser für den ersten Zwei-Tages-Kurs dieses Jahres in Dänemark gespendet, bei dem Ärzte und Therapeuten das Mädchen untersuchen, um weitere Therapie-Schritte abzustimmen. Dieser Kurs kostet mittlerweile 7.000 Dollar. „Wir waren Mitte Januar in Dänemark, der Kurs ist dort auf der Insel Fünen. Wir sind einen Tag hoch gefahren, dann zwei Tage von früh bis abends intensive und umfangreiche Untersuchungen, den vierten Tag ging es wieder zurück“, schildert Mutter Janine Stuber die ziemlich stressige Reise. Die Fortschritte, die Josefine dank der Therapie macht, wiegt das alles mehrfach auf. „Die Therapeuten haben festgestellt, dass Josefine im zurückliegenden Jahr einen Monat in ihrer Entwicklung aufgeholt hat. Das klingt vielleicht nicht viel. Aber für uns ist es ein sehr gutes Ergebnis“, sagt Janine Stuber. Schritt für Schritt soll es die Tochter schaffen, einmal ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen.

Skandinavische Länder helfen

Ingolf Stuber hat inzwischen herausgefunden, weshalb der Therapie-Kurs ausgerechnet in Dänemark ist, die amerikanischen Experten und betroffene Familien aus ganz Europa extra dorthin reisen müssen. Die Kommunen der skandinavischen Länder Norwegen, Schweden und Dänemark unterstützen bei ihnen lebende Familien finanziell, wenn diese die Doman-Therapie nutzen möchten. Ingolf Stuber: „Bedingung der Länder für diese Hilfe ist, dass Therapien und alle Kurse dafür in Skandinavien sein müssen.“

Von Olaf Büchel

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