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Stollenmärkte im Raum Döbeln läuten Adventszeit ein

Hunderte Besucher Stollenmärkte im Raum Döbeln läuten Adventszeit ein

Plätzchenduft und Weihnachtslieder eine Woche vor dem ersten Advent gab es am vergangenen Wochenende bei gleich zwei Stollenmärkten in der Umgebung. In Masten lud die Bäckerei Erntebrot ein, in Großweitzschen der Bäcker Körner. Beide Veranstaltungen lockten hunderte Besucher an und stimmten in die Adventszeit ein.

Laurence und Valerie waren mit Oma Annerose und Opa Volkmar in die Bäckerei Erntebrot gekommen. Die Enkel erwiesen sich als fleißige Plätzchenbäcker.

Quelle: Sven Bartsch

Masten/Großweitzschen. "Wir wollen den Kunden mit dieser Veranstaltung danken und haben uns Mühe mit einem kleinen Kulturprogramm gegeben", erklärt Elke Lehmann, Geschäftsführerin bei Erntebrot. In der Bäckerei fand bereits zum 15. Mal der Stollenmarkt statt. Selbst in der Mittagspause waren die Parkplätze voll. Die Leute würden bereits im Sommer nach dem Termin des Stollenmarktes fragen - der findet traditionell am Sonnabend vor dem Totensonntag statt. Das Programm würde jedes Jahr ein wenig verändert. Feste Bestandteile sind aber nach wie vor die Kinderbackstraße und Foto-Lebkuchenherzen. "Das kommt immer sehr gut an", so Elke Lehmann. Der ungebrochene Zulauf bestätigt das Konzept des Stollenmarktes in Masten.

Gert und Christine Breitkopf etwa sind aus Hartha gekommen. "Wir kommen jedes Jahr zum Stollenmarkt, schauen die Angebote an und kaufen günstig Stollen ein", so Gert Breitkopf. "Das Programm ist immer gut und der Stollen schmeckt uns sehr gut", ergänzt seine Frau Christine. Was an dem Stollen von Erntebrot anders und besonders ist, beantwortet die Geschäftsführerin: "Unser Stollen wird nach Dresdner Art und original sächsischem Rezept hergestellt." Die sächsische Stollentradition sei eine besondere - sehr fettig und mit schwerem Hefeteig. Das sei das, was die Kunden wünschen.

Mittlerweile verfügt die Bäckerei Erntebrot sogar über einen Stollenshop - online werden Stollen versendet. "Dort sind vor allem viele Bestellungen aus den alten Bundesländern und von jungen Menschen zu verzeichnen", erklärt Elke Lehmann. Zum Teil seien die Bestellungen sehr groß - zwei bis acht Stollen werden auf einmal bestellt.

Auch die Bäckerei Körner setzt viel auf ihren Stollen. "Wir haben zwei unserer Stollen bewerten lassen", erklärt Franziska Seyfahrt, Inhaberin des Körner-Bäckers. "Der Rosinen- wie auch der Cranberrystollen wurden mit Gold bewertet." Den Cranberrystollen gab es dann auch beim traditionellen Stollenanschnitt auf dem elften Großweitzschener Stollenmarkt. Bürgermeister Ulrich Fleischer assistierte beim Stollen schneiden. "Der Erlös des diesjährigen Verkaufs geht an den Kindergarten Wirbelwind", verkündete der Bürgermeister. Jedes Jahr wird für einen guten Zweck gespendet. Außerdem bedankte er sich im Rahmen des 11. Stollenmarktes auch bei den Veranstaltern für elf Jahre Mühen und die Besonderheit, einen kleinen Weihnachtsmarkt in Großweitzschen zu haben.

Auch in Großweitzschen ist die Backstraße für Kinder in jedem Jahr der Renner. Kinder und ihre Eltern und Großeltern standen Schlange, um schließlich ein Blech mit frischem Teig zum freien Plätzchen stechen und gestalten zu erhalten. In den Reihen der Kinder fallen zwei Jugendliche auf. Kim Alberscheit und Mark Sarteson aus Döbeln sind schon ein bisschen älter und haben trotzdem noch Spaß am Plätzchen backen. Die 13-jährige Kim ist jedes Jahr backen beim Stollenmarkt - seit sie sechs Jahre alt ist. Der 14-jährige Mark begleitet sie nun zum dritten Mal. "Das macht uns einfach Spaß, da ist es nicht schlimm, dass wir älter als viele der Kinder hier sind", sagt Kim mit einem Schmunzeln.

Neben Backstraße und Stollenverkauf gab es auf dem kleinen Großweitzschener Stollenmarkt auch Spezialitätenstände und ein Bühnenprogramm, unter anderem gestaltet von den Grundschülern der Großweitzschener Schule. Selten gestört vom nachmittäglichen Regen ließen die Besucher aus dem gesamten Umkreis sich in die Adventszeit einstimmen. Mit gold-prämiertem Stollen vor der Nase und Weihnachtsliedern im Ohr.

Judith Sophie Schilling

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