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Straßenbau Döbeln: Jetzt kommt es richtig dicke

Straßenbau Döbeln: Jetzt kommt es richtig dicke

An der Muldenstraße haben in dieser Woche die Bauarbeiten für das größte innerstädtische Verkehrsprojekt in Döbeln begonnen. Auf die Döbelner kommt damit einiges an Verkehrsbehinderungen zu.

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Bauleute der Strabag räumen seit Montag das Baufeld an der Muldenstraße. In zwei Wochen wird sich der Bau auf die Roßweiner Straße verlagern.

Quelle: Wolfgang Sens

Döbeln. Bis Ende September 2013 werden die beiden Staatsstraßen S 32 und S 34 zwischen der Schillerstraße, dem Körnerplatz, der Roßweiner Straße und der Muldenstraße neu geordnet. Michael Stritzke, Leiter des Sächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, als Bauherr des Vorhabens, reagierte gestern auf eine Presseanfrage mit allgemeinem Geplänkel: "Die Durchführung der Maßnahme insgesamt erfolgt in mehreren Bauphasen teilweise unter Vollsperrung beziehungsweise unter halbseitiger Sperrung. Grundsätzlich wird die Erreichbarkeit der Anliegergrundstücke weitgehend unter Baubedingungen gewährleistet. Notwendige Umleitungen werden rechtzeitig bekanntgegeben", so Stritzke nichtssagend. Da es sich aber hier nicht um eine Nebenstraße mit ein paar Anliegergrundstücken, sondern um Döbelns Hauptverkehrsadern handelt, legte Döbelns Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller gestern Abend im Stadtrat ganz konkrete Baupläne und vor allem Umleitungsregelungen vor. Denn die Großbaustelle wird deutlich in den Verkehrsfluss in Döbeln eingreifen.

In zwei Wochen geht es schon los. Dann wird die Baustelle von der Muldenstraße auf die Roßweiner Straße ausgedehnt. Zwischen der Straße Am Viadukt und der Fleischerei Ferchland wird es eine Vollsperrung geben. Friedhofsparkplatz und die Rückseite der Körnerplatzschule sind über die Straße Am Viadukt weiter aus Richtung Körnerplatz erreichbar. Allerdings dürfen aus Richtung Schillerstraße kommende Autos nicht links in die Roßweiner Straße abbiegen und müssen über Burg- und Bahnhofstraße eine Extrarunde drehen. Das wird sich bis zum Frühjahr 2013 hinziehen.

Danach kommt es richtig dicke: Denn der zweite Bauabschnitt wird ab Höhe des Gewerkschaftshauses in der Franz-Mehring-Straße bis etwa in Höhe des kleinen Parkplatzes am Beginn der Schillerstraße reichen. Ab Frühjahr 2013 bis Ende September wird hier unter Vollsperrung gebaut. In diesem Kreuzungsbereich werden alle Gas-, Wasser- und Stromleitungen erneuert und es wird ein unterirdisches Regenrückhaltebecken gebaut. Das ist ziemlich groß und tief. Das erklärt, warum hier nicht wenigstens einspurig der Verkehr vorbeirollen kann, sondern voll gesperrt werden muss.

Der Verkehr wird im nächsten Jahr im Frühjahr, Sommer und Herbst großräumig umgeleitet. Aus Richtung Westen über die Bahnhofstraße, Kunzemann-Straße, Waldheimer Straße, den Körnerplatz und eine schmale Trasse entlang der Baustelle auf die Roßweiner Straße. Aus Richtung Osten geht es an der Oberbrücke geradeaus in die Ritterstraße. Vor den Stadtwerken wird die Ritterstraße zur Rosa-Luxemburg-Straße als abbiegende Hauptstraße ausgeschildert und weiter geht es zur Kreuzung Bahnhofstraße Burgstraße. Ob die Ampel dort in Betrieb bleibt, ist noch offen. Denn die Franz-Mehring-Straße wird komplett zur Sackgasse. Für den Schwerlastverkehr wird ab Frühjahr eine großräumige Umleitung über die A 14, die Bundesstraßen 169 und 175 ausgeschildert.

 

 

Nach Fertigstellung im September 2013 soll der Verkehr aus Richtung Roßwein über die jetzt noch gesperrte Muldenstraße auf die Schillerstraße geführt werden. Ebenso der Verkehr von der Schillerstraße in Richtung Roßwein. Dadurch erhält die Kaufland-Kreuzung ihren vierten Schenkel. Die Roßweiner Straße selbst soll nach Fertigstellung des Projektes danach zwischen Körnerplatz und Muldenstraße nur noch stadtauswärts befahren werden.

Insgesamt beträgt die Ausbaulänge 885 Meter. Im Knotenpunktsbereich Körnerplatz wird eine Mittelinsel für Fußgänger errichtet.

Das Bauvorhaben ist eine Gemeinschaftsmaßnahme, an der neben dem Freistaat Sachsen, die Stadt Döbeln und einige Versorgungsunternehmen beteiligt sind. Das Vorhaben wird von der Europäischen Union gefördert. Der Freistaat Sachsen trägt Kosten für den Straßenausbau der Staatsstraßen von rund 830 000 Euro und die Stadt Döbeln für kommunale Straßen- und Gehwegflächen von 215 000 Euro.

Th. Sparrer

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