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Straßenwärter beseitigen Biberdamm bei Gleisberg

Behörde befürchtete Unterspülung Straßenwärter beseitigen Biberdamm bei Gleisberg

Mitarbeiter des Kreisstraßenamtes Meißen haben am Dienstag bei Gleisberg einen Biberdamm beseitigt. Das Bauwerk aus Ästen hatte das Fließgewässer entlang der Auenstraße nach vorangegangenen Niederschlägen beträchtlich angestaut. Die Straßenbehörde befürchtete ein Unterspülen der Fahrbahn.

Die abgenagten Äste des Bibers finden sich in Dämmen wie bei Gleisberg wieder.

Quelle: Günter Weichhold

Gleisberg. Mitarbeiter des Kreisstraßenbauamtes Meißen haben am Dienstag bei Gleisberg einen Biberdamm beseitigt. Das Bauwerk aus Ästen hatte das Fließgewässer entlang der Auenstraße nach vorangegangenen Niederschlägen beträchtlich angestaut. Die Straßenbehörde befürchtete ein Unterspülen der Fahrbahn.  

Die beiden Männer in ihrer orangen Arbeitskleidung kamen mit langen Eisenstangen. Sie nutzten diese, um das aus aufgeschichteten Ästen meisterlich errichtete Bauwerk umzureißen. Mit den Stangen stießen die Straßenwärter Teile des Dammes um, solange, bis die einzelnen Bestandteile von der Kraft des angestauten Baches fortgespült wurden. Zurück bleibt trotzdem eine kleinere Staustufe, an der nicht zu rütteln war. „Vermutlich ein größerer Baumstamm“, ahnte einer der beiden Männer.

Dienstagvormittag schritten die Straßenwärter zur Tat. Da es die beiden Tage zuvor länger geregnet hatte, war der Marienbach an der Kreisstraße zwischen Gleisberg und Marbach bedrohlich angestiegen. Der Damm befand sich wenige hundert Meter nach der Gleisberger Muldebrücke in Richtung Machbach, also bereits auf dem Gebiet des Landkreis Meißen. „Das Wasser droht die Fahrbahn zu unterspülen oder das Wurzelwerk von Bäumen, die am Fahrbahnrand stehen. Stellen sie sich vor, ein solcher Baum fällt um, dadurch entsteht ein großes Loch in der Fahrbahn, das Ganze geschieht nachts und ein Auto fährt dort hinein“, erklärt einer der Straßenwärter, weshalb der Damm weichen musste. Bei weiteren Niederschlägen wäre es möglicherweise auch zu einer Überflutung der Fahrbahn gekommen.

Ein Überfrieren hätte eine gefährliche Eisbahn entstehen lassen. Die Mitarbeiter des Meißner Kreisstraßenbauamtes gehen nicht davon aus, dass die Biber, die den Damm gebaut haben, ihre Burg am Marienbach haben. Sie vermuten vielmehr, dass die Nager an der Mulde, in der Nähe der Silberwäsche ihren Bau haben und wegen der Nahrungssuche bis zur Auenstraße kommen.  Rings um die Dammbaustelle herum zeugen Nagespuren und typisch gefällte Bäume davon.
Der Dammabriss kollidiert sicherlich mit dem Naturschutzrecht, da solche Biberbauten als streng geschützt gelten. Der Waldheimer Günter Weichhold hatte erst kürzlich ein Foto von dem noch intakten Damm bei Gleisberg gemacht und der Döbelner Allgemeinen Zeitung geschickt, um auf die geniale Baukunst der Nager hinzuweisen.

Von Olaf Büchel

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