Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Streit um Weiterbau der Großweitzschener Schulgasse entbrannt
Region Döbeln Streit um Weiterbau der Großweitzschener Schulgasse entbrannt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:25 29.01.2016
Alexander Haupt auf dem Erdweg vor seinem Haus, der mal eine Straße werden soll.  Quelle: BARTSCH
Anzeige
Großweitzschen

 Erste Gemeinderatssitzung des Jahres und gleich zu Beginn ein Paukenschlag: „Sehen Sie sich persönlich und fachlich noch in der Lage, dies Gemeinde zu führen?“, fragte ein sichtbar aufgebrachter Alexander Haupt, Anwohner der Schulgasse und Mitglied der freiwilligen Feuerwehr direkt Bürgermeister Ulrich Fleischer (Freie Wähler). Der Grund für den Ausbruch: Seitdem Haupt Ende des vergangenen Jahres in sein Haus an der Schulgasse eingezogen ist, muss er mit einem Erdweg statt einer Straße vor der Haustür leben, der sich regelmäßig in einen Schlammweg verwandelt. „Obwohl es einen Gemeinderatsbeschluss gibt, wird der Weiterbau der Schulgasse nicht umgesetzt. Ich kann mein Grundstück nicht erreichen, ohne im Schlamm zu versinken. Der Rettungsdienst hält an der Betonkante und kommt dann mit schlammigen Stiefeln ins Haus. Eine rollbare Trage kann gar nicht gefahren werden“, schilderte Haupt vor den Gemeinderäten.

Er warf der Gemeinde in Sachen Straßenweiterbau Untätigkeit vor, verlangte eine Einstellung der Investition in einen Nachtragshaushalt. Das Problem für die Gemeinde: Haupts Grundstück ist eines von dreien an der Schulgasse und das einzige, das bisher bebaut ist. Alle drei gehörten einem Besitzer aus Mockritz, der für die beiden verbliebenen offenbar noch keine Käufer gefunden hat. Doch erst, wenn dies der Fall sei, so Bürgermeister Ulrich Fleischer, wolle der Besitzer die noch fehlenden Versorgungsmedien wie Wasser- und Abwasserleitungen unter die Straße legen. Die Gemeinde wolle dann in einem Zug den restlichen Straßenabschnitt schließen. „Wir wollen nicht von einem Baugrundstück zum nächsten stückeln“, sagte Fleischer.

Für Alexander Haupt und seine Familie ein untragbarer Zustand. „Ich kann meine Einfahrt nicht bauen, so lange die Straße nicht weiter gebaut wird. Das Oberflächenwasser muss abgeführt werden. Laut Satzung muss die Straße mit Fertigstellung des Bauvorhabens kommen. Das Bauvorhaben ist seit vorigem Jahr abgeschlossen“, erklärte er.

Bisher hat Haupt zwischen dem Mockritzer Grundstückseigner und der Großweitzschener Verwaltung vermittelt, doch er fühlt sich von der Gemeinde mit dem Problem allein gelassen. Dagegen wehrt sich Fleischer: „Das ich mich total verwehrt hätte, entbehrt jeder Grundlage. Die Straße zu bauen, liegt allein wegen der Brand- und Rettungsdienste in unserem Interesse.“ Nun will Fleischer die Sache beschleunigen. „Selbst haben wir mit dem Grundstücksbesitzer noch nicht gesprochen, aber das werde ich unmittelbar nachholen“, verspricht er auf DAZ-Nachfrage. „Der Eigentümer müsste in Vorleistung gehen und die Grundstücke mit den Anschlüssen entsprechend teurer verkaufen“, erklärt er. Ein echtes Druckmittel für die Umsetzung gebe es aber nicht.

Von Sebastian Fink

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Durch Temperaturunterschiede zwischen Frost in der Nacht und Tauwetter am Tag schieben sich in der Harthaer Pestalozzi-Straße die Gehwegplatten übereinander. Fußgänger müssen auf dem Abschnitt vor der Schule besonders aufpassen. Wann die Schäden behoben werden sollen, steht noch nicht fest.

29.01.2016
Döbeln Kampf gegen Falschparker - Leisnig will Ordnungsamt verstärken

In der Vergangenheit kamen in Leisnig besonders Falschparker oftmals ungeschoren davon. Grund dafür ist das personell angeschlagene Ordnungsamt der Stadt. Damit Verkehrssünder in Zukunft wieder verstärkt zur Rechenschaft gezogen werden können, soll jetzt eine neue Stelle besetzt werden.

28.01.2016

Weil der Sportlehrer im Skilager war, übernahm Tanzlehrer Stanislav Kosiĉ von der Abteilung Rock’n’Roll des Döbelner Sport- und Tanzvereins des WelWel für einen Tag den Sportunterricht an der Grundschule Technitz. Dabei lernten die Schüler eine kleine Choreographie. Einige von ihnen wollen künftig sogar weitertanzen.

31.01.2016
Anzeige