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Strom weg, Keller voll: Unwetter haust in Döbelner Nordregion

Strom weg, Keller voll: Unwetter haust in Döbelner Nordregion

Das Unwetter in der Nacht zu gestern hat im nördlichen Teil des Altkreises Döbeln und in der angrenzenden Oschatzer Region gehaust. Bei Sturm, Hagel und Starkregen mit zum Teil extremen Niederschlagsmengen brachen Bäume um und Äste ab, gab es überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und Stromausfälle.

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Eine Schneise der Verwüstung zog das Unwetter zwischen Ostrau und Mügeln und knickte zahlreiche Bäume wie Streichhölzer um.

Quelle: Sven Bartsch

Weil ein Baum auf eine Mittelspannungsleitung stürzte, waren gestern in Kattnitz, Schlagwitz und Niederlützschera (Gemeinde Ostrau) seit dem Morgen etwa 100 Einwohner stundenlang ohne Stromversorgung. "Wir haben sehr viele Schäden in den Landkreisen Mittelsachsen und Nordsachsen. Doch unsere Mitarbeiter sind vor Ort, um die Probleme zu beheben. Auch in der Betroffenen Ostrauer Region wird der Strom im Laufe des Tages wieder fließen", sagte Claudia Anke, Sprecherin des Unternehmens Mitnetz.

 

Bei Clennen spülte der Regen viel Schlamm von den Feldern auf die Straße. Bäche traten über die Ufer. "Bei uns in Sitten steht auch das Wasser im Keller, wir haben gerade zwei Stunden geräumt", sagte der Bockelwitzer Ortsvorsteher Michael Heckel, der eigentlich Urlaub hat, sich aber ein Bild von der Lage in den Ortsteilen machte. "Das Unwetter hat 40 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter gebracht", nennt Heckel eine enorme Menge. Auch in Kroptewitz und im Scheergrund (Stadt Leisnig) spülte der Starkregen Schlamm und Geröll auf Straßen, in Gräben und Kanäle, so das die Mitarbeiter von Bauhof und Straßenmeisterei alle Hände voll zu tun hatten. Die Leisniger Feuerwehr musste nicht ausrücken. "Die Hagelkanonen von Obstland waren wieder im Einsatz. Das hat offenbar größere Schäden verhindert", vermutet Leisnigs Stadtwehrleiter Bernd Starke.

 

Auch im Großweitzschener Ortsteil Westewitz krachten beim Unwetter Äste auf eine Oberleitung. Die Feuerwehren Großweitzschen und Mockritz rückten zum Einsatz in die Hauptstraße aus. Aufgrund der Wassermengen gaben zwei Äste nach und blieben in der Stromleitung hängen. Anwohner beobachteten, dass es zu einem Lichtbogen kam. Es gab kurz Stromausfall im Ort.

 

In der Gemeindeverwaltung Ostrau gingen gestern Vormittag zahlreiche Anrufe ein: Anwohner gaben Hinweise, wo in der Kommune Äste und umgestürzte Bäume den Verkehr behinderten. In Schrebitz stand die Kalkstraße unter Wasser, Gehwege wurden ausgespült, es riss Pflastersteine heraus, wie Hauptamtsleiterin Antje Zornik sagte. Im Ortsteil Binnewitz hat ein umgestürzter Baum eine Lampe bechädigt. "Wir haben es vor allem mit Geäst, Geäst und Geäst zu tun", so das Fazit Zorniks. Ordnungsdienstchefin Petra Teichert erklärte: "Schrebitz hat es recht stark getroffen. Gallschützer-, Berg- und Brauereistraße sind in Mitleidenschaft gezogen. Die Kalkstraße war komplett verschlammt. Neben der Schrebitzer Ortswehr haben viele Landwirte geholfen, Schäden zu beseitigen." Zudem habe es neben geringfügigen Schäden in Töllschütz den Brennpunkt Feldhäuser Straße in Kiebitz erwischt. Priorität war gestern, die Straßen wieder befahrbar zu machen. Heute wolle das Team des Ostrauer Ordnungsdienstes und des Bauhofes sich stärker um das Ausschneiden betroffener Bäume und das Wegräumen von Ästen kümmern.

 

Regen und Blitze ja, aber kein starker Sturm, hieß es aus der Gemeinde Zschaitz-Ottewig, die glimpflich davon kam. Die Ortswehren aus Ottewig und Zschaitz mussten nicht ausrücken. Das galt auch für die Stadt Döbeln mit ihren Ortsteilen und die Gemeinde Mochau: Keine gemeldeten Schäden, die Ortswehren fuhren nicht zu Einsätzen raus, informierte Jens Weidler vom Mochauer Bauhof: "Wir sind noch einmal verschont geblieben."

Olaf Büchel

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