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Döbeln Sturm pustet Bäume auf Gräber in Jahna und Mochau
Region Döbeln Sturm pustet Bäume auf Gräber in Jahna und Mochau
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20:01 27.02.2018
Mehr als fünf Meter Durchmesser hat der Wurzelstock des umgestürzten Baums in Jahna. Quelle: Sven Bartsch
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Jahna/Mochau

Das Januar-Sturmtief Friederike hat einen langen Schatten: In den Kirchgemeinden Jahnatal und Beicha-Mochau kämpfen die Gemeindeglieder noch immer mit den Folgen. „Der Sturm hat mehrere Dächer beschädigt – darunter die Kirchen in Zschaitz, Zschochau, Beicha und Hof sowie die Sommerkirche Mochau am Turm. Zschaitz hatten wir gerade neu gemacht und Hof war auch erst zwei Jahre alt“, berichtet Pfarrer Reinhard Mehnert. Zudem seien die Pfarrhäuser in Ostrau und Jahna in Mitleidenschaft gezogen worden.

Glück im Unglück für die Kirche: Die Reparaturkosten übernimmt die Gebäudeversicherung. Anders ist das bei neun beschädigten Grabanlagen – vier in Jahna und fünf in Mochau. In Jahna fiel ein Baum mitten auf die Gräber, so dass Einfassungsplatten brachen und Grabsteine locker wurden. In Mochau stürzte der Baum zwar knapp neben die Grabanlagen. Die Äste beschädigten diese dennoch.

Gemeinde hat Bäume pflichtgemäß geprüft

Hier müssen jedoch die Hinterbliebenen für eine etwaige Reparatur der Grabanlagen aufkommen. „Wir haben als Kirchgemeinde zwar eine Haftpflichtversicherung. Diese übernimmt jedoch keine Kosten, weil uns als Gemeinde keine Schuld an dem Schaden nachgewiesen werden konnte. Demnach wird das als höhere Gewalt gewertet“, sagt Mehnert.

Die Gemeinde sei der Pflicht zur Sicherung der Bäume ordnungsgemäß nachgekommen. „Wir müssen alle Bäume jährlich begutachten und sie bei Gefahr beseitigen lassen“, erklärt der Pfarrer. Eventuell könnten private Versicherungen der Angehörigen die Kosten übernehmen. Die umgestürzten Bäume selbst wiederum sind durch die Gebäudeversicherung der Kirche mit versichert. Die Gemeinde will hier Nachpflanzungen vornehmen.

Bagger oder Radlader für Wurzelstock

Doch dazu müssen erstmal die alten, umgefallenen Bäume entsorgt werden. Zwar hat Mehnert die Begehung der Friedhöfe ab sofort wieder freigegeben, da die Stämme und Äste bereits zersägt und abtransportiert sind. Doch die Wurzelstöcke liegen noch immer als stumme Zeugen des Sturms auf den Friedhöfen. „Die vom Friedhof herunterzukriegen, wird noch ein Kunststück“, blickt Reinhard Mehnert voraus.

Denn schweres Gerät kann kaum eingesetzt werden, ohne weitere Grabanlagen zu beschädigen. „Allein der Wurzelstock in Jahna hat einen Durchmesser von mehr als fünf Metern. Wir haben ihn schon aus seiner Mulde heraus. Jetzt müssen wir sehen, ob wir einen Bagger oder Radlader holen, um ihn herunterzukriegen“, sagt er.

Von Sebastian Fink

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