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Sturmschaden von fast 60 000 Euro im Kloster Buch

Zu Kreditaufnahme gezwungen Sturmschaden von fast 60 000 Euro im Kloster Buch

Riesige Löcher klaffen im Dach: Spätestens jetzt, nach dem Sturmtief Friederike, muss der alte Kuhstall vom Kloster Buch gedeckt werden. Dort versammeln sich am Wochenende Handwerker und Künstler, um sich über die Schulter sehen zu lassen. Der Markt geht also über die Bühne. Der Schaden im Dach bereitet Sorgen: Der Förderverein ist zur Aufnahme eines Kredites gezwungen.

Klosterhausmeister Holger Stein mit den Hinterlassenschaften vom Sturmtief Friederike: Der Förderverein Kloster Buch muss für die Reparaturen einen Kredit aufnehmen.

Quelle: Fotograf Sven Bartsch

Klosterbuch. Der Förderverein Kloster Buch ist dazu gezwungen, ein Darlehen aufzunehmen: Weil der Sturm Friederike in das Dach vom Kuhstall riesige Löcher riss, lautet die Diagnose: Totalschaden.

„Das lediglich auszubessern, wäre extrem aufwendig“, sagt Rica Zirnsack vom Förderverein. „Da fiel im Vorstand die Entscheidung, alles neu eindecken zu lassen. Das Geld dafür hat der Verein jedoch nicht auf der hohen Kante.“

Ziegel durchschlagen Nachbardächer

Zirnsack spricht von einem Gesamtschaden durch Sturmtief Friederike in Höhe von 59 000 Euro. Nicht allein den Kuhstall hat es erwischt. Auch Kapitelhaus und weitere Gebäude haben Schaden genommen. Aus angrenzenden Dachfirsten riss der Sturm Ziegel heraus. Diese durchschlugen die Dachhaut jeweils angrenzender Häuser in dem Gebäudekomplex. Glück im Unglück: Das Abthaus und das alte Klosterkrankenhaus blieben verschont.

Handwerkermarkt ungefährdet

Ebenfalls ein großes Glück: Der für das bevorstehende Wochenende geplante Kunst- und Handwerkermarkt, traditionell unterm Dach des alten Kuhstalls angesiedlt, ist nicht in Gefahr. Für den Sonntag wird dazu eingeladen. Von 10 bis 16 Uhr sind Gäste im Kuhstall sowie in den Werkstätten auf dem Klosterareal willkommen.

Die Mühen der Hersteller nachvollziehen

Wo es sich anbietet, präsentieren die Handwerker ihre Fertigkeiten und Produkte auf dem Klosterhof. „Um diese Facette geht es uns besonders beim Kunst- und Handwerkermarkt“, sagt Sabine Patzelt vom Förderverein. „Die Gäste sollen den Künstlern und Handwerkern bei ihrer Tätigkeit zusehen und so nachvollziehen können, mit wie viel Mühe deren Erzeugnisse entstehen.“

Neustart nach dem Weihnachtseinsatz

Für Künstler und Handwerker ist der Markt in Klosterbuch eine Gelegenheit, nach dem Weihnachtseinsatz und der sich anschließenden Verschnaufpause wieder aktiv zu werden. Der Förderverein holt sich gern die Akteure auf den Hof und unters Dach. Sie geben mit ihren Arbeiten einen Überblick, welche Gewerke in Sachsen lebendig sind.

Korbflechter und Töpfer vor Ort

Drechsler und Korbflechter sind am Sonntag ebenso im Kloster Buch anzutreffen wie Flötenschnitzer und Töpfer, Perlenhersteller und Filzerinnen. Zudem zeigen Hersteller von Schmuck, Wohnaccessoires und Trockenfloristik sowie Klöpplerinnen, wie eng Handarbeiten mit Kunst verbunden sind. So werden Porträtmalerei und Kalligafie gezeigt. Spezialitäten wie Blaumalerei und Silberdrahtklöppeln komplettieren am Sonntag das Marktprogramm. In den Klosterladen lohnt sich ebenso ein Abstecher. Undine Myja hält bereits die ersten Frühlingsblütengrüße für die Klostergäste bereit.

Parken außerhalb vom Klosterhof

Wer mit dem Auto zum Kunst- und Handwerkermarkt anreist, wird darum gebeten, außerhalb des Klostergeländes zu parken. Die Plätze dafür sind ausgewiesen. Wer möchte, kann sich am Sonntag etwas über die alten Klostermauern erzählen lassen. 13 Uhr beginnt eine Führung. Dabei ist nicht nur viel über die Klosteranlage selbst zu erfahren, sondern darüber, wie die Mönche hier in den vergangenen Jahrhunderten lebten und arbeiteten.

Von Steffi Robak

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