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Döbeln THW Döbeln rekapituliert 2018
Region Döbeln THW Döbeln rekapituliert 2018
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07:56 11.02.2019
Im vergangenen Jahr konnte das THW Döbeln einen neuen Fahrbahnplattensatz anschaffen. Die Platten machen durchweichten Boden befahrbar. Hier die Kameraden Jonas Lauschke (v.l), Michael Gromer und Manuel Witschass beim Abladen der Platten. Quelle: Gerhard Dörner
Döbeln

Rund 10.800 Stunden Dienst – das vergangene Jahr des Technischen Hilfswerks (THW) Döbeln lässt sich auf diese eine Zahl runterbrechen. Doch fair ist das nicht. Denn was die ehrenamtlichen THWler leisten, lässt sich nicht mit ein paar aneinandergereihten Ziffern ausdrücken. Was die Helfer in Blau tatsächlich leisten, präsentierte THW-Ortsbeauftragter Christian Winkler am Sonnabend zum Neujahrsempfang der derzeit 32 Mitglieder starken Gruppe.

Landrat würdigt Engagement

Neben verschiedenen Einsätzen ist das THW besonders im Bereich der Jugendarbeit engagiert. Dazu kommen verschiedene Ausbildungen. Außerdem muss sich um die Technik gekümmert und Einsatze wollen vor- und nachbereitet werden.

Dieses Engagement würdigte Landrat Matthias Damm (CDU), der persönlich zum Neujahrsempfang in der Döbelner Friedrichstraße vorbeischaute. „Sie sind fester Bestandteil der Rettungskräfte im Landkreis und jederzeit in der Lage zu helfen“, lobte Damm. Dass sich Menschen ehrenamtlich engagieren, um anderen zu helfen, sei in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich. „Nicht die Lautesten sind die Besten, sondern die, auf die man sich verlassen kann.“

THW bei Sturm und Starkregen im Einsatz

Und die Döbelner THWler hatten im vergangenen Jahr genügend Gelegenheiten zu beweisen, dass man sich auf sie verlassen kann. Etwa anfang Juni, als plötzlich einsetzender Starkregen ganze Straßenzüge in Döbeln unter Wasser setzte und eine Senke auf der A 14 nahe der Raststätte Hansens Holz unpassierbar machte. Bis tief in die Nacht waren die Helfer zusammen mit der Feuerwehr damit beschäftigt, Wasser abzupumpen und schließlich den angespülten Schlamm wieder zu beseitigen. Auch als das Orkantief Friederike Anfang 2018 über Deutschland fegte, war das THW gefragt. Zum Beispiel rückte die Truppe nach Hartha aus, um dort ein durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogenes Dach abzusichern.

Das THW muss also für eine ganze Bandbreite an Einsätzen gewappnet sein. Möglich machen das nicht nur regelmäßige Ausbildungen, sondern auch die richtige Ausrüstung. So ist im vergangenen Jahr etwa ein neuer Fahrbahnplattensatz angeschafft worden. Mit den stabilen Kunststoffplatten kann etwa durchweichter Boden befahrbar gemacht oder die Traglast auf weniger stabilem Untergrund wie Sand oder Schlamm auf gut 50 Tonnen gebracht werden. Davon profitiert besonders die Feuerwehr mit ihren schweren Drehleiterfahrzeugen.

Neuer Radlader soll angeschafft werden

Dieses Ineinandergreifen der Zahnräder hob auch Döbelns Technischer Dezernent Thomas Hanns, der im Namen von Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) Grüße überbrachte, hervor. Das sei im Katastrophenfall wie zu den Hochwassern von 2002 und 2013.

Einig waren sich alle: Das sind Ernstfälle, auf die man gerne verzichten kann. „Trotzdem hoffen wir nicht auf ein komplett einsatzfreies Jahr 2019“, sagte Ortsbeauftragter Winkler. Vielmehr seien Situationen wie im Sommer 2018 auf der A 14 gut, weil niemand zu Schaden kam und Einsatzerfahrung gesammelt werden konnte. Zudem soll es neue Ausrüstung geben. „Wir haben es zwar noch nicht schriftlichen, gehen aber davon aus, dass wir dieses Jahr unseren neuen Radlader bekommen“, kündigte Winkler zum Schluss an.

Von André PItz

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