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THW-Übung in Döbeln: Explosion im Baustofflager

THW-Übung in Döbeln: Explosion im Baustofflager

Der Sonnabend begann früh für die Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW) Döbeln. Um 6.30 Uhr wurden die Männer zum ersten Übungseinsatz angefunkt.

Döbeln.

 

8.30 Uhr dann der nächste Einsatz: Jens Weinert spielte den Anrufer vom Unfallort. Wenige Sekunden später der Funkspruch: "Explosion im Baustofflager am Rößchengrund. Drei Personen, eine davon voraussichtlich tot." Nur fünf Minuten später rollen die Helfer mit drei Einsatzwagen, Sirene sowie Blaulicht an.

 

"Einmal im Jahr machen wir eine große Übung, um den Ernstfall zu proben", erklärt Daniel Postelt, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit des THW. "Nur ein paar Männer sind eingeweiht, der Großteil kommt hierher in der Annahme es handle sich um einen realen Vorfall."

Am Unfallort angekommen macht sich der zuständige Einsatzleiter Christian Winkler ein Bild von der Situation: Ein Verletzter unter einem Bauwagen, eine verschüttete Person und ein Toter in einem am Hang hängenden Fahrzeug. "Der Einsatzleiter muss nun entscheiden, was Priorität hat", so Daniel Postelt. Die Helfer teilen sich in zwei Gruppen. Die eine eilt dem Verletzten zu Hilfe, verbindet ihn und holt ihn unter dem Bauwagen hervor. Die zweite Gruppe kümmert sich um den schwierigsten Teil: Die verschüttete Frau muss geborgen werden. "Dazu müssen die Felsen vorsichtig entfernt werden. Die Sicherheit der Person ist oberstes Gebot", erklärt Postelt. Mit Kunstblut wurde die Schauspielerin präpariert. "Es soll möglichst echt aussehen." Die kleineren Felsen bekommen die Helfer mit bloßen Händen weggetragen. Dann werden schwere Maschinen nötig. Mit einer hydraulischen Rettungsschere werden die Felsen weggeschoben. Langsam nähern sich die Helfer der verschütteten Person. Nach etwa einer halben Stunde ist die Frau befreit. Mit einer Korbtrage wird sie zum Rettungssanitäter getragen.

Jetzt können sich die Helfer in Ruhe um das abzustürzen drohende Fahrzeug kümmern. "Die Lage muss gecheckt werden, dann erst können die Helfer anfangen", sagt Daniel Postelt über den letzten Teil der Übung. Nachdem der Einsatzleiter den Tod der Person festgestellt hatte, wird das Fahrzeug an einem Seil mit dem THW-LKW vom Hang weggezogen. Auf sicherem Boden stehend, muss das Fahrzeug geöffnet werden. Wieder mit der Rettungsschere bewaffnet, versuchen die Helfer die Wagentür aufzudrücken. Mit einigen Schwierigkeiten, da das Blech des Wagens nicht einfach auseinander zu drücken war, konnte auch die letzte Person geborgen werden. Der Einsatz ist geschafft, die Helfer erledigt. Die Aufgaben wurden erfüllt und wären im Realfall zu meistern gewesen.

"Wir haben monatlich einen Sonnabend und zwei Montage Dienst. Dort üben wir kleinere Einsätze und vor allem Arbeit mit Geräten", so Daniel Postelt. "Im Realfall haben wir etwa vier bis fünf Einsätze pro Jahr."

Stephanie Jankowski

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