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Döbeln Talsperrenfest: Dürre dünnt Besucherschar aus
Region Döbeln Talsperrenfest: Dürre dünnt Besucherschar aus
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10:25 30.07.2018
Bei der Bootsparade brachten die Teilnehmer allerlei ausgefallene Wasserfahrzeuge auf den Kriebsteinsee. Quelle: Gerhard Dörner
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Kriebstein

Die Bootsparade war ein voller Erfolg. Über 200 Wasserfahrzeuge, teilweise in lustiger Aufmachung, fuhren am Sonnabend über den Kriebsteinsee. „So viele hatten wir lange nicht“, sagte Thomas Caro, Geschäftsführer des Zweckverbandes Kriebsteintalsperrre. Kleiner Wermutstropfen: Die Besucherzahlen blieben überschaubar. „Am Sonnabend kamen 3800 Gäste, vergangenes Jahr waren es 5000“, verdeutlicht Thomas Caro.

Gebündeltes Licht statt Schwarzpulverknall

Dabei war das Programm vielseitig, reichte von Swing-Jazz über ein Neptunfest bis zu Liedermacher- und Texter-Programm (Singer-SongWriter). Und natürlich fuhren auch die Schiffe. Aber es war zu warm. „Die warme Luft steht in unserem Talkessel. Dazu kamen Unwetterwarnungen. Am Nachmittag fehlten einfach die Besucher. Die Gastronomen haben schon gemerkt“, sagte Thomas Caro. Dafür kamen die Gäste am Abend, als es kühler wurde. Sie sahen in diesem Jahr kein Feuerwerk – schuld daran ist wiederum die Dürre. Wegen der Waldbrandgefahr mussten die Veranstalter dies absagen. Hatten aber für gleichwertigen Ersatz gesorgt: Gebündeltes Licht. Ganz ohne Brandgefahr begeisterte die Laser-Show die Festgäste. „Alle, die ich getroffen habe, waren begeistert. Viele haben Videos gedreht“, sagte der Zweckverbandsgeschäftsführer.

Frisch komponiert

Vom Programm her war auch das diesjährige Talsperrenfest auf Familien ausgerichtet, so wie es sich bewährt hat. Neu war allerdings, dass der Mittelsächsische Kultursommer (Miskus) das Holzbildhauer-Symposium „Kunst am Wasser“ in diesem Jahr mit dem Singer-Songwriter-Contest kombinierte. Im Camp der Kettensägerschnitzer die Teilnehmer dieses Wettbewerbes texteten und komponierten neue Lieder. Dazu kamen Musiker aus allen Ecken des Freistaates, aber auch drei Mitglieder der australischen Tourband „Joeys Oz Music Band“ zusammen. Deren Frontfrau Megan Longhurst sang denn auch zur Prämierung gemeinsam mit Otto Welk (Gitarre, Gesang), Ines Hermann (Gitarre, Gesang) und dem Schlagzeuger von „Joeys Oz Music Band“ das frisch komponierte Lied „down by the water“ – auf Deutsch: Unten am Wasser. Es ist nicht schwer zu erraten, wo die Inspiration dazu herkommt.

Das Talsperrenfest bot ein vielseitiges Programm. Hier einige Eindrücke.

Drei Holzbildhauer schnitzten in diesem Jahr Skulpturen mit der Kettensäge. Lange überlegten die Wertungsrichter über die Platzierung und heraus kam, dass keiner den Dritten gemacht hat. Urban Stark, der seit 25 Jahren in Belgien lebt, ist schon zum zweiten Mal bei „Kunst am Wasser“ dabei. Der Künstler schuf eine Siebdruckplatte in Talsperrenform, auf der drei hölzerne Erdkugeln ihren Platz finden und somit sinnbildlich auf dem Kriebsteinsee schwimmen werden. Er teilt sich mit dem Ehepaar Anna und Michael Rofka aus Konstanz den zweiten Platz. Die Süddeutschen kreierten mit ihrem Xylophon ein Kunstwerk, das der Betrachter zum Klingen bringen kann. Doreen Wehrholds „Flusskind“ war der Jury der erste Platz wert. Demnächst bekommen die Kunstwerke ihre Standplätze auf dem Talsperrengelände.

Von Dirk Wurzel

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