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Döbeln Talsperrenfest in Kriebstein: Viel Musik und Leckerein
Region Döbeln Talsperrenfest in Kriebstein: Viel Musik und Leckerein
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00:18 02.08.2017
Die fünfjährige Jamie Lynn aus Döbeln konnte sich der Neptuntaufe durch den Geringswalder Faschingsclub nicht entziehen Quelle: Gerhard Dörner
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Kriebstein

Über bestes Wetter zum Feiern durften sich die Gastgeber des Kriebsteiner Talsperrenfestes am Wochenende freuen. Zwei Tage lang war das Naherholungsgebiet Anlaufpunkt für Liebhaber von Freiluft-Veranstaltungen – auch, wenn die Anfahrt durch die Sperrung des Kriebethaler Burgberges etwas komplizierter als sonst war.

Womöglich war das – beziehungsweise die quasi nicht vorhandene Umleitungsausschilderung – auch die Ursache dafür, dass der Besucherstrom im Vergleich zu den Vorjahren etwas weniger stark floss. Vielleicht lag es aber auch an den hohen Temperaturen, welche die eine oder andere Familie eher ins Freibad zog als nur ans Wasser. Nichtsdestotrotz – das Publikum am Wochenende in Kriebstein war bunt gemischt. Für Familien mit ihren Kindern gab es Programmpunkte wie die Märchenfee Lia, die ihre kleinen Gäste beim Mitmachtheater auf den Seeterrassen in Kostüme steckte und mit ihnen gemeinsam verschiedene Märchen aufführte. Eltern und Großeltern freuten sich, den Nachwuchs so zu sehen und so hatten alle ein schönes Erlebnis. Das bot auch der Geringswalder Faschingsclub, der am anderen Ende des Festgeländes, nämlich auf der einzigartigen Seebühne, am Samstagnachmittag eine bunte Show mit jeder Menge Stimmungs-Mugge und Neptuntaufe bot. Beschwingt klatschten die Zuschauer, die es sich mit kühlem Getränk oder Bratwurst auf den Zuschauerrängen bequem machen konnten, mit. Das ging übrigens auch am Sonntag, als die Second-Life-Partyband dort für Stimmung sorgte. Immer wieder ein besonderer Anziehungspunkt – nicht nur fürs ältere Publikum – war die Bootsparade am Samstagnachmittag, für die sich schon frühzeitig die besten Plätze am Wasser gesichert wurden. Wer lange durchhielt oder einfach erst spät vorbeischaute, kam auch noch in den Genuss des Feuerwerkes am Abend.

Auf ihre Kosten kamen auf dem Festgelände den ganzen Tag vor allem auch jene, die es sich gern mit kulinarischen Angeboten gut gehen lassen. Die gab es in Hülle und Fülle, Sitzgelegenheiten und Musik inklusive. Was es nicht gab, waren Händler. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren durften die diesmal nämlich nicht direkt auf dem Festgelände ihre Waren anbieten, sondern maximal auf dem Weg vom Parkplatz zum Einlass am Kletterpark. Diana Bahndorf aus Neukieritzsch fand das gar nicht toll. Mit ihrer selbst genähten Kinderkleidung war sie in diesem Jahr zum dritten Mal beim Talsperrenfest dabei. „Man fühlt sich abgeschoben“, ärgert sich die Händlerin, die fast an jedem Wochenende auf einem anderen Volksfest unterwegs ist. Dass es unter den Bäumen schattiger war, tröstete sie nur sehr bedingt. „Vor zwei Wochen, als ich mich angemeldet habe, habe ich die Info bekommen, unten auf dem Platz sei bereits alles voll. Und als ich heute ankam, wurde mir mitgeteilt, dass man gar keine Händler mehr auf dem Festgelände haben wolle“, ist sie sauer. „Natürlich merken wir das – zu uns kommen nur noch die Leute, die vom Parkplatz herunterlaufen. Die mit dem Boot zum Talsperrenfest kommen, gehen uns verloren.“

Von Manuela Engelmann

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