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Döbeln Tankstellenräuber sind angeklagt
Region Döbeln Tankstellenräuber sind angeklagt
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23:00 03.01.2013
Döbeln/Leipzig

Bislang war von fünf Tatverdächtigen und einer Raubserie ausschließlich in Sachsen die Rede. Am 19. Dezember hat die dritte Strafkammer des Landgerichtes Leipzig nun sechs Akten vorliegen, die die Überfallserie um eine weitere Tat im baden-württembergischen Stockach und den Täterkreis um einen sechsten Angeklagten erweitert. Der Hauptverdächtige, ein 22-Jähriger, sitzt seit Anfang September ununterbrochen in Untersuchungshaft. Er soll an den meisten der angeklagten Fälle beteiligt gewesen sein, wie Oberstaatsanwalt Ralf Korth gestern auf Anfrage erklärte. "Bei drei weiteren Tatverdächtigen ist die Untersuchungshaft vom Ermittlungsrichter gegen Meldeauflagen zwischenzeitlich außer Vollzug gesetzt worden. Zwei blieben nach der Festnahme im September auf freiem Fuß", so Korth.

Zwischen 13. April und 12. August, so wirft es die Ermittlungsbehörde vor, haben die Angeklagten Anschläge auf 16 Tankstellen oder Verkaufseinrichtungen verübt. "Teils unter Einsatz von Schusswaffen oder waffenähnlichen Gegenständen mit zum Teil gesundheitlichen Folgen für die bedrohten Beschäftigten." Meist wurden Geldbeträge zwischen 500 und 1000 Euro erbeutet.

Bestandteil der Anklage sind Raubüberfälle auf Tankstellen in Leisnig, Roßwein, Nossen, Colditz, Trebsen sowie Einkaufsmärkte in Döbeln, Waldheim und Bad Lausick. An den Tankstellen in Roßwein und Nossen hatten die Täter gleich mehrfach in relativ kurzen Zeitabständen zugeschlagen.

Allen sechs Tatverdächtigen sei die Anklage direkt oder über deren Anwälte in diesen Tagen zugegangen. Der Prozess wird wegen des entsprechenden Alters der Angeklagten vor der Jugendkammer des Landgerichtes Leipzig unter Vorsitz von Norbert Göbel verhandelt. "Der Hauptverdächtige war zum Tatzeitpunkt Heranwachsender. Ein zweiter Haupttäter jugendlichen Alters", erklärte Oberstaatsanwalt Korth. Wann die Hauptverhandlung eröffnet wird, ist derzeit nicht absehbar, da das Gericht Einlassungsfristen abwarten müsse. Allein die Tatsache, dass der nächste Haftprüfungstermin des Hauptverdächtigen Ende Februar wäre - er sitzt dann sechs Monate in Untersuchungshaft - lässt die Annahme zu, das ein Termin zur Hauptverhandlung schon in den kommenden Wochen benannt werden könnte.

Darüberhinaus ist die Staatsanwaltschaft Chemnitz in das Verfahren eingebunden, die Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz der Tatverdächtigen ermittelt.

Thomas Lieb

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