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Döbeln Tausche Wachtelbohnen gegen Buntmais
Region Döbeln Tausche Wachtelbohnen gegen Buntmais
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00:19 14.02.2018
Interessierte erfahren vom Fachmann welches Saatgut am besten geeignet ist. Quelle: Gerhard Dörner
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Auterwitz

Was Holger Buhrig da so alles in seinem Handwagen zur diesjährigen Auterwitzer Saatgutbörse karrte, das ließ so manchen Hobbygärtner am Sonnabendnachmittag mit offenem Mund da stehen. Der gelernte Elektriker, der hauptberuflich in der Pulsitzer Rinderzucht arbeitet, verbringt seine Freizeit am liebsten damit, allerlei seltene Gemüse-, Kräuter- und Getreidearten anzubauen. „Letztes Jahr hatte ich mich sehr auf Mais konzentriert und 19 Sorten getestet“, erklärte der 49-Jährige beim Auspacken eines Korbes.

Und der brachte Mais in Farben zum Vorschein, die nur Kenner schon einmal gesehen haben dürften. Da kam eine Sorte hervor, die zugleich die Farben weiß, blau und rot in ihren Maiskörnern vereinte. Eine andere hatte gelbe und schwarze Körner gemischt – ein Dynamo Dresden-Mais, wie ein Besucher schlagfertig anmerkte. „Das Mehl wird dann auch bunt. Da habe ich zum Beispiel Gries draus gemacht. Einen Teil fressen meine Hühner. Man kann aber auch Brot oder Griesbrei draus machen“, sagte Buhrig.

Popcorn aus pechschwarzem Mais

Aus dem pechschwarzen oder erdbeerroten Mais ließe sich zudem hervorragend Popcorn machen, wovon der Gärtner auch eine Kostprobe dabei hatte. Die ließen sich Emma und Björn gut schmecken. Sie waren mit ihren Eltern Kristin und Frank Zimmermann aus Ziegra gekommen, und das erste Mal bei einer Tauschbörse. „Wir sind für alles offen. Bisher haben wir nur das, was man auch im Supermarkt kaufen kann“, meinte Frank Zimmermann. Im Kräuterbeet stünden Pfefferminze, Salbei und Basilikum. Da sollte nun einiges dazukommen.

„Genauso habe ich auch angefangen“, meinte Claudia Eberlein, die die Saatgutbörse auf ihrem Hof in Auterwitz organisierte und dafür extra Brot aus verschiedenen Getreidesorten und frischen Kuchen gebacken hatte. Und natürlich hatte sie auch eigene Saaten dabei. „Es ist ja das Schöne, dass man nicht unbedingt etwas zum Tauschen mitbringen muss. Wir wollen den Leuten hier zum Start verhelfen. Dann kommen sie nächstes Jahr mit eigenen Saaten wieder“, sagte sie.

Gelbe Möhren schmecken milder

Ihr Augenmerk lag diesmal auf seltenen Gemüsesorten wie Pastinaken oder Haferwurz. Auch andersfarbige Möhren in lila oder gelb wollte sie suchen. Auch hier konnte Holger Buhrig helfen. Seine gelben Möhren schmeckten milder als die orangefarbenen und seien daher gut gekocht zu genießen. Ebenso wie seine vielen Bohnensorten.

Die Wachtelbohnen beispielsweise sehen tatsächlich wie Daumennagel große Wachteleier aus. Wer mexikanische Küche bevorzugt, für den gab es pechschwarze Kidneybohnen aus eigener Zucht. Wächst das Interesse an den Saaten weiter, wird Claudia Eberlein im nächsten Jahr mehr Platz brauchen, als ihr gemütliches Backhaus bietet.

Von Sebastian Fink

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