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Döbeln Tausende Heckenpflanzen für Wutzschwitz
Region Döbeln Tausende Heckenpflanzen für Wutzschwitz
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20:00 12.03.2018
Auf seinem Auenhof bei Niederlützschera pflanzt Oliver Leipacher Biogemüse an. In seine Hecke bei Wutzschwitz sollen ortstypische Bäume und Büsche kommen. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
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Wutzschwitz

Vögel, Hasen, vielleicht auch mal ein paar Rebhühner – die Ansiedlung dieser Tiere wünscht sich Oliver Leipacher, Biogemüseproduzent aus Niederlützschera und Chef der Nabu-Regionalgruppe Lößhügelland. Darum hat er eine Hecke gegenüber des Gasthauses Kastanienhof in Wutzschwitz bei Ostrau gekauft. Nun steht die Neubepflanzung bevor. Am Ostersonnabend, 31. März, sollen tausende Pflanzen in den Boden kommen. Von 9 bis 16 Uhr soll die Aktion dauern.

„Wir pflanzen dort standortgerechte Bäume und Büsche, die hier in der Gegend vorkommen. Dafür gibt es Listen vom Forst, nach denen uns die Baumschule die Pflanzen zusammengestellt hat“, erklärt Leipacher. Sechs bis sieben Baumarten und noch einmal so viele Gebüsche sollen in die bestehende Hecke eingefügt und zugleich größere Lücken geschlossen werden. „Wir haben Eichen, Birken, Vogelkirsche, Wilden Apfel und Birne“, zählt er einige der Pflanzenarten auf.

Brutplätze für verdrängte Tierarten

Diese wiederum böten Tierarten, die sich wegen des Mangels solcher Hecken zurückgezogen hätten, Brutplätze und Lebensraum. Dafür wurden in Absprache mit dem Revierförster und dem Naturschutz artfremde Arten aus der Hecke entfernt. In der sechsstündigen Aktion will Oliver Leipacher mit vielen freiwilligen Helfern die durch die Fällungen und über die Jahre entstandenen Lücken schließen. Blickfang sollen fünf bis sechs bereits groß gewachsene Bäume gehören, die sofort das Bild der Hecke verändern.

Zu den Helfern wird auch Gottfried König gehören, der die Baumreihe vor mehr als 30 Jahren mit Schülern angelegt hatte. „Vielleicht haben wir sogar eine ehemalige Schülerin von ihm dabei“, hofft Leipacher, der zudem über den Nabu, die örtliche Jagdgenossenschaft und den Angelverein eingeladen hat. „Es sind auch alle Nachbarn eingeladen, die dort vielleicht gern einmal spazieren gehen“, wirbt er für sein Vorhaben.

Anmeldung bis 25. März

Finanzieren muss Leipacher dies komplett aus eigener Tasche. Weil es für das Aufforsten einer solchen hecke keine Fördermittel gibt, hat er sowohl den Kauf des Geländes als auch der vielen Pflanzen selbst gestemmt. „Das sind schon ein paar Tausend Euro, aber es nützt ja nichts“, sagt der Naturfreund achselzuckend.

Wer ihm bei der Aktion helfen will, meldet sich bis 25. März unter o.leipacher@biogemuese-sachsen.de oder Tel. 034324/21595 an. Die Belohnung nach getaner Arbeit: Ein Mittagsbuffet wird arrangiert und es kann gegrillt werden. Dafür soll Jeder auch etwas zu essen mitbringen. Dazu wird es ein Feuer zum Aufwärmen sowie ein Zelt zum Unterstellen sowie Stockbrot für die Kinder geben. Zum Abschluss wird der Ostrauer Pfarrer Reinhard Mehnert ein Gebet sprechen.

Nicht am Gasthof parken

Weiterer Hinweis für alle Helfer: Bitte einen oder mehrere Spaten und wetterfeste Kleidung mitbringen. Wer mit dem Auto kommt, soll nicht auf dem Parkplatz des Gasthofes „Kastanie“ parken, da dieser bereits für deren Gäste benötigt wird. Stattdessen sollen die Fahrzeuge an der Straße entlang abgestellt werden, soweit kein Verbotsschild aufgestellt ist, so Leipacher.

Von Sebastian Fink

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