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Döbeln Tausende strömen zur Gartenschau
Region Döbeln Tausende strömen zur Gartenschau
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18:17 01.07.2018
daz gartenschau altzella zwei Quelle: Gerhard Dörner
Altzella

Was für Farben, was für ein Duft, was für eine Blütenpracht. Die vielen Bienen und Schmetterlinge wussten gleich gar nicht, wie ihnen geschah. Und auch die treuen zweibeinigen Besucher der Blumen- und Gartenschau auf dem Klostergelände Altzella waren wieder einmal überrascht, was es alles zu sehen, zu riechen, zu bestaunen – und auch zu kaufen gab.

10 000 Besucher angepeilt

„Der Sonnabend war bereits sehr gut besucht, über 5000 Pflanzen- und Gartenfreunde sind aufs Klosterareal geströmt“, blickte Ina Schumann, neue Chefin vom Klosterpark und von Schloss Nossen, Sonntagfrüh zufrieden auf den ersten Veranstaltungstag zurück. Und da sich am Sonntag noch vor der Öffnung der Tore um 10 Uhr bereits lange Schlangen an den beiden Kassenhäuschen bildeten, dürfte das angestrebte Ziel von 10 000 Besuchern am Ende gut erreicht worden sein. „So viele Menschen habe ich bei der Gartenschau in Altzella noch nie gesehen“, freute sich Gärtnermeister Robert Beck von der Baumschule in Niederau, der nun schon über fünf Jahre dabei ist. Aus Erfahrung hatte Beck diesmal das Angebot an Gehölzen verringert („Die Leute wollen bei einer solchen Schau nicht so viel schleppen.“) Stattdessen waren bei ihm mehr Staudenpflanzen zu haben. Beck: „Rittersporn, Sonnenhut und Prachtkerze gehen besonders gut.“

127 Stände

Es war die mittlerweile 20. Schau dieser Art, 127 Stände waren aufgebaut, davon natürlich die meisten von Gärtnereien, Baumschulen. Aber auch Experten, die den Gartenbau und die Pflanzenzucht als Hobby betreiben, standen den wissensdurstigen Gästen Rede und Antwort. Zum Beispiel der Kiwi-Papst Werner Merkel aus Chemnitz. Genauer gesagt handelt es sich um die Kiwibeere, der sich der rüstige Senior nun schon seit vielen Jahren widmet. „Die Kiwibeere ist gut fürs mitteleuropäische Klima geeignet, die Früchte sind dünnschalig,haben aber ein besseres Aroma und mehr Vitamin C als ihre aus dem Supermarkt bekannten, großen Verwandten“, erklärte Merkel.

Auch Yacon-Wurzel vertreten

Gleich nebenan stand Renate Hecht, ebenfalls aus Chemnitz und stellte die in hiesigen Breiten noch unbekannte Yacon-Knolle vor. Sie schmeckt roh ebenso hervorragend, wie gedürrt oder als gedünstetes und gebackenes Gemüse.

So hatte also auch die 20. Ausgabe der Altzellaer Gartenschau durchaus Neues zu bieten und manch Kleingärtner ging mit der Erkenntnis nach Hause: Man lernt nie aus!

Von Olaf Büchel

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