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Döbeln Technitz: Schule und Hort bleiben "Gesunde Schule"
Region Döbeln Technitz: Schule und Hort bleiben "Gesunde Schule"
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00:22 31.12.2011
Am letzten Schultag vor Weihnachten feierten Kinder, Eltern, Lehrer und Erzieher einen gemeinsamen Gottesdienst in der Turnhalle des Christlichen Lernraumes. Quelle: T. Sparrrer
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Döbeln

Ein Auditorenteam der sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung sah sich in Schule und Hort um. Zudem wurde ein Bogen mit 60 Fragen abgearbeitet. Die Prüfer sahen sich den Unterricht an, dazu das gestaltete Umfeld, den Hort, das Außengelände, die vielfältigen Sport- und Ganztagsangebote sowie das Schulklima.

Gesundes Essen und viel Bewegung im Schulalltag sind aber nur zwei der Kriterien. "Das Draußensein an der frischen Luft, ob bei Unterrichtseinheiten oder am Nachmittag im Hort ist für uns eigentlich schon eine Selbstverständlichkeit", sagt Hortleiter Michael Ritter. Schulleiterin Sonja Hannig ergänzt: "Neben den Kriterien, die bei der Zertifizierung vor drei Jahren schon eine Rolle spielten und die wir natürlich weiterhin ganz groß schreiben, haben wir auch beim Thema gesunde Schule den Fokus besonders auf ein gesundes Miteinander, einen respektvollen Umgang aller Kinder und Erwachsenen im Lernaum gelegt."

Angeboten wird natürlich weiterhin eine gesunde Vesper. Die von Elternvertretern, Trägerverein und dem Essenlieferanten Sodexo gemeinsam eingeführte Salatbar, als Zusatzangebot an zwei Tagen pro Woche, erfreut sich bei den Kindern einer zunehmenden Beliebtheit.

Eine neue Form des gemeinsamen Lernens in altersgemischten Klassen bringt zudem derzeit an der Schule einige Erfolge, wenn bestimmte Unterrichtseinheiten in Mathe, Deutsch und Sachkunde von Erst- bis Drittklässlern gemeinsam absolviert werden. Dabei werden Lehrplanthemen ausgewählt, die sich durch die drei Schuljahre ziehen.

Schon seit längerem befassen sich Lehrer, Eltern und Erzieher im Christlichen Lernraum Technitz mit dem Thema des altersübergreifenden Lernens. Was anfänglich wie eine Revolution aussah und vor einigen Jahren sogar für Aufruhr unter den Eltern sorgte, ist mittlerweile als interessante neue Lernform bei den Eltern angekommen. Die anfängliche Skepsis ist Offenheit gewichen. "Es ist gut vorstellbar, mittelfristig in den Klassenstufen eins bis drei in gemischten Klassen zu unterrichten. Wir werden das aber nicht übers Knie brechen. Es geht auch nicht ums Experimentieren. Wir wollen helfen, dass sich die Kinder gut entwickeln können und wir wollen unser Konzept dabei immer weiter fortschreiben", sagt Schulleiterin Sonja Hannig.

Kinder, die schneller sind, können im jahrgangsübergreifenden Unterricht schon mit neuem Stoff gefordert werden. Kinder, die mehr Zeit brauchen, können anders gefördert werden. Der Vorbereitungsaufwand für die Unterrichtsstunden ist aber deutlich höher. Das Haus hat für diese Lernform mehrere Standortvorteile: Die Schule ist klein, alle Kinder kennen sich. So fällt das Mischen der Altersgruppen leicht.

Unter dem Dach des Christlichen Lernraumes sind Schule und Hort ein großes Ganzes. Die Horterzieher arbeiten nach festem Stundenplan als pädagogische Unterrichtsbegleiter gemeinsam mit dem Klassenleiter in der Klasse. So sind in vielen Unterrichtseinheiten zwei Pädagogen dabei. Am Nachmittag hat diese Konstellation den Vorteil, dass die Horterzieher genau über den Stoff und die Stärken und Schwächen ihrer Schützlinge Bescheid wissen, wenn sie ihnen bei Hausaufgaben und Übungszeit über die Schulter schauen.

q An der Evangelischen Grundschule und dem Christlichen Hort in Technitz lernen und spielen derzeit 90 Kinder. Seit Schuljahresbeginn leitet Sonja Hannig die Schule, stellvertretende Schulleiterin ist Bärbel Turek. Der Hort wird von Michael Ritter geleitet.

q Träger der Freien Schule ist der 1999 gegründete Christliche Schulverein Technitz. Insgesamt arbeiten im Christlichen Lernraum Technitz 20 pädagogischen und technische Mitarbeiter.

q In Verbindung mit dem Hort bildet die Schule den Christlichen Lernraum und ist eine Ganztagsschule. Pro Woche werden mehr als 15 Ganztagsangebote unterbreitet.

q Die Bildungseinrichtung ist seit 2008 als "Gesunde Schule" und als "Sichere und bewegte Schule" zertifiziert.

Thomas Sparrer

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