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Döbeln Teilnehmerrekord gebrochen
Region Döbeln Teilnehmerrekord gebrochen
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21:21 14.09.2014
Döbeln

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"Schwimmen für Demokratie und Toleranz - Ich bin dabei" hieß das Sportereignis, veranstaltet von der Stadt Döbeln und dem Sächsischen Innenministerium, und diente dem Ziel, auf zwei der obersten Grundwerte in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Der Wettbewerb fand in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Wie auch in den bisherigen Ausrichterstädten Eilenburg/Oschatz, Zwickau und Plauen sollten in Döbeln möglichst viele Teilnehmer innerhalb von sechs Stunden eine möglichst hohe Gesamtzahl von Schwimmkilometern zurücklegen. Der Gastgeber im nächsten Jahr steht auch schon fest: die Stadt Kamenz. Gefreut haben sich die Döbelner über einen neuen Rekordwert: Mit 430 Schwimmern liegen sie knapp über dem bisherigen Rekordhalter Plauen (426 Schwimmer). Der beste Schwimmer legte gestern im Becken 14 Kilometer zurück. Dennoch lag Döbeln unter der erhofften Teilnehmerzahl von 500. Auch mit den insgesamt geschwommenen 770 Kilometern lag Döbeln deutlich hinter dem Rekordhalter Plauen (1060 Kilometer).

Bereits im letzten Jahr war die Veranstaltung geplant, musste aber aufgrund des Juni-Hochwassers ausfallen. "Das gesamte Gelände war überflutet, ein katastrophaler Zustand. Der Badebereich war verschlammt und die technischen Anlegen im Gebäude kaputt," erinnerte sich Michael Thürer, Sachgebietsleiter Sport bei der Döbelner Stadtverwaltung. Umso mehr freuten sich die Veranstalter, das Ereignis in diesem Jahr auszurichten. Beim Nachholtermin waren nicht nur klassische Vereine, die der Sächsische Schwimmverband und der Kreissportbund Mittelsachsen angeworben hat, vertreten. Jeder Schwimmbegeisterte, ob jung oder alt, konnte sich anmelden und seine Kräfte im Hallenbad unter Beweis stellen. Manche scheuten sich nicht, im Freibad zu schwimmen - trotz des regnerischen Wetters. Mehr als 50 Helfer und Vereinsmitglieder betreuten die Auswertung und sprangen selbst ins Becken. Zu ihnen zählten Cynthia Berger und Tom Hartmann von der Wasserwacht Döbeln. Beide Jugendliche waren dafür verantwortlich, die geschwommenen Bahnen von jeweils fünf Schwimmern zu zählen. "Es war teilweise schwierig zu unterschieden, wer gerade eine Bahn vollendet hatte. Alle trugen weiße Badekappen und die Starternummern waren an der Seite der Kappen notiert ," sagte Hartmann. Intoleranz kennen beide nur vom Hörensagen. "Ich mache mit, weil es Spaß macht zu schwimmen und ich finde es wichtig, dass Menschen andere tolerieren," sagte Berger zum Motto der Veranstaltung. Am Rande des Wettbewerbes konnte sich über verschiedene Projekte informiert werden, so auch über die Initiative für mehr gesellschaftliche Verantwortung im Breitensport-Fußball, die über Sexismus und Rassismus aufklärte.

Victoria Graul

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