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Döbeln Temperaturtief stoppt Kanalarbeiten in Hartha
Region Döbeln Temperaturtief stoppt Kanalarbeiten in Hartha
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00:36 26.02.2018
Der Kanalbau in der August-Bebel-Straße in Hartha ruht witterungsbedingt. Quelle: Gerhard Dörner
Hartha

Gerade erst begonnen, da sorgt der Einbruch des Winters für einen Baustopp in der August-Bebel-Straße: Wo in zwei Bauabschnitten ein neuer Mischwasserkanal entstehen soll, sind Temperaturen unter dem Nullpunkt nicht nur hinderlich, sie entfalten zerstörerische Kräfte. Daher hat die Reif Baugesellschaft, die für den Abwasserzweckverband (AVZ) „Untere Zschopau“ den Kanal baut, ihre Maschinen vorerst gestoppt. Der Fuhrpark ist abgezogen und wartet aufreiht auf bessere Witterung. Das bereits ausgehobene Loch in der Bebel-Straße ist erst einmal wieder aufgeschüttet.

Bauarbeiten ruhen

Bis August, schätzte der Abwasserzweckverband (AVZ) „Untere Zschopau“, werden der Bau und die Verkehrseinschränkungen noch andauern. Ob sich dies nun verschiebt, hängt davon ab, wie lange der zurückgekehrte Winter die Region im Griff hat. Frost bis zu minus 20 Grad sagen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die kommenden Nächte voraus. Ab Samstagnacht sollen die Temperaturen durch Luft aus dem Norden Europas rapide sinken. Sonntagabend steht laut dem DWD die bislang kälteste Nacht des Jahres bevor.

Winter kehrt vor meteorologischem Frühlingsanfang zurück

Einen kleinen Vorgeschmack erlebte die Region in den vergangenen Tagen. Bereits Freitag fegte der Wind eisig über die flächigen Hügel bei Saalbach. Er wird so auch in den kommenden Tagen erwartet und dafür sorgen, dass die Temperaturen noch kälter erscheinen. Der Frühling, der bereits nah schien, lässt bis auf Weiteres auf sich warten. So ruht auch das Leben in den Kleingärten. In der Gartengruppe „An der Sternwarte“ war am Freitag kein Laubenpieper zu sehen.

Baumberäumung dank festem Grund nun möglich

Ein paar Meter weiter könnten sinkende Temperaturen jedoch für Bewegung sorgen. Während der Winter andernorts die Arbeit darniederliegen lässt, könnte er im Stadtwäldchen sogar helfen: Das bietet, nachdem Sturmtief Friederike im Januar hindurchgefegt war, noch immer ein Bild der Zerstörung. „Insofern kommt uns der Frost hier entgegen“, bestätigt Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos). Fester, gefrorener Boden erleichtere die Räumarbeiten. Diese laufen, so Kunze, kontinuierlich weiter. Auf Frost hofften auch die Steinaer. Dort verhinderte Feuchtigkeit im Boden, dass Bäume, die bereits Sturm Herwart umgepflügt hatte, mit schwerem Gerät zerlegt und transportiert werden konnten.

Von Manuel Niemann

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