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Döbeln Teure Rutschpartie in Masten
Region Döbeln Teure Rutschpartie in Masten
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20:56 27.03.2012
Zwei der abgerutschten Stellen am Hang bei Döbeln-Masten. Quelle: O. Büchel

War in den zurückliegenden beiden Jahren der südliche Hang des tiefen Straßeneinschnittes betroffen, sind jetzt größere Einzelflächen der Nordböschung abgerutscht - auf einer Länge von rund einhundert Metern zwischen den Abzweigen Stockhausen und Talstraße. Die Last des abgerutschten Materials war so groß, dass die ausgelegten Gewebematten, die eigentlich ein besseres Anwachsen des Grases am Hang ermöglichen sollten, gerissen sind. Es gibt vier größere Stellen, an denen die Böschung erheblich lädiert ist. Bei genauerem Hinsehen sind weitere schadhafte Bereiche zu entdecken, die spätestens nach dem nächsten Winter abrutschen werden, wenn nicht gehandelt wird.

Ob das zuständige Landesamt für Straßen und Verkehr in Chemnitz/Zschopau über die Schäden bereits informiert ist und wie reagiert wird, wollte diese Zeitung gestern wissen. Eine Antwort stand bis Redaktionsschluss aus.

Mit großer Wahrscheinlichkeit müssen die desolaten Hangstellen wieder umfangreich mit Schotter gesichert werden. Da im Gegensatz zur Süd-Böschung zwischen Hangfuß und Umgehungsstraße mehrere Meter Platz sind, dürfte zumindest keine Vollsperrung der Bundesstraße 175 erforderlich sein.

Zur Ursache der vorangegangenen Schäden hatte der damalige Leiter des Straßenbauamtes Chemnitz, Karsten Mühlmann, erklärt: In den Hängen, die durch den Einschnitt für die Straße entstanden sind, zirkuliert Wasser. "Das wird zum Problem, wenn die Oberfläche im Winter gefriert. Dann staut sich das Wasser hinter der Eisschicht und der Hang rutscht ab."

Anwohner, wie der Bergmann im Ruhestand, Volkmar Lange, monieren, dass es nicht genügend Voruntersuchungen gab und auch während des Baugeschehens nicht auf die sichtbaren Gegebenheiten reagiert wurde. Dazu äußerte Mühlmann, dass die Voruntersuchungen irgendwann teurer seien, als der eigentliche Erdbau. Wie teuer die bereits erfolgten Nacharbeiten waren und die noch notwendigen Reparaturen sein werden - diese Antwort steht vom Landesamt für Straßen und Verkehr, dem Nachfolger des Straßenbauamtes, allerdings ebenfalls noch aus.

Olaf Büchel

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