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Döbeln Theater plagen Geldsorgen
Region Döbeln Theater plagen Geldsorgen
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21:55 07.11.2014

Diese soll öffentlich sein, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung Freiberg mitteilt. "Ich habe mit meinem Freiberger Amtskollegen Bernd-Erwin Schramm gesprochen und wir denken, dass wir eine gemeinsame Sitzung abhalten sollten", sagte Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) zur jüngsten Stadtratssitzung. Zuvor hatte die Geschäftsführerin der Mittelsächsischen Theater- und Philharmonie gGmbH, Dr. Christine Klecker, auf eine finanzielle Lücke hingewiesen. So geht es um eine Differenz von etwa 600 000 Euro, die sich zwischen den Zuschüssen (5,9 Millionen Euro) und der Bilanz des Theaters (6,5 Millionen Euro) auftut.

"Diese Deckungslücke ist durch gestiegene Sachkosten und höhere Tarifabschlüsse entstanden", sagt Dr. Christoph Nieder, Pressesprecher des Mittelsächsischen Theaters. Bereits der Kreis sprang hier ein und überwies 200 000 Euro. Darüber zu befinden hatte der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistages, wo es zu Knatsch zwischen dem Döbelner Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer und dem Reinsberger Bürgermeister Bernd Hubricht (beide CDU) kam. Bernd Hubricht warf Döbeln vor, mit der Kürzung seiner Zuschüsse ans Theater ins laufende Haushaltsjahr eingegriffen zu haben und hielt das für bedenklich. OB Egerer erklärte die Kürzung mit der angespannten finanziellen Situation Döbelns nach der Flut (die DAZ berichtete). Theatersprecher Dr. Nieder wertet die anstehende gemeinsame Stadtratssitzung Döbeln-Freiberg als "sehr positives Zeichen für das Theater".

Zurzeit ist noch unklar, mit welchem Zuschuss vom Kulturraum das Theater in Zukunft rechnen kann. "Eine höhere Förderung ist nur möglich, wenn der Freistaat mehr gibt", machte Theatergeschäftsführerin Dr. Klecker zur jüngsten Döbelner Stadtratssitzung deutlich. Konkrete Aussagen dazu wird es wohl aber erst geben, wenn die Koalitionsregierung des Freistaates aus SPD und CDU komplett steht. Dr. Klecker machte auch auf eine ungleiche Förderpraxis aufmerksam: "Wir zählen als städtische Einrichtung und bekommen dadurch weniger, als zum Beispiel die Erzgebirgische Theater- und Orchester GmbH, die als Kreis-Einrichtung zählt. Wir hätten gerne, dass wir gleichbehandelt werden. Ich komme mir immer so schäbig vor, wenn ich betteln muss um das Geld."

Dirk Wurzel

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