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Döbeln Theatercafé mit Miriam Sabba im Döbelner TiB
Region Döbeln Theatercafé mit Miriam Sabba im Döbelner TiB
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21:12 08.01.2012
Miriam Sabba hat gestern im TiB des Döbelner Theaters nicht nur überzeugend gesungen. Sie und Studienleiter Alexander Livenson (l.) berichteten auch von Ihrer Ausbildung und aus ihrem Alltag. Quelle: W. Sens
Döbeln

Trotzdem: Sängerin war und ist ein Traumberuf für die gebürtige Wuppertalerin. Das war gestern nach einer kurzweiligen Stunde im Theatercafé Döbeln klar. Chefdramaturg Hagen Kunze spazierte mit den Besuchern durch Sabbas Biografie und stellte dem Publikum außerdem erstmals offiziell Alexander Livenson vor, den Studienleiter des Theaters.

Mit 17 Jahren fing Miriam Sabba an, Gesangsunterricht zu nehmen - heute gibt die 33-Jährige selber welchen und muss junge Mädchen von dem Irrglauben abbringen, in zwei Wochen finalreif für "Deutschland sucht den Superstar" singen zu können. Denn dass eine professionelle Sängerin einen schönen, aber harten Job hat, das wurde gestern mehrmals deutlich. Auch für Miriam Sabba war spätestens beim Studium in Wuppertal klar: Hier geht es nicht "nur" um Gesang. "Gustav Mahler hat den Begriff ,Musiktheater' geprägt", erläuterte Hagen Kunze. Das heißt: Sänger lernen in ihrer Ausbildung auch schauspielen und tanzen. Auf Sabbas Lehrplan stand sogar Ballett. Nach dem Studium arbeitete sie kurz für die Landesbühnen Schleswig-Holstein in Flensburg, setzte sich dann unter 30 bis 40 Bewerberinnen in Freiberg durch. Bald wechselt sie an die Landesbühnen Sachsen.

Alexander Livenson arbeitet als Studienleiter oft im Hintergrund. Geboren in Riga, verließ er die Sowjetunion in den 70ern, ging nach Israel, war später unter anderem in Frankreich sowie an der Semperoper tätig. Als Studiendirektor ist er unter anderem dafür zuständig, die Partituren mit den Sängern einzustudieren, er sorgt für den Schliff. Da kann es ziemlich zur Sache gehen. Klare Worte müssen fallen, wenn etwas nicht passt, erklärte Livenson, "egal, wie es am Ego kratzt". Und wenn ein Sänger bei der Abendprobe nochmal die Fehler vom Vormittag macht, wird Livenson ungeduldig. Dieser Mann will nichts zweimal sagen müssen. Er arbeitet aber gern am Mittelsächsischen Theater; die Sängerinnen und Sänger wollten seine Anregungen umsetzen, berichtete er.

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