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Döbeln Thomas Caro: „Reparaturen fallen nach so einer Ruhepause eigentlich immer an“
Region Döbeln Thomas Caro: „Reparaturen fallen nach so einer Ruhepause eigentlich immer an“
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00:35 08.04.2018
Ab Sonnabend fahren die Schiffe wieder. Zweckverbandschef Thomas Caro hofft in dieser Saison an Erfolge von 2016 anknüpfen zu können. Quelle: Sven Bartsch
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Kriebstein

Eine Woche später als geplant startet am Sonnabend die Schifffahrtsaison an der Talsperre Kriebstein – nicht ohne ein paar Handgriffe im Vorfeld. „Reparaturen fallen nach so einer Ruhepause eigentlich immer an“, sagt Thomas Caro, Geschäftsführer des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre. „Es hat sich dieses Jahr aber Gott sei Dank nichts Größeres herausgestellt.“ Der Frost hat einige Druckspüler auf dem Gewissen und die Brauchwasserpumpe eines Rundfahrtschiffes ist ebenfalls zerfroren. Bis zum Wochenende kümmern sich Experten um die Kähne. Vor Ort im Einsatz sind etwa Ingenieure der Werft, Schiffselektriker und Klempner. „Das erste Rundfahrschiff ist schon fertig und das zweite ist gerade auf Testrunde“, sagte Caro noch am Mittwoch. „Die erforderlichen Abnahmen und den technischen Probelauf können wir mit Gästen an Bord gar nicht machen. Denn deren und die technische Sicherheit geht vor.“

An Erfolge von 2016 anknüpfen

Caro hofft in dieser Saison auf zahlreiche Besucher. Über die Osterfeiertage kamen bereits 3.500 Gäste an die Talsperre. Ob der Verspätete Start in die Schifffahrtsaison spuren hinterlassen wird, ist indes noch nicht abzusehen. „Ich hoffe, wir spüren den Einschnitt nicht. Zu Beginn der Saison lässt sich das noch nicht genau sagen“, erklärt Caro. Der Geschäftsführer hofft, am Saisonende wieder an die 2016 vorgelegten Zahlen heranzukommen. „Damit wären wir sehr zufrieden. Letztes Jahr hat bei uns der Straßenbau schon zu erheblichen Umsatzeinbußen von zwölf Prozent geführt.“ Und das Wetter könne man sowieso nicht beeinflussen. „So ziemlich alle Freiluftevents in der Region hatten wegen des Wetters rückläufige Besucherzahlen zu verzeichnen. Das hat auch bei uns keinen Halt gemacht“, so der Geschäftsführer.

Geplante Weiterentwicklung der Talsperrenregion

Auf weiterhin gute Entwicklung hofft man nicht nur beim Zweckverband, sondern auch in der Gemeinde Kriebstein. Erst zur jüngsten Gemeinderatssitzung war die Talsperrenregion Thema. Bereits im vergangenen Jahr entschied sich die Gemeinde mit Zustimmung der Gemeinderäte, sich am Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ zu beteiligen. „Bei Einreichung unseres Konzeptes scheiterten wir an den Förderbedingungen – unsere Maßnahmen wären für die Region nicht überregional von Bedeutung und würden nicht alle Kriterien erfüllen“, erläuterte Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler) Ende letzten Monats. „Darüber hinaus waren die zur Verfügung stehenden Fördermittel schon mehr als überzeichnet. Unser Antrag wurde abgelehnt.“ Doch der Wind hat sich gedreht und die Maßnahmen gelten nun als förderfähig. Als „dringend notwendig“ wird im entsprechenden Entwicklungskonzept etwa die Sanierung der Ufermauern und des Fähranlegers beschrieben. Auch die nachhaltige Aufwertung der Seebühne in mehreren Teilvorhaben wird in dem Papier umrissen. Dazu gehören neue Sanitäranlagen, ein Sonnensegel über den Zuschauertribünen und zusätzliche Emporenplätze. Investieren will der Zweckverband dafür bis zu 2,5 Millionen Euro. Die Pläne stellten Ralf Schreiber (CDU), als Oberbürgermeister des Stadt Mittweida Vorsitzender des Zweckverbandes, und Thomas Caro erst im vergangenen November dem Gemeinderat vor.

Von André Pitz

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