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Döbeln Thomas Kupper: Zurück beim Döbelner SC
Region Döbeln Thomas Kupper: Zurück beim Döbelner SC
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20:12 17.06.2013
Diesmal nicht als Nachwuchstrainer - wie hier vor über zehn Jahren, sondern für die Landesliga-Herren des Döbelner SC zurück aus Riesa: Thomas Kupper.

Damit spielen die Döbelner weiter dort, wohin Thomas Kupper sie vor zehn Jahren wieder hatte führen sollen. Im November 2002 hatte er von Gerd Hentzschel den Trainer-Job übernommen, nachdem dieser Mitte der Saison 99/2000 Wolfgang Dufner ablöste. Ein wenig kurios ist es schon, dass jetzt erneut Kupper Hentzschels Nachfolger ist. Letzterer hatte gemeinsam mit Rene Müller das entstandene Trainer-Loch gestopft, nachdem Axel Frank zum großen Bedauern des Vereinsvorstandes sein Amt vor ein paar Wochen hingeworfen hatte, weil er die Mannschaft nicht mehr erreicht hat (DAZ berichtete).

Über die Neubesetzung entschieden wurde am Sonntag und nach Aussage von DSC-Präsident Heiner Hellfritzsch lediglich über den Cheftrainer-Posten - über Co- und Torwarttraineramt werde erst befunden, wenn Thomas Kupper aus dem Urlaub zurück ist. Etwa zwölf Anfragen vor allem aus dem Raum Leipzig habe es für den Trainerposten beim DSC gegeben, Thomas Kupper haben sich die Döbelner "selbst ausgesucht".Dem 46-Jährigen, der dem Anforderungsprofil des Döbelner Vorstandes in jeder Hinsicht entspricht, sei es egal gewesen, ob er nächste Saison eine Bezirks- oder Landesliga-Mannschaft trainiert. Und das ist nur eine Eigenschaft, die die DSC-Verantwortlichen an dem Riesaer schätzen. Thomas Kupper steht in jeder Beziehung für Weiterentwicklung von Spielern und dafür, diese Spieler nicht von irgendwoher zuzukaufen, sondern aus dem eigenen Nachwuchs zu rekrutieren. "Wir denken, dass es mit ihm möglich ist, nach Steffen Eichhorn und Axel Frank, die beide fachlich schon sehr gut waren, noch eine Stufe höher zu klettern", so Fußball-Vorstand Holger Schmidt, der Thomas Kupper nicht nur aus eigenen Landesliga-Zeiten kennt, sondern auch den Kontakt bis heute hat nicht abreißen lassen. "Thomas Kupper kann junge Leute ansprechen, abholen und voranbringen", schätzt Schmidt ein. "Und ja, wir haben eine Mannschaft mit schwierigen Charakteren und sehr jungen Spielern - Thomas Kupper ist genau der Richtige dafür, sie zu formen und weiterzuentwickeln."

Seit seinem 20. Lebensjahr ist Thomas Kupper Fußballtrainer. Der diplomierte Sportwissenschaftler und DFB-Trainer mit A-Lizenz war zuletzt Coach der zweiten Vertretung der BSG Stahl Riesa und Geschäftsführer der Fußballakademie Riesa, könnte - ganz theoretisch - Bundesliga-Teams trainieren. Macht er aber nicht, er kommt nach Döbeln und freut sich auf diese Aufgabe. 31 Jahre lang hat er selbst aktiv gespielt, leidenschaftlich. Seine Karriere begann in seiner Heimatstadt Riesa, als A-Jugend-Spieler bestritt er in der Juniorenauswahl sieben Länderspiele, trainierte unter Walther Fritzsch. Im Oberliga-Kader von Stahl Riesa ging es weiter. Zweitligist Aktivist Schwarze Pumpe und dann wieder Riesa waren nächste Stationen, bevor er sich nach der Wende für Döbeln entscheidet - als Spieler im Landesligateam und Nachwuchs-Trainer.

Manuela Engelmann

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