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Döbeln Tierisches Frühlingsfest in Ostrau
Region Döbeln Tierisches Frühlingsfest in Ostrau
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06:02 14.05.2018
Die Papageien waren de heimlichen Stars des Ostrauer Tierheimfestes. Quelle: Bartsch
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Ostrau

Besseres Wetter hätte es zum Frühlingsfest des Tierheims Wiesengrund in Ostrau wohl kaum geben können. So zog es Besucher aus der Region nahezu magnetisch auf das Tierheimgelände – diesen Anschein machte es jedenfalls am Sonnabendnachmittag. Doch der strahlend blaue Himmel war mit Sicherheit nur eine kleine Motivationshilfe, in die Lommatzscher Straße zu kommen. Denn wahrlich unwiderstehlich war das Programm, das die Organisatoren rund um Petra Franz-Bohn im Wiesengrund auf die Beine gestellt wurde.

Befreundete Vereine zu Gast

So hatte das Tierheim unter anderem die Ostrauer Rassegeflügelzüchter mit einigen besonders prachtvollen Exemplaren zu Gast. Auch an den Tieren des Rassekaninchenzüchtervereins konnte kaum ein jemand vorbeigehen, ohne sich wenigstens ein bisschen in die flauschigen Hoppler mit den Schlappohren zu verlieben. Besonders viele Blicke zog ein Paar Gelbbrustaras auf sich. Die beiden achtjährigen Tiere mit prächtig blau-gelbem Gefieder genossen die Aufmerksamkeit sichtlich und nahmen gerne auf den ausgestreckten Armen der interessierten Besucher Platz. Auch vom Tuckern im Hintergrund ließen sich die exotischen Vögel nicht irritieren. Denn ab und zu ließen die Ostrauer Traktorfreunde ihre alten Maschinen von John Deere über Deutz bis hin zum knallorangenen und damit unübersehbaren Pampa Bulldog an.

Sachsenkind Friedlinde sorgt für Stimmung

Schattige Plätze waren am Sonnabend rar gesät. Deshalb war das Festzelt auch immer gut gefüllt – natürlich auch, weil dort Kaffee, Kuchen und Unterhaltung geboten wurden. Das Highlight am Nachmittag: der Auftritt von Petra Hoffmann in ihrer Rolle als Sachsenkind Friedelinde. Immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen, einem Arsenal an frechen Witzen und schwungvollen Liedern sorgte die Komödiantin und Musikerin für Stimmung. Dabei ratterte das Sachsenkind keineswegs stur ein vorbereitetes Programm herunter, sondern improvisierte immer wieder mit dem Publikum. So bekam jeder sein Fett weg. „Wo seid ihr her?“, fragte die Künstlerin. Als dann eine Gruppe „Aus Waldheim“ entgegnete, fiel Friedelinde aus allen Wolken: „Ach du Schande! Aus dem Heim? Wann müsst ihr denn wieder rein?“ Sicher war während des Auftritts keiner, doch die Opfer nahmen es sportlich. Und apropos sportlich: Bewegung durfte natürlich auch nicht fehlen. Denn als das Sachsenkind „Trink, trink, Brüderlein trink, lass doch die Sorgen zu Haus!“, trällerte, schunkelte das ganze Festzelt mit.

Hunde dösen im Schatten

Etwas ruhiger ging es hingegen bei den Tieren im Außenbereich – abseits von Sachsenkind, Traktoren, Tombola und Grill – zu. Dort dösten die Hunde im Schatten und badeten in Aufmerksamkeit, die ihnen durch Groß und Klein zuteil wurde. Ausnahmen gab es natürlich auch. Denn ein Husky ließ sich auch von den sommerlichen Temperaturen nicht bändigen. Eiskalt waren lediglich seine tiefblauen Augen, mit denen er den Besuchern hinreißende Blicke durch das Tor zuwarf und vielleicht ein Herz für sich gewinnen konnte.

Von André Pitz

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