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Tobias Horschke: Chorleiter im Interview

Tobias Horschke: Chorleiter im Interview

Er gehört zu den Künstlern, die am Theater meist hinter den Ku-lissen wirken. Doch ohne die Arbeit von Chorleiter Tobias Horschke (32) würde vieles auf der Bühne nicht funktionieren.

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Tobias Horschke

Döbeln. Der neue Chordirektor des Mittelsächsischen Theaters spricht im DAZ-Interview über seine Arbeit am Haus.

 

Die Eingewöhnungszeit ist vorbei: Wie lautet das erste Resümee?

 

 

Der Anfang war natürlich aufregend. Ich war zuvor stellvertretender Chordirektor in Halle, nun bin ich selbst Chef eines Chores. Zunächst war es wichtig, Sänger und alle anderen Mitarbeiter des Hauses sowie dessen Abläufe kennenzulernen. Aber so viel Zeit blieb dafür gar nicht, denn schon drei Wochen nach meinem Arbeitsbeginn gab es mit "My Fair Lady" die erste Premiere: Wenig Zeit also, um einmal durchzuatmen.

 

Und wie war die erste Begegnung mit dem Chor?

Die Sänger hatte ich ja schon beim Bewerbungsdirigat erlebt. Sie sind of-fen und neugierig. Ich habe sicher eine andere Handschrift als mein Vorgänger, weiß aber, dass man nicht alles von heute auf morgen ändern kann - gerade bei einem so gut eingesungenen Klangkörper wie diesem Chor.

Nach der Premiere ging es im Eiltempo weiter: Wiederaufnahmen, ein Schülerkonzert, der "Tannhäuser"-

Das ist wirklich ein ambitioniertes Programm. Da ist es wichtig, dass wir von Anfang an gewissenhaft arbeiten. Und es geht mir nicht nur um richtige Töne. Mir liegen auch Aussprache oder Gestaltung am Herzen. Musiker wissen, dass es immer Reserven gibt.

Sie leiten einen sehr kleinen Chor: Wie studieren Sie mit 16 Sängern den "Tannhäuser", der an anderen Opern mit 60 Choristen geboten wird?

Wir werden für diese Produktion den Chor aufstocken. Schon jetzt haben wir dafür 25 Sänger, am Ende sollten es 30 sein. Mehr geht in Döbeln und Freiberg nicht, dann ist die Bühne voll.

Wie sieht die typische Arbeit eines Chordirektors am Theater aus?

Es gibt zweimal täglich eine zweistündige Chorprobe. Wenn das Orchester dabei ist, kann die Probe auch drei Stunden lang gehen. Zunächst erarbeiten wir die Werke erst in den Stimmgruppen, dann im Ensemble. Das ist wie bei jedem anderen Chor auch. Der Unterschied zu einem Opernchor ist, dass die Sänger ihren Part stets auswendig lernen müssen. Und wenn die szenischen Proben beginnen, soll alles, was wir bis dahin trainiert haben, immer noch sitzen. Das heißt: Wenn Choristen auf der Bühne tanzen, dann darf der Gesang nicht darunter leiden.

Was haben Sie in den letzten Wochen von Döbeln kennengelernt?

Erstaunlich viel. Die Proben zu "My Fair Lady" waren ja hier, in den Pausen bin ich viel durch die Stadt gelaufen, die mir sehr gefällt. Das Theater passt hier gut hin, man merkt, dass es den Menschen wichtig ist. Ich wohne in Dresden und fahre täglich - die Fahrzeit nach Döbeln ist sogar ein wenig kürzer als die nach Freiberg.

Interview:

Hagen Kunze

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