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Toleranz ist ein Kinderspiel: Schulbergstrolche treiben’s bunt

Ferienspiele Toleranz ist ein Kinderspiel: Schulbergstrolche treiben’s bunt

Mittelsachsen setzt den Aktionsplan „Toleranz ist ein Kinderspiel“ mit Fördergeld des Bundesprogrammes „Demokratie leben“ und dem Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“ um. Der Waldheimer Hort hatte sich erfolgreich um die Förderung beworben und nun gezeigt, dass das Geld sinnvoll angelegt ist.

Farbe im Gesicht bringt Spaß im Hort: Die Grundschüler hatten vergangene Woche das Thema Toleranz in den Ferienspielen.

Quelle: Dirk Wurzel

Waldheim. In den Ferienspielen balancierten die Schulbergstrolche am Donnerstag über das Seil. Und jonglierten. Und malten sich die Gesichter an. Am Ende klebten sie rote Punkte in kreisrunde Fläche, die an eine Zielscheibe erinnert. Je näher so ein roter runder Klebeklecks dem Mittelpunkt kam, desto besser gefielen die Angebote des Tages, desto mehr waren die Kinder auch mit sich selbst zufrieden. Das Ergebnis zeigte: Es lief gut, nur ein Punkt befand sich außerhalb des Kreises. Die anderen lagen ziemlich nahe am Zentrum.

Seit einer Woche läuft nun schon das Projekt „Toleranz ist ein Kinderspiel“ im Schulhort. Erzieherin Ina Peksen hat das organisiert, den Döbelner Treibhaus-Verein mit an Bord genommen. Der wiederum war unter anderem mit den Sozialarbeitern Sophie Spitzner und Johannes Gersten vor Ort. Sie betreuten den Schminkstand im Klassenzimmer, wo sich die Kinder selbst die Gesichter anmalen konnten. T-Shirts bedrucken ging übrigens auch, denn die Treibhaus-Leute hatten ihre Siebdruckwerkstatt dabei. Carla Müller und Marco Lenz hatten ebenfalls schwer zu schleppen. Sie hatten eine Art Schwebebalken mitgebracht, bei dem ein Stahlseil gespannt war. Die beiden Zirkuspädagogen von Zirkomania waren als Kooperationspartner des Treibhaus für alles zuständig, was mit jonglieren und balancieren zu tun hatte. Und mit Hasche. „Kenn Ihr das schnellste Fangspiel der Welt“, fragte Marco Lenz. Und erklärte, den Schulbergstrolchen dann, dass dabei jeder jeden fängt. „Aber wir müssen da ganz vorsichtig sein.“ Also die Mitspieler nur vorsichtig antippen, worauf diese in die Hocke gehen. Da ist es selbst für den pädagogischen Laien nicht schwer nachvollziehbar, was der Sinn dieses Spieles ist: Rücksicht und Fairness vermitteln und auch die Fähigkeit, zu akzeptieren, nicht immer der schnellste zu sein – nämlich dann, wenn der Mitspieler schneller und geschickter war und einen „gefangen“ hat. Den Gang übers Seil bereiteten die Zirkuspädagogen dann besonders vor, übten zunächst auf der sicheren Fläche mithilfe der Linien, die in der Turnhalle der Grundschule gezogen sind. Es kann das Selbstvertrauen stärken und dafür ist diese Übung wohl auch gedacht, schließlich in etwa einem Meter Höhe auf ganz schmalen Grat zu wandeln. „Die Kinder lernen hier spielerisch, sich in andere hineinzuversetzen und auch mit Konflikten umzugehen“, sagt Ina Peksen. So hatten sich die Schulbergstrolche ein Theaterstück über alle möglichen Konflikte ausgedacht, die Kinder so untereinander haben. Das haben sie am Mittwoch aufgeführt.

Von Dirk Wurzel

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