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Döbeln Tolle Turbine elektrifiziert Döbelner Briefkastenfirma
Region Döbeln Tolle Turbine elektrifiziert Döbelner Briefkastenfirma
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10:05 30.11.2018
Thomas Kolbe, Geschäftsführer der Max-Knobloch Nachfolge GmbH, hat in der Lackiererei eine Gasturbine aufgestellt. Die erzeugt Strom für die Produktion und Wärme für spezielle Anlagen. Quelle: Foto: Sven Bartsch
Döbeln

In der Briefkastenfirma arbeitet ein kleines Kraftwerk. „Die Energiewende ist in Deutschland politisch und gesellschaftlich gewollt. Die Kosten werden auf den Endverbraucher umgelegt, also auf Unternehmen und Privathaushalte“, sagt Thomas Kolbe, Geschäftsführer der Max Knobloch Nachfolge GmbH über die Notwendigkeit, sich über die Energiefrage Gedanken zu machen. „Unsere Mikrogasturbine nutzt die Abwärme, die für Anlagen in der Lackiererei verwenden“, sagt Thomas Kolbe. Bevor Bleche und Kastenprofile in die Lackiererei kommen, durchlaufen sie einen Anlage, die sie auf die Beschichtung vorbereitet. Nach der Reinigung trocknet diese Apparatur die Teile. Die Wärme dafür liefert die Turbine. Deren Abgas geht nicht einfach über den Schornstein in die Umwelt, sondern nutzt dem Betrieb noch.

Warm und elektrisch

„In einem großen Kraftwerk wird meist nur Strom erzeugt und die Abwärme weggeworfen“, sagt Enrico Eydam. Er ist Diplomingenieur für Energietechnik und als Energiecoach für die Industrie- und Handelskammer (IHK) tätig, berät und betreut im Kammerbezirk fast 1600 Firmen. Die Max Knobloch Nachfolge GmbH ist eine davon, die die herstellerneutrale und interessenunabhängige Initialberatung in Anspruch genommen hat. Mit Erfolg: Das kleine Kraftwerk macht es nicht nur warm, sondern auch elektrisch. Es wandelt die chemische Energie des Erdgases in zwei andere Energieformen um: Wärme und Elektrizität. Beides braucht der mittelständische Industriebetrieb, der im Gewerbegebiet Döbeln-Ost einen großen Fertigungsstandort betreibt. Die Gasturbine hat eine elektrische Leistung von 65 Kilowatt. Das Gas bezieht die Max Knobloch Nachfolge GmbH als Döbelner Unternehmen natürlich von den Stadtwerken.

Beleuchtung birgt größtes Spar-Potenzial

„Unsere Mikroturbine hat Enrico Eydam mit begleitet und dabei einen guten Job gemacht“, sagt Thomas Kolbe, der zugleich mittelsächsischer Regionalpräsident der IHK ist. Aber nicht nur Gasturbinen empfiehlt Enrico Eydam den Firmen, die er berät. Die Vorschläge zum Energiesparen sind maßgeschneidert. „Ich schaue auf die Zahlen, analysiere den Verbrauch“, sagt er. Und so kann die Empfehlung dann auch schon mal lauten, die Beleuchtung auf LED umzustellen. In diesem Bereich macht der Energie-Experte bei 76 Prozent der besuchten Unternehmen das größte Potenzial zur Einsparung aus. Danach kommt die Heizung (48 Prozent). Die Gebäudehülle ist mit 13 Prozent die geringste Effizienzreserve.

Vielfältige Fördermöglichkeiten

Auch bei Neubauten wird der Energiecoach aktiv, kann zum Beispiel die Frage klären, ob sich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach lohnt. Aufklären kann er auch über die vielfältigen Fördermöglichkeiten. So gibt der Staat einen Zuschuss auf jede Tonne Kohlendioxid, die Unternehmen durch unterschiedliche Maßnahmen einsparen.

Im vergangenen Jahr fragten die Betriebe überwiegend nach, wie sie Energie effizienter nutzen können und wie sich die Rechtslage bei der Besteuerung des Energieverbrauchs geändert hat. Der Service des Energiecoachs ist exklusiv. Er steht ausschließlich den Unternehmen im IHK-Bezirk Chemnitz zur Verfügung. Die Sächsische Aufbaubank fördert das Projekt Energiecoach über ihre Mittelstandsrichtlinie.

Von Dirk Wurzel

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