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Döbeln Tragnitz: Bronze-Trio im Kirchturm bald komplett
Region Döbeln Tragnitz: Bronze-Trio im Kirchturm bald komplett
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00:38 12.03.2018
Die Künstlerin Maria Ondrej beim Modellieren der Glockenzier auf der Glockenform. Die Taube mit dem Ölzweig ist zu erkennen. Quelle: Maria Ondrey
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Tragnitz

Der 13. März ist ein denkwürdiger Tag für die Tragnitzer Sankt-Pankratius-Kirche: Die bisher noch fehlende dritte, im Dezember neu gegossene Glocke wird angeliefert und in den Glockenturm gehoben. Für den Dienstag, 13. März, ist das geplant, wie Pfarrerin Katja Schulze.

Glockenaufstieg für Vormittag geplant

Ab 9 Uhr wird die Anlieferung in Tragnitz erwartet. Voraussichtlich dauert es den gesamten Vormittag, die Glocke zu den beiden dort bereits vorhandenen in den Turm zu heben. Für den 1. April ist dann die feierliche Glockenweihe geplant. Dann können alle drei Glocken wieder zum Gottesdienst rufen. http://www.lvz.de/Region/Doebeln/Taube-mit-Oelzweig-fuer-Kirche-von-Tragnitz

Das dafür ins Leben gerufene Projekt unter Regie von Pfarrerin Katja Schulze läuft bereits mehrere Jahre. Dahinter steht vor allem das langjährige Bemühen um die Finanzierung der neu zu gießenden Glocken. Denn neben der nicht unwesentlichen Unterstützung über das Landeskirchenamt muss ein Teil in Form von Eigenmitteln aufgebracht werden. Dafür existiert ein Spendenkonto mit der Nummer 16 70 409 020, mit der Bankleitzahl 350 601 90 bei der KD-Bank Dortmund – LKG Sachsen. Empfänger ist „KFS Grimma/Tragnitz“, Verwendungszweck „Kirche Tragnitz“.

Bronzeglocken im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen

Ihre ursprünglichen, ebenfalls aus Bronze bestehenden Glocken verlor die Kirche St. Pankratius zu Tragnitz bereits im Ersten Weltkrieg. Sie wurden zum Zwecke der Materialgewinnung für Kriegsgerät eingeschmolzen. Der Kirchgemeinde ist es demnach ein lang gehegtes Anliegen, wieder Bronzeglocken im Turm läuten zu lassen. Bereits im Oktober 2014 wurden die ersten zwei Glocken in den zuvor sanierten Kirchturm gehoben.

Zier neu, Schriftzüge nach historischem Vorbild

Die Gestaltung der ursprünglichen Glockenzier war nicht mehr zu hundert Prozent nachvollziehbar. Jedoch ist bekannt, welche Bibelsprüche die Glocken jeweils zierten. Auf der Christus-Glocke steht demnach wieder wie auf dem Original „Jesus Christus, gestern und heute und derselbige auch in Ewigkeit“. Die Vater-Glocke trägt die Worte „Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“ Die dritte, die Heilig-Geist-Glocke, trägt den Schriftzug „Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“

Leipziger Künstlerin arbeitet für Tragnitzer Kirche

Die Zier für alle drei Glocken entwarf die Künstlerin Maria Ondrej vom Atelier für Radierungen in Leipzig. Für die Entwürfe der bildlichen Darstellungen auf den neuen Glocken orientierte sie sich an Abbildungen an den Innenwänden beziehungsweise Fenstern des zur Gründerzeit restaurierten Gotteshauses. Die dritte Glocke, die am Dienstag in den Turm gehoben wird, zeigt eine Taube mit Ölzweig. Gegossen wurden alle drei Glocken in der Glocken- und Kunstgussmanufaktur Petit und Gebrüder Edelbrock im nordrhein-westfälischen Gescher.

Von Steffi Robak

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