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Transalp Run: Langstreckler aus Döbelner Region heimgekehrt

Transalp Run: Langstreckler aus Döbelner Region heimgekehrt

Sie haben es geschafft. Und sie haben es gut geschafft: Annett Naumann und ihr Bruder Dirk Schreiber aus Leisnig sind den Transalp Run von Ruhpolding nach Sexten/Italien gelaufen, genauso wie das Team "Sachsenbremse" mit Peter Anker und Udo Seifert aus Döbeln und Hartha (DAZ berichtete).

Sexten/Leisnig/Döbeln.

 

 

 

 

Mit einem Livekonzert und Prosecco endete das achttägige Abenteuer für die Langstreckler, die überwältigt von ihren Gefühlen die Ziellinie in Sexten überquert hatten. "Es ist kaum zu fassen, was für eine Strecke wir da bewältigt haben", erzählen die beiden Leisniger, die als "Geschwister Dream-Team" an den Start gegangen waren. "Im Ziel ist uns dann bewusst geworden, dass wir gemeinsam jeden Meter unter die Füße genommen haben." Nicht ganz geschafft hatten dies Peter Anker und Udo Seifert. Weil letzterer während der Tour Magenprobleme bekam, musste er tageweise pausieren und Peter Anker mit einem "Ersatzpartner" laufen. So auch die siebente und vorletzte Etappe.

42 Kilometer und 2000 Höhenmeter mussten von St. Virgil nach Niederdorf im Pustertal unter die Trail-Schuhe genommen werden. Los ging es auf 2100 Metern Höhe. "Wir mussten erst einen 20 Kilometer langen, schweren und hochalpinen Anstieg bis zur Senneshütte meistern", berichtet Dirk Schreiber. Zum Vergleich: Das ist ein Halbmarathon - für viele Läufer überhaupt das höchste der Gefühle. Und dann auch noch bergauf, bergab und nur ein Bruchteil des insgesamt zu bewältigenden Pensums. "Die wunderschöne, alpine Dolomitenlandschaft hat uns für die Anstrengungen entschädigt", so Annett Naumann. Bei blauem Himmel und Temperaturen um die 23 Grad führte die Strecke einen gefährlichen, teilweise mit Seilsicherung versehenen Abstieg zum Prager Wildsee auf 1500 Meter Höhe. "Der See hat mit seinem wunderschönen türkisfarbenen Wasser zum Baden eingeladen, aber nach der Verpflegung hieß es für uns, den nächsten Anstieg in Angriff zu nehmen." Auf sehr schmalen Steigen ging es wieder hinauf zum Weißlahmsattel und nach den vergangenen Tagen wurde das eine harte Angelegenheit für die Läufer. Bergab zu laufen war nicht leichter. Zwölf Kilometer über ein Geröllfeld mit bis zu 30 Prozent Gefälle forderten noch einmal alle Kraft und Konzentration. Ausgelaugt und mit Schmerzen in den Knien erreichten die beiden Leisniger nach diesmal 7:19 Stunden auf Platz 31 das Ziel in Niederdorf. Peter Anker hatte einen guten Tag. Schon zu Beginn konnte er ein höheres Tempo anschlagen und genoss die Etappe in vollen Zügen und brauchte exakt sieben Stunden.

Auf zur letzten Runde hieß es einen Tag später. Noch einmal galt es 33 Kilometer und 1300 Höhenmeter zu laufen. "Die Stimmung am Start war berauschend, fröhlich und ausgelassen", erinnert sich Dirk Schreiber, der sich genauso wie alle anderen Teilnehmer freute, seinen Traum nun verwirklichen und den Transalp Run finishen zu können. Auf der Strecke wartete ein landschaftlicher Höhepunkt - der Drei-Zinnen-Blick auf 2400 Metern Höhe. Doch zuvor musste der letzte Aufstieg bewältigt werden. Auf 22 Kilometern heizte die Sonne mächtig ein. Erschöpft und glücklich erreichten die Leisniger den Gipfel und "rollten" ins Tal nach Sexten hinunter, um nach 5:14 Stunden und mit Platz 33 ins Ziel zu kommen. Im Gesamtfeld der Mixed-Teams erreichten die Leisniger Platz 20. Udo Seifert und Peter Anker waren wieder gemeinsam am Start. Sie liefen, überwältigt von den vielen Eindrücken und Geschehnissen, gemeinsam über die Ziellinie und bekamen ebenfalls die heiß begehrte Medaille.

"Wir haben unseren Gefühlen freien Lauf gelassen und unseren Mitstreitern gratuliert", so die Leisniger. "Was wir geschafft haben, realisiert man in diesem Moment noch nicht, aber es macht uns stolz." Nach einer Dusche und einem Eisbecher ging es zur großen Pasta- und Abschlussparty, die heiß begehrten Finisher-Shirts wurden mit Stolz getragen.

Sehr ergreifend und zutreffend formuliert empfanden die Geschwister folgender Spruch von der Etappenverpflegung des achten Tages: "This is the Day, to the realized your Dream!" Was bleibt, ist auch das Gefühl, ihr ganz persönliches Abenteuer als Teil einer großen Familie gemeistert zu haben. M. Engelmann

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