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Döbeln "Turnen macht Spaß": Elisabeth Moser ist 101 Jahre alt - Sie wohnt gern im Haus Wappenhensch und lobt die vielen Angebote
Region Döbeln "Turnen macht Spaß": Elisabeth Moser ist 101 Jahre alt - Sie wohnt gern im Haus Wappenhensch und lobt die vielen Angebote
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22:04 19.01.2012
Elisabeth Moser (r.) an ihrem gestrigen Geburtstag mit der besten Freundin Irma Rommer. Moser ist eine von zehn Döbelner Bürgern, die in diesem Jahr 100 Jahre oder älter werden oder es in den vergangenen Januartagen bereits geworden sind. Immerhin ein 103., zwei 102. und zwei weitere 101. Geburtstage sollen noch gefeiert werden. Quelle: Wolfgang Sens

"Bleiben Sie schön gesund, damit wir noch lange gute Nachbarn bleiben", sagen Ruth und Günter Hauptmann, die zum Gratulieren 'rüber gekommen sind. Viele Hände muss die Jubilarin an diesem Tag schütteln - vor allem von Bewohnern des Hauses Wappenhensch.

Dort lebt Elisabeth Moser nun schon seit elf Jahren. "Frau Moser war unsere allererste Mieterin", sagt Winfried Schneider, Geschäftsführer der Volkssolidarität. Bis zum Alter von 90 Jahren hatte die Döbelnerin am Niedermarkt gewohnt - wohlgemerkt in der fünften Etage und ohne Aufzug. Das viele Treppensteigen war dann doch zu beschwerlich. "Die Kinder bauten in der alten Wohnung alles ab und halfen beim Einrichten hier im Wappenhenschhaus", erinnert sich die zierliche, fein gekleidete Frau an den Umzug.

Bereut hat sie diesen Schritt nie. "Hier im Haus wird doch so viel geboten. Man muss es nur nutzen und genießen", sagt die 101-Jährige. Ihre Wohnungsnachbarn versichern: "Auch wenn sie nicht überall mitmacht, dabei ist Elisabeth fast überall." Die Augen wollen nicht mehr so, wie sie will, verrät die ansonsten rüstige Rentnerin. Beim Rommé mischt sie deshalb nur die Karten. Dafür ist Moser beim Sport noch dicke da: "Da bewege ich Arme und Beine. Viel Spaß habe ich dabei. Und hinterher", sagt sie verschmitzt, "geht es immer schön Kaffeetrinken."

Geboren wird Elisabeth Moser in Geringswalde. Mit zehn Jahren zieht sie nach Döbeln, lernt Putzmacherin, macht ihren Meister und sich selbstständig. Bis kurz vor der Wende führt sie das Hutgeschäft mit Werkstatt in der Stadthausstraße. "Die viele Arbeit hat mich jung gehalten", verrät sie das Geheimnis ihres Alters.

Da gerade der Chef der Volksolidarität vor ihrer Nase sitzt, muss sie noch eine kleine Kritik los werden. Zur Sitzecke im Garten des Wappenhenschhauses zu gelangen, sei mit Gehhilfen über den Rasen recht schwierig. Schneider pflichtet bei: "Das ändern wir im Frühjahr. Wir pflastern einen kleinen Weg zu einer neuen Fläche im Schatten der Bäume." Nur damit alles klar ist: Elisabeth Moser hat nicht für sich gefragt, sie braucht noch keine Gehhilfen. Es geht ihr um die (jüngeren) Mitbewohner. Olaf Büchel

Döbeln (obü). Die 49 Wohnungen des altersgerechten Wappenhensch-Hauses an der Oberbrücke sind alle belegt. Die Nachfrage ist riesig. "Ich habe eine Mappe, die ist proppevoll mit Anträgen. Wir könnten das Haus dreimal vermieten", bestätigt Karin Franzmann, Leiterin der Begegnungsstätte der Volkssolidarität, die sich im Gebäudekomplex befindet.

Die Volkssolidarität Döbeln als Eigentümer und Betreiber der Wohnanlage wollte auf dem Grundstück noch eine Tagespflege-Einrichtung bauen und damit eine größere Investition tätigen. "Unsere Tagespflege in der Dresdner Straße mit zwölf Plätzen platzt aus allen Nähten", begründet Franzmann. 20 bis 25 Plätze sollten deshalb in einem Neubau am Haus Wappenhensch entstehen, sowohl die zentrale Lage als auch die Nähe zur bestehenden Wohnanlage wären optimal. "Wir dürfen aber nicht bauen. Es gab einen abschlägigen Bescheid vom Bauordnungsamt des Landkreises", sagt der Geschäftsführer der Volkssolidarität Döbeln, Winfried Schneider. Die Nähe zur Mulde sei das Problem. Es dürften am Fluss keine weiteren Flächen versiegelt werden, beschreibt Schneider die Argumentation der Behörde. Die Volkssolidarität besitze zwar noch ein Grundstück in der Reichensteinstraße. Durch die dezentrale Lage käme es für eine Tagespflege aber nicht in Frage. "Nun bauen wir in einer anderen Stadt", so Schneider. Wo genau, das wollte der Geschäftsführer noch nicht verraten.

Döbeln/Oschatz (red). Die ambulante Palliativversorgung war Thema des Pflegestammtisches Oschatz, den es am Mittwoch im Haus Wappenhensch in Döbeln gab. Die Sozialstation der Volkssoldarität Döbeln beteiligt sich seit 2011 an diesem Stammtisch. Lysann Kasprick, vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Palliativnetzwerk Leipzig, referierte. Hintergrund ist der neue Krankenhausplan des sächsisischen Sozialministeriums, der die Streichung von drei Palliativbetten in der Collm Klinik Oschatz vorsieht. Einig waren sich die Stammtisch-Teilnehmer, dass die Versorgung Sterbender und sterbenskranker Menschen daheim oder in Einrichtungen der stationären Altenhilfe einer höheren Akzeptanz bedarf.

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