Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
"Turnen macht Spaß": Elisabeth Moser ist 101 Jahre alt - Sie wohnt gern im Haus Wappenhensch und lobt die vielen Angebote

"Turnen macht Spaß": Elisabeth Moser ist 101 Jahre alt - Sie wohnt gern im Haus Wappenhensch und lobt die vielen Angebote

Sie geht regelmäßig turnen und tüchtig spazieren an der Mulde. Auf dem Gang ist sie von allen Mitbewohnern am Schnellsten unterwegs. Und wenn ihr jemand beim Umgang mit dem Telefon helfen will, winkt sie ab: "Das kann ich alleine.

Voriger Artikel
Trockenübungen an der Flöte: Musikschülerin aus Diedenhain probt für "Jugend musiziert"
Nächster Artikel
Nur zwei feste Blitzer funktionieren: Die Starenkästen in Leisnig und an der B 169 sind aktiv - die Döbelner Technik ist hingegen veraltet, die Wal...

Elisabeth Moser (r.) an ihrem gestrigen Geburtstag mit der besten Freundin Irma Rommer. Moser ist eine von zehn Döbelner Bürgern, die in diesem Jahr 100 Jahre oder älter werden oder es in den vergangenen Januartagen bereits geworden sind. Immerhin ein 103., zwei 102. und zwei weitere 101. Geburtstage sollen noch gefeiert werden.

Quelle: Wolfgang Sens

Döbeln. "Bleiben Sie schön gesund, damit wir noch lange gute Nachbarn bleiben", sagen Ruth und Günter Hauptmann, die zum Gratulieren 'rüber gekommen sind. Viele Hände muss die Jubilarin an diesem Tag schütteln - vor allem von Bewohnern des Hauses Wappenhensch.

Dort lebt Elisabeth Moser nun schon seit elf Jahren. "Frau Moser war unsere allererste Mieterin", sagt Winfried Schneider, Geschäftsführer der Volkssolidarität. Bis zum Alter von 90 Jahren hatte die Döbelnerin am Niedermarkt gewohnt - wohlgemerkt in der fünften Etage und ohne Aufzug. Das viele Treppensteigen war dann doch zu beschwerlich. "Die Kinder bauten in der alten Wohnung alles ab und halfen beim Einrichten hier im Wappenhenschhaus", erinnert sich die zierliche, fein gekleidete Frau an den Umzug.

Bereut hat sie diesen Schritt nie. "Hier im Haus wird doch so viel geboten. Man muss es nur nutzen und genießen", sagt die 101-Jährige. Ihre Wohnungsnachbarn versichern: "Auch wenn sie nicht überall mitmacht, dabei ist Elisabeth fast überall." Die Augen wollen nicht mehr so, wie sie will, verrät die ansonsten rüstige Rentnerin. Beim Rommé mischt sie deshalb nur die Karten. Dafür ist Moser beim Sport noch dicke da: "Da bewege ich Arme und Beine. Viel Spaß habe ich dabei. Und hinterher", sagt sie verschmitzt, "geht es immer schön Kaffeetrinken."

Geboren wird Elisabeth Moser in Geringswalde. Mit zehn Jahren zieht sie nach Döbeln, lernt Putzmacherin, macht ihren Meister und sich selbstständig. Bis kurz vor der Wende führt sie das Hutgeschäft mit Werkstatt in der Stadthausstraße. "Die viele Arbeit hat mich jung gehalten", verrät sie das Geheimnis ihres Alters.

Da gerade der Chef der Volksolidarität vor ihrer Nase sitzt, muss sie noch eine kleine Kritik los werden. Zur Sitzecke im Garten des Wappenhenschhauses zu gelangen, sei mit Gehhilfen über den Rasen recht schwierig. Schneider pflichtet bei: "Das ändern wir im Frühjahr. Wir pflastern einen kleinen Weg zu einer neuen Fläche im Schatten der Bäume." Nur damit alles klar ist: Elisabeth Moser hat nicht für sich gefragt, sie braucht noch keine Gehhilfen. Es geht ihr um die (jüngeren) Mitbewohner. Olaf Büchel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Döbeln (obü). Die 49 Wohnungen des altersgerechten Wappenhensch-Hauses an der Oberbrücke sind alle belegt. Die Nachfrage ist riesig. "Ich habe eine Mappe, die ist proppevoll mit Anträgen. Wir könnten das Haus dreimal vermieten", bestätigt Karin Franzmann, Leiterin der Begegnungsstätte der Volkssolidarität, die sich im Gebäudekomplex befindet.

Die Volkssolidarität Döbeln als Eigentümer und Betreiber der Wohnanlage wollte auf dem Grundstück noch eine Tagespflege-Einrichtung bauen und damit eine größere Investition tätigen. "Unsere Tagespflege in der Dresdner Straße mit zwölf Plätzen platzt aus allen Nähten", begründet Franzmann. 20 bis 25 Plätze sollten deshalb in einem Neubau am Haus Wappenhensch entstehen, sowohl die zentrale Lage als auch die Nähe zur bestehenden Wohnanlage wären optimal. "Wir dürfen aber nicht bauen. Es gab einen abschlägigen Bescheid vom Bauordnungsamt des Landkreises", sagt der Geschäftsführer der Volkssolidarität Döbeln, Winfried Schneider. Die Nähe zur Mulde sei das Problem. Es dürften am Fluss keine weiteren Flächen versiegelt werden, beschreibt Schneider die Argumentation der Behörde. Die Volkssolidarität besitze zwar noch ein Grundstück in der Reichensteinstraße. Durch die dezentrale Lage käme es für eine Tagespflege aber nicht in Frage. "Nun bauen wir in einer anderen Stadt", so Schneider. Wo genau, das wollte der Geschäftsführer noch nicht verraten.

 

 

 

 

 

 

Döbeln/Oschatz (red). Die ambulante Palliativversorgung war Thema des Pflegestammtisches Oschatz, den es am Mittwoch im Haus Wappenhensch in Döbeln gab. Die Sozialstation der Volkssoldarität Döbeln beteiligt sich seit 2011 an diesem Stammtisch. Lysann Kasprick, vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Palliativnetzwerk Leipzig, referierte. Hintergrund ist der neue Krankenhausplan des sächsisischen Sozialministeriums, der die Streichung von drei Palliativbetten in der Collm Klinik Oschatz vorsieht. Einig waren sich die Stammtisch-Teilnehmer, dass die Versorgung Sterbender und sterbenskranker Menschen daheim oder in Einrichtungen der stationären Altenhilfe einer höheren Akzeptanz bedarf.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Döbeln
  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

Was beschäftigt die Menschen in den kleinen Orten zwischen Döbeln, Waldheim und Hartha? Wir besuchen jene kleinen Dörfer, denen normalerweise wenig Beachtung geschenkt wird, geben einen Einblick in die Geschichte des Ortes und sprechen mit den Bewohnern über früher und heute. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

20.08.2017 - 10:24 Uhr

Gruhne-Elf feiert nach dem Fehlstart vergangene Woche einen späten Heimsieg gegen die Mannen vom Muldezusammenfluss.

mehr