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Typofol will Nachbarbetrieb teilweise rückbauen und rüstet sich für Brückenbau

Döbelner Folienbeschichter Typofol will Nachbarbetrieb teilweise rückbauen und rüstet sich für Brückenbau

Kurz Typofol an der Sörmitzer Straße in Döbeln plant den Rückbau von Teilen des ehemaligen Albert-Polenz-Werksgeländes. Der Döbelner Folienbeschichter hatte die Flächen des Nachbarn 2015 übernommen, als die Werkzeugbauer ins Gewerbegebiet Mockritz umzogen.

Martin Baumgart, Betriebsleiter von Kurz-Typofol in Döbeln, hat für die älteren Gebäudeteile der früheren Albert Polenz KG in der bestehenden Form keine Verwendung und plant diese über 100 Jahre alten Produktionssäle zurückzubauen. Typfol hatte das Gelände des Nachbarn übernommen, als dieser 2015 ins Gewerbegebiet Mockritz umzog.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Einige Bauarbeiten stehen in nächster Zeit auf dem Grundstück der Firma Kurz Typofol an der Sörmitzer Straße in Döbeln an. Der seit über 100 Jahren an dieser Stelle ansässige Betrieb stellt mit aktuell 86 Mitarbeitern Thermotransferfolien her. Das sind speziell beschichtete Folien, die in der Werbe- und Druckindustrie verwendet werden. Das Döbelner Werk direkt am Muldenufer ist innerhalb der Firmengruppe Kurz das Kompetenzzentrum in Sachen Thermotransferfolien. Mit elf Produktionsstätten in Europa, den USA und dem pazifischen Raum sowie mehr als 5300 Mitarbeitern ist die in Deutschland ansässige Kurz-Gruppe Weltmarktführer bei der Herstellung von Heißprägefolien. „Produktionserweiterung sind im Döbelner Betrieb im Moment nicht geplant“, schildert Dr. Martin Baumgart, Geschäftsführer der Kurz Typofol GmbH in Döbeln.

Flächenmäßig erweitert hatte sich der Betrieb zuletzt 2015, als Typofol das benachbarte Firmengelände des der Werkzeugherstellers Albert Polenz KG übernahm. Nach zweimaligem Hochwasser zog das Unternehmen mit seinen Maschinen ins Gewerbegebiet Mockritz um. Typofol übernahm die moderne neugebaute Werkhalle und alle weiteren älteren Firmengebäude des Nachbarn. „Das haben wir für unsere langfristige Standortsicherung getan“, schildert Dr. Martin Baumgart. Im Inneren der neuen Produktionshalle von Polenz investierte Typofol in eine massive Hochwasserschutzmauer. „Ergänzt durch Alu-Schotts in Fenstern und Türen kommen wir auf eine Schutzhöhe von 1,80 Metern“, so Baumgart weiter. In der Halle befindet sich nun die Konfektionierungsabteilung. Die großen Rollen mit Spezialfolien werden hier den Kundenanforderungen angepasst. Das Unternehmen bringt auf als Rohmaterial eingekaufte Folien mit einer speziellen Technologie Farben auf. Diese Thermotransferfolien sind dann dass Verbrauchsmaterial in Thermotransferdruckern, etwa beim Etikettendruck an der Gemüsetheke im Supermarkt. Verwendung finden die Döbelner Thermotransferfolien überall im Handel, der Industrie und der Logistik, wo Barcodes, Texte, Bilder auf Etiketten übertragen werden muss.

Während die ehemalige Werkhalle des Werkzeugbauers Albert Polenz somit weiter genutzt wird, hat Typofol für die älteren und recht verwinkelten Firmengebäude des früheren Nachbarn keine Verwendung. „Der Aufwand diese alte Bausubstanz hochwassersicher zu machen und umzunutzen, wäre nicht vertretbar, zumal wir die Flächen derzeit einfach nicht brauchen“, schildert der Geschäftsführer. Deshalb wird ein Rückbau von Gebäudeteilen geplant und das Gelände später neu gestaltet.

Neu gestaltet wird voraussichtlich ab 2018 auch die Zufahrt der Firma Typofol. Damit der Bau der von der Stadt Döbeln geplanten neuen Muldenbrücke funktioniert und die Sörmitzer Straße mit der Zufahrt zum Klinikum Döbeln, zum Typofol-Werk und nach Sörmitz weiter befahrbar bleibt, wird eine Baustraße über das Typofolgrundstück geführt. Sie wird später, nach Abschluss der Brückenbauarbeiten, zur dauerhaften Zu- und Ausfahrt der Firma. Das hat den Vorteil, dass damit auch die Verkehrsführung auf Sörmitzer Seite der Brücke einfacher wird. Denn das neue Brückenbauwerk kommt etwa 1,5 Meter über dem jetzigen Straßenniveau an. Statt eines großflächigen Knotens vor Typofol kann so die Straße insgesamt auf diese Höhe angehoben werden. „Wir haben mit der Stadt Döbeln eine Vereinbarung abgeschlossen, um so unseren Beitrag für den geplanten Brückenbau und damit für die Allgemeinheit zu leisten“, so der Geschäftsführer des Döbelner Betriebes.

Von Thomas Sparrer

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