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US-Konsul diskutiert mit Harthaer Gymnasiasten über Trump & Co.

Hello, Mr. Consul! US-Konsul diskutiert mit Harthaer Gymnasiasten über Trump & Co.

Rede und Antwort stand der US-Konsul Jon J. Magsaysay am Dienstag im Harthaer Martin-Luther-Gymnasium. Gemeinsam mit den Elft- und Zwölftklässlern sprach er unter anderem über die Beziehung zwischen Deutschland und den USA, was er aus seiner Heimat am meisten vermisst und wie er zu seinem Job gekommen ist.

SPD-Landtagsabgeordneter Henning Homann, US-Konsul Jon J. Magsaysay und Bürgermeister Ronald Kunze (v.l.) gestern Nachmittag am Harthaer Gymnasium.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. Wie unterschiedlich ist das politische Interesse in den USA und Deutschland? Ist das amerikanische Wahlsystem wirklich fair? Mit Fragen löcherten die Elft- und Zwölftklässler des Harthaer Martin-Luther-Gymnasium am Dienstagnachmittag den US-Konsol Jon J. Magsaysay. Gemeinsam mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Henning Homann und Bürgermeister Ronald Kunze schaute der an der Bildungseinrichtung vorbei.

Seit Juli 2016 vertritt Jon J. Magsaysay als Konsul für politische und wirtschaftliche Angelegenheiten die Vereinigten Staaten von Amerika in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Vor seiner dreijährigen Amtszeit in Leipzig war er bereits als Konsul an den US-Botschaften in Portugal und Angola tätig. Die Harthaer Gymnasiasten scheuten die Diskussion – in englischer Sprache – mit dem US-Konsul nicht. „Es ist wichtig, Schüler wie Sie zu treffen und ins Gespräch zu kommen“, betonte Magsaysay die Wichtigkeit solcher Auftritte. Und gleich die erste Frage machte deutlich, welche Sachverhalte die jungen Leute interessiert. „Wie stark ist der Patriotismus in den USA?“, wollte einer der Schüler wissen. „Für mich ist es einfach, patriotisch zu sein“, sagte der US-Konsul. „Die USA ist ein Land, in dem kritisch gedacht wird.“

Mögen sich Donald Trump und Wladimir Putin?

Erwartungsgemäß gab es so manche Frage bezüglich des amtierenden Präsidenten Donald Trump. Und auch wenn Jon J. Magsaysay die Frage nach der Beziehung zwischen eben diesem seinem russischen Kollegen Wladimir Putin nicht wirklich beantworten konnte („Ich kenne die persönliche Beziehung zwischen den Präsidenten nicht.“), so gab er doch eine realistische Antwort bezüglich der Beziehung zwischen den USA und Deutschland. „Wird sich die ändern?“ Das wird sie, war sich der US-Konsul sicher. Und er ergänzt: „Aber nicht wirklich viel.“

Viel deutlicher konnte der Amerikaner die Unterschiede zwischen dem politischem Interesse der US-Amerikaner und der Deutschen erklären. „Die Deutschen erwarten mehr von der Politik in ihrem Land“, sagte er. In den USA hingegen gebe es weniger Raum für politische Interaktionen mit den Bürgern. Auch das indirekte Wahlsystem in den USA wurde thematisiert. „Ich wüsste keine andere Lösung“, gab Magsaysay ehrlich zu.

Zu Gast in Hartha, Waldheim und Döbeln

Auf die Frage, was er in Deutschland am meisten vermisse, konnte es wiederum nur eine Antwort geben: mexican food, also mexikanisches Essen. Und was ist für ihn das beste an Deutschland? „Der öffentliche Nahverkehr.“ Wie Magsaysay zu seinem Beruf gekommen ist? „Ich musste mir mein Studium finanzieren und arbeite dafür im Auswärtigen Amt.“ Mit einem Schmunzeln fügte er hinzu: „Ich wusste nicht, was ich sonst machen sollte, also blieb ich.“

Drei Stationen standen für den US-Konsul Jon J. Magsaysay am Dienstag auf dem Plan: Neben dem Besuch des Harthaer Gymnasiums auch ein Unternehmensbesuch in Waldheim und eine Podiumsdiskussion am Abend im Döbelner Theater.

Von Stephanie Helm

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