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Überflüssig und kostspielig: Schlechte Karten für Fußgängerüberweg in Leisnig

Braucht Leisnig einen Zebrastreifen? Überflüssig und kostspielig: Schlechte Karten für Fußgängerüberweg in Leisnig

Die Stadträte debattieren über die Wiederbelebung des Fußgängerüberweges auf der Chemnitzer Straße in Leisnig. Halten die einen ihn für überflüssig, sehen die anderen dringenden Bedarf. Doch die gesetzlichen Richtlinien spielen den Leisnigern nicht in die Karten, eine Wiederbelebung wird schwierig.

Sicherheit für Kinder, doch ist ein Fußgängerüberweg in Leisnig wirklich sinnvoll?

Quelle: dpa

Leisnig. Im August landete das Thema noch einmal auf den Tischen der Leisniger Stadträte: Soll der Fußgängerüberweg auf der Chemnitzer Straße (nahe Ecke Peter-Apian-Platz) wiederbelebt werden? Damals machte der Fußgängerüberweg noch Sinn, befanden sich Schule, Hort sowie eine Schulturnhalle in unmittelbarer Umgebung. Ordnungsamtsmitarbeiter Uwe Dietrich beleuchtete die Thematik in den letzten Wochen erneut und stellte seine Ergebnisse zur jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses vor.

Richtlinien erschweren Vorhaben

Laut gesetzlichen Regelungen gibt es Richtlinien, an denen man schon vor Antragstellung feststellen kann, ob die Errichtung eines Fußgängerüberweges sinnvoll wäre. Demnach sei ein Fußgängerüberweg in einer Tempo-30-Zone grundsätzlich erst einmal entbehrlich. Bei einer begründeten Ausnahme, die die Stadt Leisnig in dem Fall vorzuweisen hätte, wäre es theoretisch trotzdem möglich. Um ein Bild von der Lage vor Ort zu bekommen, ist eine Verkehrszählung nötig. So verlangt es die Landesdirektion Chemnitz. Innerhalb einer Stunde, und zwar der Hochzeit am Tag, werden sowohl Fußgänger als auch Kraftfahrzeuge am fraglichen Standort gezählt. „Bis 200 Fahrzeuge pro Stunde passiert erstmal gar nichts. Außerdem müssen 50 bis 100 Fußgänger die Stelle passieren. Besser wären sogar 150 aufwärts“, erklärt Dietrich. Schmunzeln, leises Gelächter bei den Ratsmitgliedern. Wohlwissend, dass weder diese Anzahl von Fahrzeugen noch so viele Fußgänger die Stelle passieren.

Zebrastreifen-Debatte in Leisnig

Braucht Leisnig diesen Zebrastreifen?

Die Chancen stehen schlecht, zumal enorme Kosten auf die Stadt Leisnig zukommen würden, käme es zur Errichtung eines Fußgängerüberweges. „Eine Belichtung ist notwendig. Dort muss es taghell sein“, weiß Dietrich. Der spezielle Belag, der nötig ist, um die weißen Streifen auf die Straße zu bekommen, ist ein weiterer Kostenfaktor. Einen Antrag zur Prüfung des Sachverhaltes könne die Stadt stellen. Das kostet erstmal nichts, außer Arbeitsleistung. „Reine Verschwendung! Wenn wir schon wissen, dass die Chancen dafür schlecht stehen, warum erst die Mühe machen?“, fragt sich Stadtrat Hans-Hermann Schleußner (Wählervereinigung Stadt und Land Leisnig).

Schülerlotse als Alternative vorgeschlagen

Ronny Naumann und René Quandt von der CDU-Fraktion, die die Anfrage im August stellte, hielten dagegen, fragten nach einer Alternative. „Ich habe meine Kinder selbst lange zur Schule gefahren und weiß, wie gefährlich die Stelle dort ist. Die Kinder stehen minutenlang am Straßenrand, ehe sie die Straße überqueren können.“ Brigitte Schreier, die als sachkundige Bürgerin im Technischen Ausschuss sitzt, warf die Idee eines Schülerlotsen ein. Bevor der Antrag für einen Fußgängerüberweg gestellt wird, sollen weitere Sachverhalte geklärt werden. Zumindest darauf konnten sich die Ratsmitglieder einigen.

Von Stephanie Helm

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