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Döbeln Bald soll Überholverbot für Laster auf der A 14 gelten – außer im Raum Döbeln
Region Döbeln Bald soll Überholverbot für Laster auf der A 14 gelten – außer im Raum Döbeln
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Solche Bilder soll es auf der A14 beim Dreieck und zwischen Leipzig-Ost und Mutzschen nicht mehr geben. Quelle: dpa
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Region Döbeln

Henning Homann ist froh. Der Döbelner Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Mittelsachsen begrüßt, dass das Sächsische Verkehrsministerium auf der Autobahn 14 ein temporäres und streckenweises Überholverbote für LKW auf der A14 einzuführen. Das hatte der Abgeordnete gefordert.

Quelle: SMWA

„Die A 14 wird sicherer und schneller. Das ist gut für jene Pendler, die in Mittelsachsen wohnen und auswärts arbeiten und ein guter Kompromiss zwischen den Interessen der Pkw-Fahrer und der Fernfahrer“, sagt Henning Homann.

Sechs Abschnitte auf drei Autobahnen

Auf sächsischen Autobahnen fahren immer mehr Lkw. Das sächsische Verkehrsministerium hält das für gefährlich, wenn sich die Brummis überholen. Das Risiko für Unfälle steige. Das Ministerium plant nun, auf sechs Teilabschnitten der Autobahnen, die durch den Freistaat führen, das Überholen zu verbieten. Betroffen sind die A 4, A 14 und die A 72. Für die Region Döbeln ist die Strecke vom Dreieck Nossen bis zur Anschlussstelle Nossen-Nord interessant. Hier verbietet das Ministerium in Richtung Dresden das Überholen. Für Pendler nach Leipzig ist der Streckenabschnitt Mutzschen-Leipzig bedeutsam. Hier richtet der Freistaat in Richtung Dresden zwischen 15 und 19 Uhr ein temporäres Überholverbot für Lkw ein.

Ministerium hat Lage weiter im Blick

Christian Adler von der Pressestelle des Sächsischen Verkehrsministeriums sagt, dass es nicht bei diesen Verboten bleiben muss. Das Ministerium behält die Lage auf den Autobahnen im Auge und passt die Verbote an diese an. „Grundlage für das Überholverbot ist das Gutachten. Dabei wurden Kennzahlen, wie Unfallraten, geprüft. Wir richten das dort ein, wo es am dringlichsten ist“, sagt er auf die Frage, weshalb das Lkw-Überholverbot nicht für die gesamten Strecke verhängt wurde, wie es Henning Homann vorgeschlagen hatte.

Kommentar: Verbote mit Augenmaß

Großes Augenmaß zeigt der Freistaat Sachsen bei den Lkw-Überholverboten. Diese sind sehr fein dosiert und richten sich nach den Verkehrsdaten. Zwischen Wunsch und Realität klaffen da natürlich große Lücken. So forderte der mittelsächsische SPD-Landtagsabgeordnete ein Überholverbot für Lkw zwischen dem Dreieck Nossen und dem Schkeuditzer Kreuz. Das hätte den ganzen Verlauf der Bundesautobahn 14 im Freistaat Sachsen betroffen. Was für ein unrealistisches Ansinnen. Auch für Laster muss die A 14 eine Schnellstraße bleiben. Und dazu gehört, dass der 85 Kilometer pro Stunde fahrende Truck den überholen darf, der mit nur 75 Stundenkilometer über die Piste schleicht. Darum ist es gut, dass das sozialdemokratisch geführte Verkehrsministerium das Lkw-Überholverbot auf wissenschaftliche Grundlagen stützt, statt auf das laute Rufen eines Abgeordneten. Auch wenn er nicht alles erreicht hat, was er wollte – den Lkw auf der A 14 bleibt zum Beispiel zwischen Wetterwitz und Sitten die linke Spur erlaubt – war Henning Homanns Wirken nicht umsonst. Er hat eine Diskussion über die Probleme auf der Autobahn angestoßen, die für die Region Döbeln eine wichtige Lebensader ist. Dirk Wurzel

Bei einer Umfrage der DAZ im Internet gab es dafür keine klare Mehrheit. 38 Prozent sind für ein generelles Überholverbot. 36 Prozent antworteten auf die Frage, ob sich die Laster zwischen Nossen und Schkeuditz überholen dürfen, mit: „Grundsätzlich nein. Auf bestimmten Streckenabschnitten sollte den Lastern das Überholen erlaubt sein.“ An dieser Umfrage haben sich bis Redaktionsschluss 529 Personen beteiligt. Sie lief bis dahin etwa eine Woche.

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Von Dirk Wurzel

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