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Döbeln Uferweg endlich fertig: Rad- und Wanderweg hinter der Ritterstraße freigegeben
Region Döbeln Uferweg endlich fertig: Rad- und Wanderweg hinter der Ritterstraße freigegeben
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19:50 06.10.2015
Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (l.) und Ulrich Braun (r.), Sohn des letzten Döbelner Müllers Werner Braun, haben den Rad- und Fußweg auf dem Rahmenplan für die Döbelner Innenstadt von 1990 ausgemacht. Seitdem existieren die Pläne. Gestern wurde das 276 Meter lange Asphaltband zwischen Oberbrücke und Staupitzsteg eingeweiht. Es soll das Ritterstraßenviertel weiter aufwerten. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

1990 hatten sich Akteure aus der Bürgerschaft an mehreren Wochenenden mit Fachleuten aus der Partnerstadt Unna zusammengesetzt und einen Rahmenplan für die Döbelner Innenstadt aufgestellt. Das Papier ist seitdem stadtplanerisches Leitinstrument. Der Weg entlang des Muldenufers ist darin enthalten.

Die Stadtverwaltung hatte in den vergangenen Jahren nach und nach die dafür notwendigen Grundstücke gekauft. Grundstückseigentümer wie Ulrich Braun, Erika Augustin und Sven Weißflog waren gestern mit zur Einweihung des Weges eingeladen. Ulrich Braun hatte der Stadt das Gartengrundstück seines Vaters Werner Braun, des letzten Döbelner Müllers, verkauft, damit der Weg hergestellt werden konnte. Das denkmalgeschützte Gartenhaus der Brauns aus dem Jahre 1877 steht nun als Blickfang am Weg. Erika Augustin und ihr verstorbener Mann  Lothar hatten 1998 alle 13 Mitglieder einer Erbengemeinschaft dazu gebracht, ein Teilgrundstück für den Weg an die Stadt zu verkaufen. Friseurmeisterin Alexandra Feil und Bauunternehmer Sven Weißflog haben als Eigentümer der „Goldenen Sonne“ und weiterer Grundstücke an der Ritterstraße viel investiert und auch auf den rückwärtigen Flächen hinter der Ritterstraße viel Lebensqualität für Bewohner geschaffen.

„Durch den neuen Weg wird jetzt all das Geschaffene und die Idylle sichtbar“, lobte Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU). Die Idee zu dem Weg war auch 2008 schon einmal Bestandteil eines Beitrages im Wettbewerb „Ab in die Mitte – die City-Offensive“. Mit der Idee „Döbeln Stad(T)räume im Fluss“, welche die durch das Hochwasser 2002  negativ belegte Flusslage der Stadt positiv ins Bild rücken wollte. Für das Projekt mit dem Arbeitstitel „Canale Grande in Döbeln“ gab es damals einen zweiten Preis.

Der asphaltierte Rad- und Wanderweg ist 276 Meter lang und 2,50 Meter breit. Die meisten riesigen Bäume wurden erhalten. Weitere zwei Schwarzerlen, zwei Traubenkirschen und vier Ahornbäume werden in den nächsten Wochen noch gepflanzt. Eine Sitzbank am Ufer lädt zum Rasten ein. Insgesamt haben sich die Stadtplaner zum Ziel gesetzt, dass die Döbelner auf der Mulde-Insel fast durchgängig am Fluss spazieren, Rad fahren und verweilen können.

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