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Döbeln Ullrich Kuhn neuer Vorsitzender der CDU-Fraktion in Döbeln
Region Döbeln Ullrich Kuhn neuer Vorsitzender der CDU-Fraktion in Döbeln
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21:37 15.02.2012
Nachfolge per Handschlag. Ullrich Kuhn (links) übernimmt den CDU-Fraktionsvorsitz von Bernhard Maluck. Quelle: Frank Pfeifer
Döbeln

"Ich machte bisher die Kommunalpolitik von Mügeln aus", sagte Maluck. Dort besitzt er einen Reparaturbetrieb für Nutzfahrzeuge. Zu politischen Terminen musste der 51-Jährige tagsüber stets nach Döbeln fahren. "Unter solchen Bedingungen leidet der Bürgerkontakt." Deshalb habe die Partei schon zu Beginn der Wahlperiode beschlossen, zu deren Mitte Bilanz zu ziehen und über eventuelle Veränderungen nachzudenken.

In seinem Nachfolger sieht Maluck eine optimale Lösung gefunden. Ullrich Kuhn, der seit 2003 dem CDU-Ortsverband Döbeln vorsteht, kennt in der Stadt Hinz und Kunz. Sein Geschäft für Schmierstoffe, ein Ein-Mann-Betrieb in der Albertstraße, kann er schnell 'mal verlassen, wenn er gebraucht wird. Auf der Straße hört er die Probleme, die Einwohner drücken.

Einziges Manko: Kuhn ist schon 67. Dass er den Posten nicht so lange besetzen kann wie sein Vorgänger, ist ihm klar. Ob er ein Übergangs-Vorsitzender ist, ließ er offen. Nur soviel war ihm zu entlocken: "An den Ruhestand denke ich noch lange nicht, auch beruflich. In zweieinhalb Jahren endet zwar die Legislaturperiode des Stadtrats. Ich überlege aber, noch einmal zu kandidieren." Grundsätzlich seien er und seine Partei jedoch bestrebt, junge Leute in Verantwortung zu bringen.

Erfahrung bringt Kuhn mit. Seit 1999 sitzt er für die Christdemokraten im Stadtrat. Er gehört dem Ausschuss für Sport, Kultur und Städtepartnerschaften an. Außerdem ist er Mitglied des Kreistages und hat damit Verbindungen zu anderen politischen Ebenen. In der Freizeit zieht es das Döbelner Urgestein eher nach Roßwein, wo er Mitglied im Lehrersportverein und Dampfmaschinenverein ist.

Am 27. Februar wird Ullrich Kühn - oder, wie ihn seine Freunde nennen, Ulli - erstmals eine Fraktionssitzung der CDU leiten. "Die hervorragende Arbeit von Bernhard Maluck soll mit mir eine Fortsetzung finden", hat er sich vorgenommen. "Mit ihm haben wir viel auf den Weg gebracht."

Eine entsprechende Zwischenbilanz der Legislaturperiode zog Maluck im Pressegespräch selbst. Solider Haushalt, Theater-Sanierung, geplanter Ausbau des Stadtbads und vieles mehr zählte er auf. "Die Stadt ist auf einem sehr guten Wege, das sagen uns immer wieder Außenstehende."

Doch es blieben auch noch Ziele. Wichtig sei es, Gewerbeflächen zu entwickeln. Infrage käme die ehemalige Zuckerfabrik. "Wir müssen außerdem mit unseren Nachbargemeinden reden, die noch freie Flächen haben", forderte Maluck.

Was das Umland betrifft, kann er sich nach der Eingemeindung von Ebersbach vorstellen, mit weiteren Kommunen "gemeinsame Wege zu gehen." Welche er im Auge hat, verriet er nicht. Wenn sich die Stadt weiter ausdehnen will, ist Ullrich Kuhn jedoch wichtig: "Dann muss die Stadt ländlicher denken."

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