Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 10 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ungnader tischlert in Berlin

Wirtschaft Ungnader tischlert in Berlin

Beim Unternehmen „Raumeffekt Die Möbelmanufaktur“ werden Wohnträume wahr – so heißt es in einem Werbeprospekt des Unternehmens von Torsten Ungnader in Sitten. Fragt man Ungnader, welchen Wunsch er gern selbst erfüllt haben würde, sagt er: Weitere gut qualifizierte Mitarbeiter für den Betrieb finden.

In der Sittener Tischlerei von Torsten Ungnader (links)ist kein Möbelstück wie das andere.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig. Im zwanzigsten Jahr des Firmenbestehens leitete Inhaber Torsten Ungnader einen neuen Schritt in der Unternehmensentwicklung in die Wege: Das Unternehmen hat nun einen Vertrieb in Berlin, will von dort aus zunehmend bundesweit agieren.

Momentan ruhe das Geschäft der Möbelmanufaktur auf vier Säulen. Das Hauptaugenmerk liege auf der Privatkundschaft aus der Region. Jedoch fungiert das Unternehmen in dem Leisniger Ortsteil Sitten zu einem großen Teil als Dienstleister für andere Tischlereien.

VIP-Bereich in Red Bull Arena gebaut

Diese beauftragen die Sittener mit der mechanischen Bearbeitung von Holz, welches sie dann weiter verbauen. „Häufig wickeln wir für andere Tischlereien sogar schon ganze Projekte ab, ohne dass unser Name dabei in irgend einer Form auftaucht“, so Ungnader weiter. Als viertes Standbein gehören eigene Projekte zum Portfolio, wofür mit Architekturbüros zusammen gearbeitet wird. Für Porsche in Leipzig hat Ungnader bereits gebaut, außerdem in der Red Bull Arena den VIP-Bereich ausgestattet.

Ein weiteres dieser Großprojekte ist der jüngste Auftrag in Berlin. In einem Neubau für einen international agierenden Folienhersteller sollen knapp 100 Büros eingerichtet werden. Für rund eine halbe Million Euro ging der Auftrag an Raumeffekt in Sitten. Es ist der größte in der bisherigen Unternehmensgeschichte.

Diese begann mit dem Um- und Ausbau eines ehemaligen Bauernhofes. Das war im Jahr 1996, und seitdem hat sich das Unternehmen zu einem der am modernsten eingerichteten der Branche entwickelt.

Manufaktur: Kein Möbelstück wie das andere

Sämtliche mechanische Holzbearbeitung läuft computergestützt. Dennoch kommt hier nichts von der Stange. Die Bezeichnung Möbelmanufaktur geht nach Ungnaders Worten auf die Tatsache zurück, dass keins der Möbelstücke, die die Werkstatt verlassen, einem anderen gleicht. Wer bei Ungnaders etwas bauen lassen möchte, bekommt den Entwurf am Computerbildschirm so vorgestellt, als würde er sich in einem dreidimensionalen Raum bewegen – sozusagen bereits in dem neuen Zimmer, welches so erst in der Zukunft existieren wird.

Ungnader will des Unternehmen mit dem Schritt in Richtung eigenen Vertrieb in der Bundeshauptstadt für eine Zeit wappnen, in der nach der aktuellen Hochkonjunktur seiner Meinung nach wieder ruhigere Zeiten einkehren werden. „Momentan decken wir häufig Kapazitäten anderer Tischlereien ab, die sich unsere Unterstützung holen.

Jedes Jahr wird ausgebildet

Flaut die Konjunktur wieder ab, sind wir natürlich die Ersten, die von diesen Unternehmen nicht mehr beauftragt werden. Sie bewältigen dann ihre Anträge ohne uns. Für diese Zeit wollen wir dann wieder selbst am Markt präsent sein und müssen jetzt etwas dafür tun.“

Momentan beschäftigt das Unternehmen 15 Mitarbeiter. Drei Lehrlinge werden ausgebildet. Jedes Jahr werde ausgebildet, und mittlerweile würden die Bewerberzahlen wieder leicht steigen, nachdem es in manchen Jahren zuletzt gar keine Bewerbungen gegeben hatte. Ungnader: „Es liegt auch daran, dass mittlerweile auch nicht mehr so viele Handwerksunternehmen gern selbst ausbilden.“

Von Steffi Robak

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Döbeln
  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

Was beschäftigt die Menschen in den kleinen Orten zwischen Döbeln, Waldheim und Hartha? Wir besuchen jene kleinen Dörfer, denen normalerweise wenig Beachtung geschenkt wird, geben einen Einblick in die Geschichte des Ortes und sprechen mit den Bewohnern über früher und heute. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr