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Döbeln Unterwegs mit großer Flosse
Region Döbeln Unterwegs mit großer Flosse
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00:19 04.10.2017
Emilia Hannemann (11) zeigte am Sonnabend im Döbelner Stadtbad, wie eine richtige Meerjungfrau schwimmt. Quelle: Foto: Dirk Wurzel
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Döbeln

Bunte Flossen wirbelten am Sonnabend durch das kristallklare Wasser im Lehrschwimmbecken des Döbelner Stadtbades. Die Meerjungfrauen waren los. Zur Badebekleidung der Kinder gehörte am Sonnabend nicht nur Bikini oder Badeanzug, sondern auch eine stabile Kunststoff-Flosse sowie ein Überzug in Fischschuppen-Optik aus Bademodenstoff. Anderthalb bis zwei Kilo zusätzliches Gewicht hatten die kleinen Nixen so durch das Wasser zu bewegen. Und das Schwimmen ist auch nicht ohne. Am besten gelingt dies in einer Art Wellenbewegung. Denn die Bewegungsfreiheit der Beine ist etwas eingeschränkt.

Aber mit Doro Hannemann hatten die jungen Mädchen eine Fachfrau in Sachen Nixenschwimmen am Beckenrand stehen. „Vor drei Jahren kam meine Tochter und sagte: Mama, Du bis Schwimmlehrerin, ich will jetzt eine Meerjungfrau sein“, schildert Doro Hannemann, wie sie zu dem Nixenschwimmen kam. Mittlerweile betreibt sie die Firma „Meer für Kids“, die Kindern zeigt, wie Meerjungfrauen schwimmen. Dazu gehört natürlich auch die Ausrüstung, die „Meer für Kids“ mit in die Bäder bringt, die Doro Hannemann buchen. Ob es sich geschminkt besser schwimmt, ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen. Aber da eine richtige Nixe auch phantasievoll aussehen sollte, sind die Mitarbeiter von „Meer für Kids“ auch als Kosmetiker unterwegs. Vor dem Sprung ins Wasser werden die Kinder nämlich angemalt. „Nachdem das Angebot zum Nixenschwimmen beim letzten Mal so gut nachgefragt war, haben wir uns entschlossen, dies erneut anzubieten“, sagt Simone Jentzsch, die sich bei den Stadtwerken um alle Belange des Stadtbades kümmert. Sie ist selbst Schwimmerin und hat sich ebenfalls mit der breiten, bunten Flosse versucht. „Das ist schon sehr ungewohnt, gerade weil man die Beine nur eingeschränkt bewegen kann.“

Quasi als Meerjungfrau wächst Doro Hannemanns Tochter Emilia auf. Die 11-Jährige ist ganz schön firm, was das spezielle Schwimmen angeht. „Ich kann die Vorwärtsrolle, die Rückwärtsrolle, die Schraube, den Handstand und rückwärts schwimmen“, sagt sie.

Auch solche Kunststücke lernten die Kinder am Sonnabend in zwei Anfänger und einem Fortgeschrittenenkurs. Die Wassertemperatur lag bei angenehmen 32 Grad Celsius. Und an den Beckenrändern standen die Eltern und schauten zu, wie sich die Töchter als kleine Meerjungfrauen so machten. Um Spaß zu haben, muss man nicht unbedingt ins Spaßbad gehen.

Ob die Stadtwerke als Betreiber der Döbelner Bäder ihren Gästen den Spaß mit erhöhten Preisen – diese ziehen nun erstmal seit langer Zeit leicht an – verdorben haben, wird sich ab heute zeigen. So kostet zum Beispiel die Stunde im Hallenbad nun 3,50 statt drei Euro, zwei Stunden kosten vier statt 3,50 Euro. Wie Simone Jentzsch sagt, zeigen die Stammgäste Verständnis und weisen Meckerer schon mal zurecht, die in den sozialen Netzwerken im Internet die Erhöhung kritisieren.

Von Dirk Wurzel

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