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Uralte Siedlung in Leisnig entdeckt

Uralte Siedlung in Leisnig entdeckt

Derzeit laufen in Leisnig archäologische Ausgrabungsarbeiten im Bereich der Wilhelm-Oswald Straße und des Gorschmitzer Weges. An dieser Stelle laufen die Vorbereitungen für den Bau eines Rewe-Marktes (DAZ berichtete).

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Mitarbeiter des Landesamtes für Archäologie haben am künftigen Rewe-Standort in Leisnig Siedlungsreste von vor etwa 1800 Jahren ausgegraben.

Quelle: O. Becker

Auf Nachfrage erläutert Christoph Heiermann vom Sächsischen Landesamt für Archäologie: "Es handelt sich um eine typische Rettungsgrabung." Derartige Ausgrabungen würden sachsenweit an vielen Stellen veranlasst. Pro Jahr fallen laut Heiermann zirka 120 Grabungen dieser Art in unterschiedlicher Größe an. Zuletzt hatte es in dem Territorium archäologische Grabungen gegeben, als die Straße zwischen Polkenberg und der Autobahnauffahrt Leisnig saniert beziehungsweise streckenweise neu trassiert wurde. 2013 wurden Siedlungsreste aus der Jungsteinzeit vor etwa 7000 Jahren gefunden. Noch bis Freitag wird nun auch bei Leisnig gegraben auf einem Areal von 80 mal 90 Metern, also nur auf einem Bruchstück des gesamten Baufeldes. Bisherige Befunde deuten auf eine sehr viel jüngere Zeit hin als einige wenige Kilometer weiter bei Polkenberg. Wie Heiermann informiert, zeugen reichhaltige Befunde beziehungsweise Funde von einer Siedlung aus der "Römischen Kaiserzeit". Demnach haben bei Leisnig im zweiten bis vierten Jahrhundert nach Christus bereits Menschen gelebt. Die Gruppe von zwölf Mitarbeitern um Grabungsleiterin Susanne Schöne fanden bisher Pfostenabdrücke von Grubenhäusern, zudem Hinweise auf einen Webstuhl sowie Webgewichte. Reste von Öfen und Schlackereste belegen zudem, dass die Menschen damals Metallbearbeitung betrieben. "Hier befand sich eine Ansiedlung mit umfangreicher handwerklicher Produktion sowie kombinierten Wohn-Stallgebäuden", so Christoph Heiermann. otb/sro

Steffi Robak

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