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Döbeln Gericht vertagt Verhandlung gegen Rentnerin wegen Brandserie in Döbeln
Region Döbeln Gericht vertagt Verhandlung gegen Rentnerin wegen Brandserie in Döbeln
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11:02 08.03.2018
Das Urteil gegen die 70-Jährigfe wird am LG Chemnitz erwartet.  Quelle: dpa
Chemnitz - 

Das Chemnitzer Landgericht hat die Verhandlung zu einer Brandserie in Döbeln vertagt. 

Ursprünglich sollte am Donnerstag das Urteil zu einer Brandserie in Döbeln mit tödlichem Ausgang gesprochen werden. Zuvor sollten Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Plädoyers halten. Angeklagt ist eine 70 Jahre alte Frau. Die Rentnerin muss sich seit dem 6. November wegen schwerer Brandstiftung und Brandstiftung mit Todesfolge vor Gericht verantworten. Ihr wird vorgeworfen zwischen dem 8. März 2016 und dem 14. März 2017 viermal Feuer in dem von ihr mitbewohnten Haus gelegt haben. In einem Fall starb eine 85-Jährige an den Folgen einer Rauchgasvergiftung.

Ein psychiatrischer Gutachter nannte die Frau theatralisch und exzentrisch, stufte sich aber als schuldfähig ein. „Sie hat bei unseren Gesprächen die Tatvorwürfe stets bestritten und gesagt, dass sie der Intrige dreier Leute ausgesetzt war“, sagte der Mediziner in seiner Stellungnahme aus.

Sie habe ihm gegenüber eingeräumt, drei Drohzettel geschrieben zu haben. Diese waren im Umfeld der Brände im Mehrfamilienhaus an der Döbelner Albert-Schweitzer-Straße aufgetaucht. Die Botschaften enthalten Drohungen gegen die Wohnungsgenossenschaft Pro Leipzig, der Eigentümerin des Hauses. „Sie war wütend über die aus ihrer Sicht falsche Informationspolitik der Wohnungsgenossenschaft“, sagte der Gutachter. Er sieht die Angeklagte nicht als gefährlich an.

Von LVZ