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Döbeln Venezianischer Karneval auf der Seebühne Kriebstein
Region Döbeln Venezianischer Karneval auf der Seebühne Kriebstein
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16:11 15.05.2018
Frank Ernst als Pappacoda, Susanne Engelhardt alias Ciboletta, Frank Unger (Herzog von Urbino), Leonora del Rio als Annina und Derek Rue, der in „Eine Nacht in Venedig“ den Caramello darstellt. Quelle: Olaf Büchel
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Kriebstein/Mittweida

Venedig – Stadt des Karnevals, der Kanäle und Brücken. Eine dieser Brücken wird gerade an der Talsperre Kriebstein als Kulisse für die Seebühne mit Hilfe einer Stahlkonstruktion nachgebaut. Weil dort also gerade Kräne und Bauleute das Bild bestimmen, hat sich die Theaterleitung dazu entschieden, die Seebühnen-Saison 2018 in der Mittweidaer Musikschule vorzustellen. Bei der Präsentation am Dienstag mit viel Operettenklängen und farbenfrohen Kostümen stand die Neuinszenierung des Mittelsächsischen Theaters –„Eine Nacht in Venedig“ – im Mittelpunkt.

Bassbariton als Regisseur

Es ist einiges los zwischen Markusplatz und Canale Grande, Trattoria und herzoglichem Palast. Zwei Ehepaare aus der Oberschicht, zwei Liebespaare auf Dienstbotenebene, ein draufgängerischer Herzog und ein charmanter Neffe: das sind die Hauptpersonen in der komischen Operette in drei Akten von Johan Strauss. Wobei die insgesamt rund 50 darstellenden Künstler und 40 Musiker im zweiten Akt den venezianischen Karneval auf die Seebühne zaubern. Sergio Raonic Lukovic, seit zehn Jahren als Bassbariton am Mittelsächsischen Theater tätig und längst Publikumsliebling, inszeniert das Stück. Er verspricht „wunderschöne Musik, wunderbare Sänger, eine verständliche Handlung“, sprich „großartige Unterhaltung“ mit einer spritzig-modernen Fassung der Strauss-Operette. „Mein Ziel ist, dass die Zuschauer ein Stück glücklicher nach der Aufführung nach Hause gehen“, sagt der gebürtige Kroate.

Seebühne mit beachtlichem Wachstum

Lukovic ist der Auffassung, dass das Mittelsächsische Theater mit der Aufführung klassischer Operetten „eine wunderbare Nische“ für die Seebühne gefunden hat. Als Regisseur möchte er Anwalt der Operette sein, die entgegen vieler anderer Meinungen lange noch nicht ausgestorben sei.

Theater-Intendant Ralf-Peter Schulze blickt auf ein teilweise „dramatisches Wachstum“, das die Seebühne in den vergangenen zehn Jahren hingelegt hat. „Wir haben mit sieben Operetten-Vorstellungen begonnen. Jetzt sind wir bei 19.“ Passend zum Titel „Eine Nacht in Venedig“ gibt es nach mehreren Jahren nun auch wieder Abendvorstellungen. Mit Hilfe der Beleuchtung wollen die Techniker eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Das heißt, die Sonnabend-Vorstellungen beginnen erst 20 Uhr, alle anderen 18 Uhr. Auch bei den Kostümen, für die diesmal Nina Reichmann zuständig ist, zeigt sich Steigerung. „Anfangs hatten wir um die 50 Kostüme, dieses Jahr sind es bis zu 200 – das ist eine beeindruckende Größenordnung“, sagt Schulze.

Wetterresistente Künstler

Die Künstler, die auf der Seebühne auftreten, haben laut Intendant inzwischen schon eine gewisse Wetterresistenz entwickelt. Nur sehr selten mussten in den vergangenen Jahren Aufführungen abgebrochen werden. „Keiner will schließlich 500 Zuschauer, die gekommen sind, wieder nach Hause schicken“, sagt Ralf-Peter Schulze.

Premiere der neu inszenierten Operette ist am 17. Juni, Saisoneröffnung auf der Seebühne Kriebstein aber bereits am Pfingstsonntag. An dem gibt es ab 19 Uhr ein Konzert mit der Beatles Coverband „Hard Day’s Night“.

Termine

Die Operette „Eine Nacht in Venedig“ ist an folgenden Tagen zu erleben: 17. (Premiere), 19., 21., 23., 26. und 30. Juni; 1., 3., 5., 7., 8., 10., 12., 14., 15., 17., 19., 21. und 22. Juli. Beginn ist sonnabends 20 Uhr, sonst immer 18 Uhr; zurück auf die Seebühne kehrt das Clownsmärchen „Der kleine August, zu sehen am 18. und 19. August, jeweils 17 Uhr. Karten gibt es an der Theaterkasse und im DAZ-Shop am Obermarkt 8 in Döbeln.

Von Olaf Büchel

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